Beiträge von Lysaya

    "Höflichkeit" müssen Welpen erst lernen.
    Dass ein "aktiver" und spielfreudiger Berner oder Rottweiler was anderes ist, als ein "ungestümer" oder "aktiver" Klein(st)hund, ist doch logisch und hab ich nie in Frage gestellt.
    Mir ging es darum, dass man von einem Welpen einer großen Rasse nicht automatisch erwarten kann, dass der ruhig, desinteressiert und teilnahmslos auf den Kleinen reagiert.

    Nichts anderes hab ich doch gesagt? :ka:

    Kein Welpe kann das "einfach so".
    Und da kann es bei extremen Gewichtsunterschieden halt Probleme geben.

    Wenn Deine das schon beim Züchter gelernt haben - super :)
    Meine beiden bisherigen Welpen hatten es nicht. Und wenn ich mich im Forum so umsehe, dann scheinen die Welpen, die von Haus aus höflich sind, eher die Ausnahme als die Regel. Daher würde ich davon ausgehen, eher die fröhlichen freu-mich-Welpen in Welpenstunden anzutreffen, die die Hundesprache erst noch lernen müssen.

    Ungestüm ist vielleicht übertrieben.
    Aber ein gesunder Welpe ist nun mal aktiv. Meiner Meinung nach.
    "Höflichkeit" müssen Welpen erst lernen.
    Dass ein "aktiver" und spielfreudiger Berner oder Rottweiler was anderes ist, als ein "ungestümer" oder "aktiver" Klein(st)hund, ist doch logisch und hab ich nie in Frage gestellt.
    Mir ging es darum, dass man von einem Welpen einer großen Rasse nicht automatisch erwarten kann, dass der ruhig, desinteressiert und teilnahmslos auf den Kleinen reagiert.
    Denn ein kleiner Hund würde das auch nicht tun.
    Beim Großen muss man halt mehr gucken.
    Im Übrigen bezog sich das auf die Aussage mit dem Alter. Ein 10 Wochen alter Berner will genauso die Welt erkunden wie ein 10 Wochen alter Spitz.

    @Lysaya Genau das finde ich ja auch so schwierig zu entscheiden.

    Natürlich will ich keine von der Sorte "Überpanisch" sein die du so passend beschrieben hast.
    Aber ist es für einen großen, kräftigen Welpen nicht besser wenn er erst einmal bei einem erwachsenen Hund lernt sich zu bremsen? Danach mit gleichkräftigen Welpen im Spiel gemaßregelt wird und dann erst, wenn er da schon seine ersten Erfahrungen gemacht hat, einen kleinen Welpen nicht gleich umbomben würde. Wenn der Welpen schon mit acht Wochen in sein endgültiges Zuhause kommt, beim Züchter vielleicht auch schon ein oder zwei Mal einen anderen Hund außer die Mutterhündin und die Geschwister kennen gelernt hat, dann mit den neuen Besitzern 4-5 Erfahrungen sammelt und dann mit 11-12 Wochen zum ersten Mal mit einem kleineren Hund spielen darf, ist das wirklich zu spät? Wie gesagt, ich bin da auch unsicher wie man Hunde gut sozialisiert

    Wie gesagt. Meiner ist in der Gruppe "Gleichstarker" massivst gemobbt worden. Er lag zusammengeknäuelt unter der A-Wand und hat keinen Fuß mehr raus setzen wollen.
    Das hab ich mir 5 Minuten angeguckt und dann abgebrochen.

    In der Gruppe mit den kleineren Hunden - körperlich kleiner, aber etwas älter - ging es sehr viel gesitteter zu. Ich habe natürlich drauf geachtet, dass es nicht zu wüst wird und es war auch - bis auf die eine Frau - gar kein Problem.
    Wir hatten aber auch 2 Trainer in der Gruppe, die wirklich toll drauf eingegangen sind und es waren viele Sequenzen mit Übungen. Nicht nur "wir lassen die mal alle laufen".
    Das "Maßregeln unter Gleichaltrigen" halte ich übrigens für den größten Mythos und Fehler überhaupt.
    Du würdest ja auch keine Gruppe Kindergartenkinder sich selbst "maßregeln" lassen. Das sind da alles Welpen, die das Sozialverhalten alle noch lernen müssen. Wer soll da mit maßregeln anfangen? Das können nur souveräne Althunde.

