Das gilt aber andersrum genauso. Auch das Einschlagen auf einen vermeintlichen Täter kann verheerend und lebenzerstörend wirken. Man sollte einfach gar nicht auf irgendjemanden einschlagen und vermeintliche Wahrheiten als erwiesen betrachten. Man kann das Video betrachten und Möglichkeiten erörtern und dann muss man die Ermittlungsergebnisse und evtl. richterliche Entscheidungen abwarten. Es ist genauso unmöglich den vermeintlichen Täter medial zu verurteilen und an den Pranger zu stellen. Sowas stößt mir sauer auf.
Hier hat aber niemand "drauf eingeschlagen". Das hast Du dazu formuliert.
Es wurde lediglich festgestellt, dass der Mann das Opfer war (ich habe in einem Artikel gelesen, dass die Frau schon vor der Situation Probleme mit den Hunden hatte und er hat ihr seine Hilfe angeboten) und die Frau war mindestens überfordert, wenn nicht gar verantwortungslos und grob fahrlässig.
Jetzt beide Situationen gleich zu setzen hat einfach was von false balancing.
Sie hatte es in der Hand: Hunde vorher sichern (zumindest das Geschirr bei dem Hund, den sie "kontrolliert" saß schon Anfang des Videos nicht gut), nicht an den belebten Bahnsteig gehen, nicht einem Fremden die Leine in die Hand drücken.
Ja, mag sein, dass die Hunde sonst immer Schafe waren und sie nicht erwartet hat, dass der Hund so reagiert. Aber das ist das Halterrisiko. Fest steht aber auch, dass man in der Lage sein muss, seine Hunde zu sichern. Das ist kein "Einschlagen", sondern einfach eine Tatsache. Klar, es hätte gut gehen können und niemand hätte darüber gesprochen, aber es sind eben diese 2% Fälle, wo es schief geht, die im Kopf bleiben.
Zitat
The man, who apparently came to the woman’s aid as she struggled to control her dogs, was then attacked by one of the dogs.
The woman was heard shouting ‘give me the dog’ repeatedly while it continued to attack the man, who was trying to escape its bite.