Also manche Schilderungen, was für Kosten auf die gegnerische HH ohne Haftplficht zukommen, erinnern mich schon ein bisschen an: "wenn Dein Chihuahua sich vor einem Kleinkind erschreckt, auf die Straße läuft, ein Radfahrer stürzt dabei und der dahinter fahrende Schulbus mit den 40 Kindern kann so gerade noch bremsen und ausweichen, fährt dabei aber in eine vorbeilaufende Seniorengruppe ... ja, DANN zahl mal die ganzen Personen- und Sachschäden."
Klar, ist es dämlich einen (mutmaßlich) problematischen Hund ohne Haftpflichtversicherung zu halten. Aber wie so oft entscheidet man sowas halt auch nach eigener Gefahreneinschätzung. Ich hab z.B. auch nicht gedacht, dass es clever wäre, Mietschäden mitzuversichern - wir wohnen ja im Eigentum. An die gemietete Ferienwohnung hab ich erst gedacht, als die Stehlampe umfiel.
Gut, das Lehrgeld war kleiner und beim nächsten Vertrag waren auch Mietschäden mit drin.
Ich denke auch, dass die Krankenkasse sich schon darum kümmern wird, wer die Kosten für die Behandlung und ggf. Krankengeld tragen wird. Beratung durch einen Anwalt ist ja trotzdem nicht verkehrt, der kann ggf. auch aufzeigen, welche Wege man gehen muss, um evtl. Verdienstausfall einzufordern.
Hier den finanziellen Ruin der anderen Halterin herauf zu beschwören, finde ich dennoch verfrüht. Letztlich hat sie vielleicht keine Haftpflicht für den Hund, aber eine gute Rechtschutzversicherung ... wer weiß?