    Ich finde es schon gut das Hunde verschiedener Rassen in einer Welpengruppe sind. Wenn die Hunde aber in etwa alle gleich alt sind ist das Verhältnis einfach ausgeglichener. Vom Alter und Temperament her. Der Berner ist halt sehr temperamentvoll gewesen und hat meinen ständig fast und ab und zu auch mal wirklich über den Haufen gerannt. Ein Berner der ungefähr in Bandits Alter ist ( 9,10,11 Wochen alt) ist halt auch größer als unser Welpe, hat seinen Charakter aber schmeißt meinen vielleicht nicht so einfach über den Haufen.
    Ich würde eine Gruppe jetzt nicht teilen in Chihuahua/Havaneser ec., dann die nächst Größeren Rassen usw. Aber wenn das Alter passt wäre alles gut. Denke ich.

    Das hat mit dem Alter nichts zu tun.
    Unser erster Berner wog mit 12 Wochen 16kg.
    Und Welpen sind ungestüm. Egal welche Rasse - außer sie sind krank.
    Natürlich sind da Unterschiede im Temperament, aber das muss und kann man lenken. Ich garantiere Dir, dass auch ein Berner mit 11 Wochen Deinen über den Haufen gerannt hätte. Halt Dich nicht am Alter fest.
    Ein 10 Wochen alter Chi und ein 10 Wochen alter Rotti sind zwar gleich alt, aber alles andere als ebenbürtig.

    Das hat mit dem Alter wirklich nichts zu tun. Wir haben neulich beim Tierarzt einen Welpen gesehen, der hatte ungefähr Meerschweinchengröße (dafür hab ich ihn leider zuerst auch gehalten |) ). Da wäre mein Welpe in jedem Alter drüber gestolpert, wenn ich nicht aufgepasst hätte.

    ich persönlich würde bei meinem Welpen wohl wollen dass ein Hund der viel größer ist eher vorsichtig spielt bis desinteressiert ist und den Zwerg mit knurren und abschnappen maßregelt

    Ernst gemeinte Frage: Und wie lernen Hunde das, wenn man sie von klein auf an nicht zusammen lässt?

    Ich gehe nun mal von einem normalen Welpen aus. Der will keinen Artgenossen "fressen". Klar, es gibt unterschiedliche Arten zu spielen und Gewicht/Größe spielt eine Rolle. Darauf kann und muss man achten.
    Aber wenn ein kleiner Hund nur lernt: "Oh mein Gott, mein Frauchen stirbt vor Angst, wenn da ein größerer Hund kommt!! Ich muss da mitmachen!!" (Das sind dann die, die mir jedes Mal keifend im Fell des Berners hängen, wenn sie uns von Weitem nur sehen ... unangeleint und unabrufbar natürlich) Dann kann daraus auch kaum ein gut sozialisierter erwachsener Hund werden. Und Welpen großer Rassen lernen eben am besten mit so kleinen umzugehen, wenn sie selbst noch "klein" sind. Ich würde keinen 40kg Hund das erste Mal an einen 5kg Welpen heran führen oO Dann doch lieber, wenn der Unterschied "nur" 10 kg beträgt und noch keine echte Aggression im Spiel ist.

    In 45 min. passiert soviel... Dass da ausschließlich positive Erfahrungen (auf Seiten der Welpen) gemacht wurden, kann ich mir nicht vorstellen. Sonst wäre dieser Thread ja auch gar nicht nötig gewesen. D.h. die TE zweifelt schon und dann würde ich es persönlich lieber lassen als da nochmal hinzugehen.

    Dann frage ich mich allerdings, warum man sich das 45 Minuten anguckt. Voller "Angst" sieht, dass der eigene Hund im Maul des größeren Hundes verschwindet und dann nach Hause fährt, um in einem Forum zu fragen, ob das okay ist ...

    Wenn mein Bauchgefühl mir sagt: Das passt nicht! Dann nehme ich meinen Welpen direkt aus der Situation und lasse das nicht fast eine Stunde weiter laufen.
    Ich habe mit unserem ersten Hund damals auch den Platz verlassen, als es hieß, ich sollte mit dem 50kg Berner den Agility-Parcours laufen und "da wird von einmal schon nix passieren mit den Gelenken."
    Da warte ich doch nicht ab?

