Naja gut, dein Exemplar ist da schon sehr extrem, das fänd ich auch sehr anstrengend! Aber wenn man da von Anfang an alles in die richtigen Bahnen lenkt, hat man da eigentlich keine Probleme. Gut, man nimmt sich dann natürlich keinen Hund, der aus einer strammen Arbeitslinie kommt, sondern aus der niedlichen Familienzucht. Ich hab, was diese Triebe angeht, keine Probleme. Bzw. schränkt es mich nicht ein. Das Wuffen, was Kida zeigt, wenn sie was meldet, krieg ich schnell wieder ruhig. Und wenn sie draußen in der Dämmerung anfängt "aufzupassen" ist das auch super händelbar. 
Oh aber ich glaube, ich hab meine zwei einmal zu oft bezüglich ihrer "Unkompliziertheit" gelobt... Wenn man so liest; Ja, mein Hund kann nicht allein bleiben, der nimmt alles auseinander. Ja, mein Hund will andere Hunde fressen. Ja, mein Hund hat große Panik vor Menschen/Hunden/Geräuschen. Ja, mein Hund geht jagen. Ja, meinen Hund kann ich nie von der Leine lassen blah blah... Da war ich immer so glücklich, dass meine da so toll sind!
Außer eben das Problem im Augenblick mit Shawnees Angst vor anderen Hunden. Ich merke, dass die garnicht so groß ist, wie befürchtet, nach dieser Attacke, aber man merkt; Da gibts was zu arbeiten.
Damit hab ich ja auch begonnen. Und eben war ich mit einem Freund dann nochmal mit ihr im Wald unterwegs. Heute einfach nur spazieren, ohne Futter-Erarbeiten. Wir waren schon dabei den Rückweg einzuschlagen, da hört Shawnee es irgendwo hinter uns Rascheln und flitzt hin. Ich blieb stehen und hab geschaut, wohin sie geht. Ich flipp da nie aus, weil ich a) weiß, das bringt nix und b) kommt sie eh wieder und da in dem Moment keinerlei wirkliche Gefahr von Autos etc. ausging... Und man hörte es im Dickicht rascheln, wusste immer in etwa, wo sie gerade war. Ich bin dann weiter, weil ich mir dachte, sie jagt ein Eichhörnchen und rennt jetzt immer wieder um den Baum herum. Dann hat man nichts gehört... bin stehengeblieben. Gesehen hat man auch nichts... Dann aber wieder doch und wir folgen dem Weg weiter, ich rufe zwischendurch ihren Namen, weil ich vermutete, dass sie einfach keinen Weg mehr aus den Büschen auf den Weg findet. Wir gehen weiter, da seh ich was Weißes im Gebüsch rennen, in die Richtung, in die wir gehen. Also gehen wir weiter. Dann war kurz wieder Ruhe... irgendwo flattert ein Fasan auf. Rascheln. Rascheln kommt näher... und näher... Freund meint: "Ach, da kommt sie ja... aber Moment...." und bevor ers aussprechen konnte, flitzte ein Reh über den Weg, an uns vorbei
Auf die andere Seite in die andere Richtung des Waldes... ich dacht, Shawnee flitzt gleich hinterher. ZUM GLÜCK aber nicht. Aber gehört und gesehen hab ich sie auch nicht. Da hab ich mir dann Sorgen gemacht. Was, wenn sie einfach in die andere Richtung, weg von uns rennt und die Fasane verfolgt? Iiiirgendwann weiter weg, hinter dem Feld am Wald kommt dann doch mal 'ne Straße.... Wir weiter, ich ruf sie. Irgendwann kreuzt sie dann endlich auf.... Und bleibt auf dem Weg vor uns stehen. Ich merke irgendwie, dass sie uns total verwirrt anschaut... Noch total im "Hetzmodus" und uns scheinbar nicht erkennt
Ich sprech sie freundlich an "Jaaa, da biste ja! Na komm heeer
!" und dann schien es 'klick' zu machen und sie kam. Hab sie natürlich angeleint. Naja... seit dem heißt sie erstmal "Scar" aus Disneys König der Löwen...weil sie ne Macke unterm Auge hat die blutet... Aber im Auge ist zum Glück nichts!
Naja... und auf dem Rückweg war sie sehr aufmerksam, wollt jedes Rascheln erkunden... Ich hoffe, dass sich daraus jetzt kein Jagdproblem entwickelt... 