Na ja, das Dogforum ja nicht stellvertretend für das Gros der Hundehalter. Wer sich hier tummelt, ist meist schon mal ne Ecke hundeverrückter als 'Otto-Normalhundbesitzer'
Ich denke jeder aufgeweckte Hund braucht input in irgendeiner Form, um glücklich zu sein. Draussen rumlaufen, am besten noch in nem kleinen Rudel, mit ordentlich spannenden Sachen zum Schnüffeln und ab und zu ein paar Spielchen mit Frauchen ist sicher ein Top-progamm für sehr viel Hunde.
Aber unser Alltag erlaubt uns genau diese stromern nicht jeden Tag und dann sitzt der Hund in einem Garten wie ein Fisch in nem Glas - tagein tagaus dasselbe Programm.
Meine Maus ist wirklich sehr brav und anpassungsfähig aber wenn ich mal arbeitsbedingt tagelang nur das 'Notprogramm' fahre ohne einen amtlichen Ausflug oder bissi Hundesport, fängt sie irgendwie an leicht am Rad zu drehen. Sie wird neurotischer, beschäftigt sich selber indem sie bei jedem Quatsch anschlägt (Übrigens: kleine Hunde bellen ganz normal wie die Grossen. Dass sie es in einer anderen Tonlage tun, ist biologisch bedingt), nervt, seufzt rum, mäkelt noch mehr am Essen usw.
Da muss nicht mal Hundesprot her. Ein toller Ausflug reicht.
2x die Woche raus zu den Pferden ist doch schon Programm und einfach nur die Welt betrachten ist auch toll - wenn die Welt spannend genug ist.
Bei meinem Dänemark-Nordsee Urlaub war ich von der Zeit her wirklich nicht mehr spazieren als sonst (ging physisch leider nicht), aber der Hund war den halben Tag draussen neben mir auf der Terasse, hat gewacht, geschnüffelt, die Nase in den Wind gehalten - und war abends total platt.
Was allerdings eine reine und noch ursprüngliche Arbeitshundrasse ist, braucht sicher etwas mehr Sinn im Leben - eine echte Aufgabe eben. Aber ich glaube auch da ist Qualität - also das richtige und anspruchsvoll genug - wichtiger als reine Quantität.