Beiträge von Lysaya

    Und dennoch, hoffentlich. Glaubt einem auch keiner das sowas wie Wurst, Käse und Co kein Garant sind dafür das der Hund frisst. *seufz*

    Ich glaub das.

    Ich hab hier manchen Morgen Picknick in der Küche gemacht. Vor mir den Hundenapf, Joghurtbecher, meine Tasse mit Kaffee. Brot mit Honig, Brot mit Käse, Brot mit Wurst. Drei Sorten Trockenfutter, rohes Fleisch. Käsewürfel, Mozarella, Leckerchen.

    Immer abwechselnd angeboten, damit überhaupt irgendwas in den Hund kam. Manchmal war er so gnädig und hat wenigstens Käsewürfel mit Honig genommen. Und trotzdem saß er mit gluckerndem Bauch und traurigen Augen vor mir, als hätte ich ihm Rattengift serviert :(

    Er hat die Bauchschmerzen mit dem Fressen verknüpft, was ja auch stimmt. Da ich aber dachte er mäkelt und da auf dem Trip war "Kein gesunder Hund verhungert vorm Fressnapf!" hab ich also das Futter hingestellt und wieder weggenommen wenn ers nicht angerührt hat.
    Das wiederum hat ihn total gestresst und er hat noch weniger gefressen, das war ein sehr unschöner Teufelskreis! Das ging soweit das er nur 80gramm pro Tag gefressen hatte, obwohl er 200 gramm bräuchte! Dazu natürlich weiter Bauchweh und Nüchternkotzen auch noch...
    Selbst heute, Jahre später, kann er nicht wie ein normaler Hund einfach zum Napf gehen und fressen. Und wehe ich stelle den Napf woanders hind oder änder das Ritual, dann ist er sofort wieder so im Streß das er garnichts frißt.

    Futter mit mehr als 50% Fleischanteil wird auf Dauer problematisch. Kausachen hingegen gehen in rauhen Massen. Es ist nicht das Protein, sondern wohl was anderes im Fleisch. Ich weiß es nicht.

    Ich bin jedes Mal, wenn Du das beschreibst, fasziniert, wie ähnlich sich unsere Jungs sind o.O

    Das ist hier absolut genauso gewesen. Und auch wir kämpfen da heute noch mit.

    Ich habe das Barfen geliebt. Es hat mir riesig Spaß gemacht, das Futter anzumischen und so. Aber für meinen Hund war es die Hölle.
    So sehr, dass ich irgendwann jeden Morgen Haferschleim kochen musste, damit er überhaupt irgendwas frisst.
    Es müssen immer die gleichen Näpfe sein. Niemals andere. Es muss wirklich ruhig sein, sonst hört er sofort auf zu fressen und geht auch nicht mehr dran.
    Einmal ist mir ein Messer runter gefallen, das hat er gleich mit dem damaligen Futter verknüpft - keine Chance, das bringt er nicht mehr runter.

    Ich war auch auf dem Trip: "der verhungert schon nicht" Pustekuchen .... Mir war vorher gar nicht klar, dass ein Berner in 4 Wochen 6 kg abnehmen kann. Und mit 35kg sah er dann auch echt nicht mehr gesund aus. Abgesehen davon, dass Magenprobleme und so nochmal schlimmer wurden.

    Hier, wir ...

    Wir hatten hier jeden - wirklich jeden - Morgen übelste Kotzerei. Magengeräusche, dass man sie bis ins Schlafzimmer hören konnnte.
    Wir waren beim Tierarzt und da war absolut nichts festzustellen (Ultraschall, Kotprobe, Röntgen).
    Es hieß dann irgendwann zu viel Magensäure vom hohen Fleischanteil im Futter (da hatten wir noch gebarft). Aber auch mit verschiedenem Trockenfutter kommt er einfach nicht zurecht.
    Am besten war es, wenn er morgens direkt Haferschleimsüppchen mit Möhren bekommen hat, dann war der Tag gut.