    Wir waren mit unserem auch in einer Welpengruppe. Und Bodo (auch Berner) wurde sogar extra zu den "Kleinhunden" getan, weil er selbst ein unsicherer Welpe war und in "seiner Gewichtsklasse" nur drauf bekommen hat.
    Ich hatte auch Bedenken, dass er einen kleinen Pinscher total untermangeln könnte, aber dieser Pinscher (gut, vielleicht war er auch größenwahnsinnig) hat immer wieder zum Spiel gefordert. Zwischendurch wurde abgebrochen und ich hab der Besitzerin von dem Kleinen hinterher ein Handtuch geliehen, damit sie den ganzen Sabber abwischen konnte.
    Irgendwie klingt das hier in den letzten Threads immer so, als wären Berner reißende Bestien o.O
    Klar, bei dem Größenunterschied muss man aufpassen, aber das scheint ja hier gepasst zu haben.
    Ich halte gar nichts davon, dass Welpen nur "ihre Größe" kennen lernen. Denn daraus entstehen dann die nächsten Probleme.
    In der Gruppe, wo wir damals waren, war auch eine Frau mit ihrem Chihuahua, die jedesmal nach meinem Hund getreten (!) hat, wenn er näher - und da reichten 2 Meter - kam. Bis ich ausgeflippt bin und der Trainer ihr dann die Meinung gegeigt und sie des Platzes verwiesen hatte. Ich hab dann mein 20kg Baby auf den Arm genommen und beschützt. Wie soll so ein Wutz denn lernen, dass ihn nicht alle großen Hunde fressen wollen, wenn Frauchen schon durchknallt, sobald sie etwas über kniehöhe sieht?

    Ich schließe mich Lorbas an. So katastrophal finde ich die Gruppe nicht. Ich würde ansprechen, ob man mehr Ruhepausen einbauen könnte und fragen, wie so eine Runde normalerweise läuft ... das scheint ja eine Ausnahme gewesen zu sein.

    Zudem haben waren die meisten Familien nicht sehr glücklich mit der Entscheidung für einen Berner. Die Junghunde waren viel temperamentvoller und hatten viel mehr Energie, als man wollte. Sie brauchten Erziehung und wollten beschäftigt werden, brauchten Platz und Zeit.

    Ähm ... sorry ... aber was ist daran denn "bernerspezifisch"?
    Das gilt meines Erachtens nach für jeden Hund. Kleine Hunde finde ich noch viel temperamentvoller.

    Ich bin froh, dass unsere Berner munter und aktiv sind / waren. Unterschätzt habe ich den Jagdtrieb (den sie ja "theoretisch" nicht haben).
    Und Erziehung und Beschäftigung braucht jeder Hund. Nach unserem Morgenspaziergang schläft Bodo erstmal bis zum Mittag. Dafür braucht er jetzt auch nicht besonders viel Platz. Klar, er sollte sich schon drehen können, ohne jedes mal was vom Tisch zu fegen.
    Aber im Haus ist Ruhe angesagt, da braucht es keine Villa - auch nicht für einen großen Hund (egal welcher Rasse).

    Edit: Mein CC hat mich auch einmal der Länge nach waagerecht in die Luft gelegt mit anschließenden vollflächigen Aufprall. Gott, tat das weh! Geschah, als er an der 8m Flexi zu seinem ca. 6m entfernten Spielkumpel durchstartete, sich die Flexi verkantete und es ein ruckartigen Stopp gab. Ich Depp flog also lieber, als die Leine los zu lassen Ich behaupte jetzt aber mal, dass das gleiche bei einem 30kg Hund in der Situation passiert wäre.

    Bei mir damals waren es 10m Schleppleine, Hund war vor mir (am Ende der 10m), ich hab ihn ran gerufen, er kam auf mich zu, sah hinter mir die Katze und ist gleich durch gestartet. Also etwa 50kg mit 20 Meter Anlauf.
    Der Nachbarsjunge war von meinen Flugkünsten sehr beeindruckt - ich bin quasi direkt an ihrem Küchenfenster vorbei geflogen, wo sie gerade gefrühstückt hatten.

    Mein Papa hat die Kräftewirkung damals ausgerechnet (der is son Freak XD ) : ich hätte genauso gut versuchen können einen LkW aufzuhalten.

    Aber ich behaupte, sowas passiert Dir mit jedem Hund über 20kg.
    Und ich kann mich an keine einzige Situation erinnern, wo unsere Berner (der erste und der momentane) jemals ein Kind umgerannt hätten. Im Gegenteil. Sobald Kinder in der Nähe sind, können die auf einmal sehr langsam laufen. Wir hatten und haben wirklich viele Kinder hier, alle Größen und Alter. Und es ist nie einer umgerannt worden - außer in der Welpenzeit, wo sie noch lernen mussten - aber da wiegen die ja auch nicht mehr als ein "kleiner Hund".

    Mein Papa hat sich mal die Schulter gebrochen als unser Berner Jungspund einer Katze hinterher sprang :dead:

    Gebrochen nicht ... aber Schulter ausgerenkt, Brustbein geprellt, Hände aufgeschürft, Kiefer ausgerenkt, Knie aufgeschlagen, Platzwunde am Kinn, Fuß verstaucht ...
    Kiefer war knapp an einer OP vorbei. Sobald ich wieder gehen und sprechen konnte, gab es hier Intensiv-Kurs. Mit Bodo hab ich es gar nicht erst drauf ankommen lassen.