Beiträge von WhitePolarwolf

    Meine Hunde waren zum ersten Mal mehrere Stunden allein, da war die Große 6 Monate alt und die Jüngere war 5 Monate alt. Glücklicherweise bin ich aber auch nur morgens maximal 3 Stunden weg, bin dann 3 Stunden da und nachmittags nur 4 Stunden weg und abends wieder da. Allerdings habe ich sie dennoch immer zu meinen Großeltern gebracht, eben weil so junge Hunde a) oft noch garnicht so lang einhalten können und b) ich das nicht so plötzlich machen wollte. Irgendwann hab ich dann gesagt, dass ichs jetzt mal teste, als ich morgens nur 2 Stunden wegmusste. Und es klappte prima! Allerdings kann und will die Jüngere immernoch nicht allein bleiben. Also ganz allein, wenn ich mit der Größeren unterwegs bin. Dann kläfft sie minutenlang - und sie ist jetzt 10 Monate!

    Es ist ein Geduldsspiel und ich finde es ätzend, wenn Menschen meinen, die Hunde müssen sich doch mal anpassen. NEIN! Ihr habt euch an den Welpen anzupassen und wenn es nochmal 3 Monate dauert, bis sie zuverlässig 3 Stunden allein bleiben kann... Es ist nicht die Schuld und VErantwortung des Welpen, dass er das lernt, sondern dass ihr ihr das verständlich beibringt. Und wenn sowas nicht zu machen ist, dann tut es mir leid, aber dann sollte man auf einen Hund verzichten, wenn man mit möglicherweise Schwierigen Fällen nicht klarkommen kann und keinen Plan B hat.

    Es ist auch kein Vorwurf, dass ihr arbeiten geht. Aber wenn Arbeit und Hund nicht zu vereinbaren ist, dann gehts einfach nicht... Wie habt ihr das Allein-sei denn geübt? In welcher Weise und in welchen Schritten? Wie hat sie reagiert?

    Da ist die Nase im Fokus, oder? :???:


    WAAAAAH! Ratet mal, was ich hier neben mir, feinsäuberlich verpackt stehen habe :ug:

    Meine eigene Canon! Hab vorhin die Mail bekommen, dass ich sie abholen kann und bin natürlich sofort losgedüst! Und nun ist sie hier... aber ich kann sie leider noch nicht auspacken und begutachten, weil ich in wenigen Sekunden los zur Arbeit muss :(

    Aber da bin ich auch nur für gut 2 Stunden, danach kommen die Hunde nochmal eine Runde raus und dann werd ich mich mal mit meinem neusten Baby widmen :D Nur doof, dass das Licht - was eh wegen der Wolken kaum vorhanden ist - bis dahin ganz weg sein wird und in der Wohnung ists ja auch nicht das Beste... Aber morgen Nachmittag hab ich ab 11Uhr Zeit, um meine ersten Versuche zu starken! :laola:

    :lol: Ja, die kleinen süßen Welpen sind aber auch einfach so zart und klein, dass man nicht "hart" sein kann oder will... Aber ich hab mir immer gesagt, dass die Wattebäusche einfach keinen Sinn haben bzw. nicht gut für uns und die Zukunft sind. Ich mein, ich bin in dieser Familie die Einzige, die so unfair und böse mit den Hunden umgeht ;) Der Rest sagt auch, wie unfair ich bin, wenn eben nur einer der Hunde gerade mit im Zimmer sein darf, nur einer der Hunde gerade mit mir trainiert oder nur einer der Hunde mit zum Gassigang darf und nur einer der Hunde mit ins Bett darf. Oder wie ICH das denn finden würde, wenn mein Vater nur mit meiner Schwester zu so einem super Workshop fährt, mit ihr da schwimmen lernt und ich darf das nur in der Badewanne lernen :roll: (Das bezog sich nun auf einen Workshop, den ich mit einer Hündin im ZHS machen will und da kann ich eben nur einen mitnehmen und der andere bekommt das eben unspektakulär daheim beigebracht :hust: )

