Hallo,
wir haben vor ca. 3 Monaten einen Zwergdackel (Rauhhaar, 3 Jahre, Rüde) von einem älteren Ehepaar übernommen.
In den ersten 2-3 Wochen kam der Hund nur langsam zur Ruhe, mittlerweile haben wir den Eindruck, dass er bei uns angekommen ist, er legt sich nun auch mal ruhig hin.
Nun zu unseren Problemen:
Die Familienmitglieder werden bei jeder sich bietenden Gelegenheit freudig begrüßt, das Morgenritual sieht so aus, dass sich der Hund vor einem auf den Rücken wirft (und auf Streicheleinheiten wartet?).
In letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass er wedelnd auf einen zukommt und bei Zuwendung beginnt zu knurren, ausgenommen davon (vom Anknurren) ist nur unser 14-jähriger Sohn.
Beim Abtrockenversuch (nach einem besonders feuchten Spaziergang) wurde meine Frau angeknurrt und nach ihr geschnappt (die Konsequenz war ein Verweis auf seine Decke).
In zunehmendem Masse wird aus einer höheren Position (Treppe, 1. Stock, Schlafzimmertür 2.Stock)
bei Annäherung geknurrt. Unsere Reaktion - Verweis in sein Körbchen (steht Parterre im Wohnzimmer).
Das Verhalten im Freien ist durchwachsen, Hündinnen werden begrüßt, manche Rüden ebenfalls, beim überwiegenden Rest wird sich an der Leine gebärdet, als sei man 3m groß (Wir halten ihn dann kurz und gehen weiter).
Inlineskater, motorisierte Zweiräder (vornehmlich die lauteren) und Omnibusse werden sporadisch bellend angegangen (soweit dies bei kurz gehaltener Leine möglich ist).
Wenn ein Familienmitglied abends mal später nach Hause kommt, wird gebellt und gedroht.
Wir haben ihm (Ratschlägen in Internetforen und Freunden mit Hund folgend) seit ca. 2 Monaten sein Futter aus der Hand gegeben.
Wie man sieht, jede Menge Baustellen!
Wir sind gewillt, die Herausforderungen anzunehmen, wissen aber nicht wie.
Kann jemand Ratschläge erteilen (Gewalt- und Angsttherapien lehnen wir grundsätzlich ab)?
Viele Grüße