Beiträge von Lysaya

    Es ist halt aber auf der anderen Seite auch Quatsch, dass TÄ prinzipiell Heilige sind und es da quasi ein Sakrileg ist, Rechnungen zu hinterfragen. Natürlich gibt es TÄ, die Kund*innen überteuerten Quatsch andrehen (Homöopathie etc, es wurde hier ja schon hinreichend genannt). Und gerade wenn man selber nicht gerade im Geld schwimmt, hinterfragt man selbstverständlich Rechnungen, die einem selber überraschend hoch vorkommen. Warum ist das hier so ein seltsames Tabu im Forum?

    Vielleicht weil der Tonfall in der Frage schon die Antwort mitliefert?

    So, wie die Frage hier gestellt wurde, klingt doch schon "dieser geldgeile Mistkerl" mit ...

    Das ist nicht neutral, um sich ein Bild zu verschaffen - finde ich.

    Ob jetzt "Untersuchung der Haut" die richtige Abrechnungsziffer ist ... weiß ich nicht.

    Aber es wurde eine generelle Untersuchung vorgenommen und das Bein abgetastet (wenn auch nur kurz) - was bei einem unverträglichen Hund eben schon ein Risiko ist und meiner Ansicht nach rechtfertigt, dass dafür etwas bezahlt wird. Und ein Biss, der beim TA vorgestellt wird, ist doch immer irgendwie ein Notfall, weswegen mich der 1,6-fache Satz da nicht wundert.

    Okay, für mich waren das zwei verschiedene Punkte.

    Dachte der Gedankenstrich sollte das trennen.

    Aber ja, ich finde, dass unser Tierarzt auch Geld verdienen darf. Denn damit ist die Versorgung meiner Tiere im Notfall gesichert. Und ich gönne ihm das Geld auch. Der hat dafür auch eine fundierte Ausbildung hinter sich und unseren Hunden und Meerschweinchen bisher immer umfassend geholfen (wäre das anders, hätte ich wohl auch jemand neuen gesucht).

    Und zu der Frage im Ausgangspost bleib ich halt bei der Meinung, dass es nicht zu teuer ist, wenn man die - hier genannten - Begebenheiten beachtet.

    - nicht jeder möchte für ne 0815 Untersuchung freudestrahlend den höchsten Satz zahlen, wenn er es woanders mit dem selben Ergebnis auch günstiger haben kann. Man kann doch zum impfen zu Arzt A gehen weil der einen Impftag hat wo es günstiger ist und mit anderen Sachen zu Arzt B. Ist das so verwerflich wenn man fürs z.B. impfen bitte nicht das 2 oder 3 Fache an Geld los werden will?
    Manchmal finde ich die Ansichten hier so hochnäsig vorgetragen (sicher sind die nicht alle so gemeint)

    Aber darum ging es doch gar nicht?

    Es ging um eine Untersuchung, die zum 1,6-fachen Satz berechnet wurde.

    Da es sich um einen Biss handelte, war es mit Sicherheit auch kein Termin, sondern irgendwo in der Sprechstunde dazwischen geschoben, was generell schon mal einen Unterschied bei den Preisen macht.

    Niemand hat ja gesagt, dass man zu dem TA rennen soll, der den 3-fachen Satz für eine Impfung berechnet.

    Aber wenn ich mit einem unkooperativen Hund in den Notdienst (?) muss und mich dann über die "frechen Kosten" aufrege, dann darf man doch schon mal anmerken, dass die Erwartungshaltung da einfach echt schräg ist. Immerhin hat da ein TA u.U. seine reguläre Sprechstunde unterbrochen und eben auch Aufwand mit gehabt. Vor allem, wenn das Opfer eben nicht easy zu handhaben ist.

    Letztes Jahr am 30. Dezember hatte Bodo seine schwere Milztumor-OP.

    Statt auskurieren war hier Dauerangst. Silvester selbst gab es Sileo, das hat gut geholfen (und sogar die Uelzner hat das als notwendiges Medikament nach OP bezahlt!), aber Bodo hat 49 Stunden keinen Fuß nach draußen gesetzt und in der Zeit auch nicht gepieselt. Ich war knapp davor, am 1. mit ihm in die Klinik zu fahren zum katheterisieren.

    Aber früh um 4 Uhr war dann Ruhe - haben wohl alle den Rausch ausgepennt - da konnte er endlich. Ich glaube, er wäre sonst geplatzt.

    Bei Lucy kamen wir letztes Jahr auch mit Eierlikör nicht mehr aus ... dieses Jahr hab ich Sileo für beide.

    Wenn es denn wirklich nur "der eine Tag" wäre. Aber nö. Die Menschen kennen kein Maß ...

    Und wenn ich noch einmal von irgendeinem Deppen lese „aber Silvester ist nur einen Tag, das kann man ja wohl aushalten“ flippe ich evtl aus.

    Fühl ich ...

    Letztes Mal haben die Vollidioten bis Februar hinein täglich geknallt.

    Und im Sommer hat irgendein Nachbarssprössling anscheinend die Knallfrösche gefunden. Jeden Mittag um Punkt 15.30 Uhr, wenn ich von der Arbeit kam, wurde hier geknallt. Zwar nur ein Knallfrosch, aber genug, dass Gassi nicht mehr möglich war für den Tag.