    ABER ich sehe täglich, wie die Hunde mit eben jenem Rest der Familie umgehen, "der für den Spaß verantwortlich ist" - wo ich eben nur für die Härte, Konsequenz und Erziehung stehe :roll: ... Respektlos, Ruppig, Frech und dreist! Die nutzen jede Chance aus und ich sag mal so; Wenn man von FREMDEN oder flüchtig bekannten Menschen draußen gesagt bekommt, wie urkomisch das aussieht, wenn der eigene Vater oder Opa mit den Hunden rausgeht... bzw. eher, wie die Hunde mit ihm gehen und er wie ein Fähnchen hintendran hängt und man ein Lob erhascht, wie super die Hunde mit einem selbst laufen (artig, brav und vorzeigemäßig), dann reicht mir das als vollkommener Beweis aus, um weiter so "unfair und gemein" zu den Hunden zu sein.

    Und ich bin ja in keinster Weise bösartig oder hart mit den Hunden (nagut, wenn man nen schlechten Tag hat, dann mag man schonmal die Beherrschung verlieren) aber im großen und ganzen habe ich mir einfach Ziele gesetzt und verfolge die einfach konsequent! Mit den üblichen Hürden, Tiefen, Tälern aber auch mit Fortschritten.

    Oooooh.... das Ignorieren geht super :D Irgendwie bin ich da eiskalt. Zum Einen gabs immer 'nen ruppigen Schubser, wenn ich angesprungen wurde oder nur der Ansatz da war und zum Anderen hab ich die Hunde immer ignoriert, bzw machs immernoch, nur nicht immer so konsequent. Sprich: Wenn ich reinkam, hab ich die Hunde nicht angeguckt oder angefasst und auch nicht mit ihnen geredet. Ich bin demonstrativ in das Zimmer oder die Küche, habe das Türgitter zugemacht und irgendwelche Sachen erledigt. Ob ich das wirklich machen musste, war da dann ne andere Sache :roll: Und erst, wenn Ruhe eingekehrt ist, gabs ein kurzes Streicheln von mir, wenn wieder aufgedreht wurde, bin ich wieder weiter.

    Heute sind wir soweit, dass ich beide Hunde absitzen lassen kann, wenn ich heimkomme. Ich öffne die Tür einen Spalt weit und sobald sich die Nasen durchschieben wollen, gibts ein "Sitz" - was manchmal noch zwei,drei Mal gesagt werden muss, weil der Erregungslevel einfach zu hoch ist. Aber wenn sie sitzen, dann sitzen sie! Man sieht allerdings, wie der ganze Hund am beben ist :lol: Wie die Augen immer kleiner werden, die Ohren wackeln und vor allem die Ruten. Aber sie sitzen. Und dann warte ich ab. 5Sekunden. 10 Sekunden... oder 20. Und dann dürfen sie kommen und Hallo sagen, aber das nur auf allen Vieren! Das Gleiche mache ich beim Füttern.

    Früher sind beide Hunde abgedreht, wenn ich in der Küche war. Da hab ich einfach gewartet. Hatte ich die Näpfe in der Hand und bin Richtung Hunde und haben sie dann wieder gequiekt, hab ich mich umgedreht und die Näpfe wieder abgestellt. Und das, bis Ruhe war... Und heute warten sie - zwar erregt, aber leise mit nur wenig Jammern - am Türgitter :gut: Ein Traum woran ich vorher nie geglaubt habe.

    Ich hab mich auch an diese 5-Min-Regel gehalten und bereue das im Nachhinein irgendwie. Ich hätte viel viel mehr machen sollen bzw. können. Natürlich keine 2 Stunden mit einem 4 Monate alten Welpen im Dauerlauf, aber ich bin schon gut 1-2 Stunden mit der zweiten Hündin (die da 4 Monate alt war) und meiner Großen, die 6 Monate älter ist, gelaufen, als sie einzog. Wie gesagt nicht im Dauerlauf. Aber beide Hunde konnten rennen, zwischendurch die "Hier"-Übung oder "Sitz" oder so und dann konnten sie weiterflitzen. Habe allerdings dann Pausen eingebaut von 5-10min. Und das klappte super und ich werde es beim nächsten Hund auch so machen.

    Natürlich kommts drauf an, was für einen Hund man da hat. Wenn er so aufgedreht ist, muss er erst wieder lernen zur Ruhe zu kommen bevor man da groß Gas gibt.

    Wie laufen denn so die anderen Dinge ab bei der 13Wochen alten Hündin? Wenn es Futter gibt, wenn es rausgeht, wenn es reingeht, wenn es zum Schlafen geht usw. ?

    Zitat

    Denn er nutzt genau DEN Moment, in dem ich unaufmerksam bin und ihn nicht zurückrufe, um der Spur endgültig hinterherzugehen.

    Das ist auch mal eine interessante Erkenntnis... Ich glaube, da wär ich so garnicht drauf gekommen :D Wobei ich glaube, dass das bei meinen nicht so der Fall ist... die Jüngere machts auch, WENN ich aufmerksam bin und die andere machts erst, wenn ich wirklich abwesend bin (mich komplett wegdrehe, wenn sie vor mir sitzt oder ich das Zimmer verlasse :lol: )

    Zum Einen müssen Hunde einen nicht sichtbar dauernd anschauen, um mitzubekommen, was Frauchen/Herrchen gerade tut. Wahrscheinlich nur in der "Umstellungsphase". Die sind meist viel aufmerksamer, als wir denken - nur, weil sie uns nicht direkt anschauen, heißt es ja nicht, dass sie garnicht bei uns sind.

    Und ja, die Hunde merken, wenn es ernst wird. Eben weil man mit dem Körper und natürlich auch mit der Sprache anders mit ihm umgeht, als würde man dusselig rumplänkeln. Ich weiß nicht, ob Hunde da mehr unter Stress stehen, wenn man nicht verbal mit ihnen redet. Ich könnte nun schreiben, dass Hunde sich auch nicht gegenseitig vollbrabbeln, wenn sie miteinander laufen und da seh ich nie einen Hund, der unter Stress steht, weil er pausenlos einen anderen Hund beobachten muss, um zu wissen, was der gerade macht... Und ich denke, das kann man auch auf uns übertragen, auch, wenn wir keine Hunde sind. Aber vor allem: Wie ich das hier gelesen habe, geht es ja - auch vor allem mir - darum, einfach mal bewusst aufhören viel zu reden und intensiver mit dem eigenen Körper zu reden. Man kann Hunde nämlich schon taubreden... Ich will da irgendwann auch mein gesundes Mittelmaß finden zwischen 'Reden und Machen' :smile: .

    Auch, wie gesagt, angelehnt an diese ganzen "Missverhältnisse": Man wird lauter, wenn der Hund nicht gleich pariert. Man verwendet für den Hund widersprüchliche Worte wie: "Komm, geh weg!" Und das ist ja bei der Körpersprache nicht möglich. Natürlich muss man das auch üben. Wie sage ich dem Hund was, was kommt tatsächlich an und was nicht. Aber wie Buddy-Joy gesagt hat, muss man auch trainieren an seiner Stimmlage und dem gezielten Einsetzen der Sprache. Ob ich nun das oder etwas anderes trainiere, ist doch wurscht. Und mit der Zeit spielt man sich da ein und da kann ich mir nicht vorstellen, dass der Hund unter Dauerstrom läuft, weil Frauchen die Schnauze hält.