    Ordnungsamt ist der Ansicht, dass man da nichts machen kann, wenn ich nicht weiß, wer das ist, weil das ja schon vorbei ist, bis einer von denen bei uns ist ... aber man hätte es aufgenommen.

    Die hätten ja auch einfach mal um 15.30 Uhr schon hier sein können. Das ging wirklich 5 Wochen jeden Tag so ...

    Ich hätte da auch mal eine Frage: Hat hier jemand den ultimativen Tipp für einen maschinenwaschbaren Sofaüberwurf, der möglichst auch keinen Dreck durchlässt? Schönheit ist verhandelbar, ich will nur irgendwas was ich einfach im Fall der Fälle unkompliziert in die Waschmaschine stecken kann. Ich hatte mir heute einen Nasssauger ausgeborgt und eine Sofaputzaktion durchführen müssen, und um ehrlich zu sein, war das jetzt echt keine Erfahrung, die ich öfters wiederholen möchte.

    Ich fahr 2-stufig. Drunter geht bei mir z.B. ein 140er Spannbettlaken (ich find keine dichtgewebten Leinentücher ohne Spanngummi, die halbwegs bezahlbar sind, daher diese als meine 2. Wahl) und über den anderen Schenkel vom Ecksofa liegt ein zweckentfremdeter Bettdeckenbezug (ich glaub so 1,80x 2,20 oder so), den ich aus Spanien mitgebracht hab. Das ist ein offener Bezug, kein Reißverschluss oder Knöpfe. Und als zweite Lage, also obendrauf, dünne Wolldecken. Aus einem Stück wäre mir lieber, aber dazu müsste ich mich ja mal für etwas entscheiden.

    Wir haben hier auch mehrere Lagen Stoff auf dem Sofa. Die genannte Decke von Ikea ist untauglich für uns. Die lässt Sand und Staub durch.

    Bei zwei oder drei Lagen Decken kommt aber trotzdem immer noch etwas auf dem Sofa an - meist sehr fein gesiebt :ugly:

    Aber das kann man zumindest einfach absaugen.

    Ich kaufe immer einen großen Stapel günstiger Decken, wenn bei den Discountern was im Angebot ist. Die wasche ich bei 60°C und wenn sie hinüber sind, ist hoffentlich wieder was Neues im Angebot.

    Ansonsten gab es bei Ikea auch immer so 6 Euro Kuscheldecken, aber die finde ich seit geraumer Zeit nicht mehr. Aktuell ist wohl Fransenlook in, aber das ist blöd für die langen Hundehaare und ich hab Angst, dass einer drin hängen bleibt mit den Krallen.

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    So ähnlich waren unsere, allerdings nur halb so teuer. Die kann man jedenfalls auch auf 60°C waschen - auch, wenn was anderes drauf steht - und es bleiben nicht ganz so viele Haare dran hängen.

    Ich versteh die Debatte nicht, warum ein Tierarzt auch Geld verdienen möchte?

    Wenn ich mit meinem Luxus-SUV in die Werkstatt fahre, erwarte ich auch nicht, dass da ein Mechaniker einfach spontan einen kostenlosen Ölwechsel macht, weil er ja nur eine Schraube öffnet und das Zeug von allein abfließt - er also kaum Zeit dafür braucht.

    Was ist das für eine Einstellung, dass Tierärzte (und TMFA) immer und jederzeit aufopferungsvoll und lediglich für ein "Danke" (manchmal nicht mal das!) Überstunden machen, mitleiden und um Leben kämpfen?

    Wir Halter haben uns für unsere Tiere entschieden. Dass Tierärzte nicht aus lauter Tierliebe umsonst arbeiten, wussten wir doch alle vorher?

    Nach Aussagen von Veterinären gegenüber der ZEIT macht der Arzneiverkauf zwischen 50 und 80 Prozent der Einnahmen einer Praxis aus. Weil Tierärzte im Geflügel- und Schweinebereich ihre Behandlungsarbeit oft gar nicht erst abrechnen, sondern diese durch Einnahmen aus der Medikamentenabgabe querfinanzieren, stammen manchmal fast ihre gesamten Einnahmen aus dem Arzneiverkauf. Antibiotika würden davon etwa die Hälfte ausmachen, schätzt Jorgen Schlundt, der Direktor des Dänischen Ernährungsinstituts.

    Wow ... also irgendwas zwischen der Hälfte und einem Drittel. Also "fast" ... und es wird "geschätzt", weil "oft" oder "manchmal".

    Tierärzte kaufen Medikamente im Großhandel ein und geben sie dann an den Verbraucher weiter. Natürlich gibt es da eine Gewinnspanne. Das findet auch in der Humanmedizin statt.

    Schließlich hat ein Tierarzt, der eine Apotheke führt, dadurch auch wieder Kosten (Lagerung, Vorratshaltung, Dokumentation, Personalkosten, etc.)

    Bei dieser "Wertschätzung" von Menschen, die oft genug ihre eigene Gesundheit und Freizeit für unsere Vierbeiner opfern, möchte ich brechen ...

    Meine Tochter macht gerade die Ausbildung zur TMFA und überlegt wegen genau solcher Tierhalter danach noch was anderes zu lernen, wo man nicht wie Dreck behandelt wird.