    Körpersprache ist eben die vorwiegende Sprache des Hundes und ich denke, man liest nicht ohne Grund sehr oft, dass Hunde viel mehr auf Gestik und Mimik reagieren, als auf Worte. Daher... ob man nun ein ganzes Hundeleben lang schweigt (extrem Dogwhispering :lol: ) oder ob man eben spricht und 'macht', muss sich jeder selber aussuchen. So, wie sich der eine aussucht, den Hund übers Futter zu trainieren, übers Spielzeug oder über taktiles oder verbales Lob ;)

    Total schön da zuzuschauen :smile:

    Was ich von meinen Hündinnen noch sagen kann; Sie dürfen nicht in die Küche. Haben da ein Türgitter, allerdings mach ich das nicht immer zu, aber die Hunde sollen dennoch draußen bleiben! Tun sie auch. Aber manchmal stellen sie dann doch mal ein oder zwei Pfoten in die Küche :roll: Probieren kann mans ja - zumal sie damit beim Rest der Familie ja auch Erfolg haben....

    Naja, da reicht oft ein deutlicher Blick meinerseits, der allerdings auch erst 2-3 Sekunden wirken muss, und sie gehen zurück - aber auch NUR bis direkt hinter die "Grenze" :lol: Ich beuge mich dabei auch leicht vor, fixier sie und denke mir "Raus :curse: !" und verzieh die Miene etwas und es klappt. Einfach klasse!

    Was ich heute beim Gassi auch probiert habe - neben dem Einladen und Absitzen - Sie aus dem Sitz mit einer Kopfbewegung rauszuholen. Also einfach richtungsweisend den Kopf bewegen und weiter gehts. Funktioniert! :D

    13 Wochen und dann so oft allein :/ Nicht gerade die besten Vorraussetzungen... Bin ja dafür, dass man dem Welpen gleich zeigt, wie der Hase läuft. Also nicht wochenlang Zuhause sein und mit einem Rumms sind alle weg, aber irgendwie find ich das auch nicht toll.... Alleinsein ist für Welpen echt fies... Lebensgefahr. Habt ihr niemanden, der sie dann nehmen kann?

    Was macht ihr denn mit ihr, bevor ihr sie allein lasst? Powert ihr sie da aus? Ob nun körperlich oder geistig? Ein total unausgelasteter Hund baut einfach Mist - mal davon ab, dass sie noch sehr jung ist und sehr überdreht. Meine mittlerweile 10 Monate alte Hündin hat auch alles abgeräumt, wenn sie nicht ordentlich beschäftigt wurde, bevor ich weg war. Dabei ist meine zweite Hündin dabei, aber das reicht eben nicht! Seit ich zusehe, dass sie zumindest etwas zufriedener ist, bevor ich gehe, hat sie nie wieder etwas zerbissen.

    Und nicht SIE muss das lernen, IHR müsst ihr das beibringen. Ich hatte Glück. Meine Hunde konnten dieses "plötzlich allein für mehrere Stunden ab". Aber es gibt Hunde, die da riesige Probleme haben.

    Das mit der Leine, der Bürste und Geschirr ist normal... Ich habs so gemacht, dass ich Leckerlies in die eine Hand genommen habe und ihr vor die Nase gehalten habe, während ich ein paar mal mit der Bürste übers Fell gefahren bin. Und das immer mal wieder. Irgendwann wars okay. Mit der Leine würd ichs genauso machen. Spiel oder Futter und dann die Leine dran. Das Geschirr würd ich ihr auch schönspielen oder -füttern. Halt ihr das Geschirr hin, dass sie es beschnuppern kann. Halte durch das Schlupfloch ein Leckerlie, sodass sie ihre Nase selber durchstecken muss. Und immer so weiter, in kleinen Schritten.

    Es ist ein WELPE! Die müssen das lernen, aber vor allem müsst ihr an eurer Art arbeiten. Mehr Ruhe. Mehr Entspannung. Viel zu viel Trubel bei euch.