    Wenn er morgens schon erbrochen hatte, ist er auch kaum mehr zu Fressen gegangen. Und ich hab wirklich alles gegeben, was ich im Kühlschrank hatte, damit er irgendwas frisst.

    Also probieren kannst Du:
    - letzte Mahlzeit etwas später geben, damit der Magen über Nacht nicht so lange leer ist
    - Snack vor dem Schlafengehen
    - Ulmenrinde soll gut sein, hab ich gehört
    - evtl. Futterwechsel

    Gar nicht geholfen haben bei uns Magensäureblocker. Das würde ich auch - mit heutigem Wissen - nicht mehr so bedenkenlos geben. Das hatte hier übelste Nebenwirkungen.

    Jetzt füttere ich morgens Trockenfutter und abends gibt es Flocken. Damit kommt er sehr gut zurecht und die Kotzerei ist endlich Geschichte.

    Wegen dem naturavetal: ist schon schade, vielleicht probier ich das in ein paar Monaten dann nichmal, da ich das Futter an sich super fand


    Erinnerst Du Dich vielleicht noch an Situationen früher?
    Meine Eltern fanden auch immer, dass Leber "super" für ein Kind im Wachstum ist. Ich hab es aber einfach weder gemocht, noch vertragen.
    Trotzdem wurde immer wieder versucht, mir das unterzujubeln - püriert in Soße, als Gullasch, im Gehacktes ... Weil das ja so vitaminreich ist.
    Irgendwann haben sie aufgegeben, weil ich aus lauter Misstrauen einfach gar nicht mehr essen wollte, wenn es nicht erkennbar Brot mit Nutella war

    Da konnte meine Mutter das noch so super finden. Auch heute mache ich einen riiiiesigen Bogen um Leber. Und - ich gestehe - meine Kinder haben in ihrem Leben noch keine Leber essen müssen. (Hätten sie gekonnt,meine Mutter hätte sicher gern welche für sie gemacht, die findet dasZeug nämlich immer noch super )

    Bei unserem ersten Hund haben wir auf den Tierarzt gehört und es mit Hills "Large breed" versucht. Der hat das ums Verrecken nicht gefressen. Dann hatten wir eine Weile Happy Dog für große Welpen. Hat er auch nicht vertragen. Da war dann tatsächlich Rohfütterung der "Aha!"-Moment und von da an ging es dem Hund gut.

    Jetzt bei Bodo wollte ich alles "sofort richtig" machen. Habe mir Futterpläne erstellen lassen, eine Löffelwaage für die grammgenaue Menge an Zusätzen gekauft. Der Hund wurde im Welpenalter jeden Tag und danach wöchentlich auf der eigens angeschafften Hundewaage gewogen. Jeder Kothaufen wurde analysiert und protokolliert. Ich konnte dem Tierarzt eine genaue Liste mit Beschaffenheit, Farbe und Geruch liefern, als die ersten Probleme anfingen |)

    Da dämmerte mir schon, dass das nicht normal sein kann.
    Unser Hund hat uns mehr als deutlich gezeigt, dass nicht unbedingt das gut und gesund ist, was wir als solches empfinden.
    Ich weiß noch, wie ich hier reihum Leute angeschrieben und nach Trockenfutter gefragt habe - wirklich vielen Dank an die ganzen Tipp-Geber!
    Letztlich ist eine Mischung aus schnödem Premiere Trockenfutter und den Flocken "unsere" Ernährung geworden.
    Es geht ihm endlich gut.

    Für mich als ehemals "Hardcore-Barferin" war das furchtbar, dass da auf einmal ein paar undefinierbare Brocken im Napf lagen. Nicht zu wissen, ob das Kopffleisch oder Innereien sind, wieviele Zusätze in so einem Brocken drin sind.
    Ich habe noch zwei mal versucht wieder zur Rohfütterung zurück zu kommen, auch weil es mir von einigen eingeredet wurde, dass das sehr viel gesünder ist "gerade für unsere Berner". Aber ehrlich? Ich habe lieber jetzt einen munteren und gesunden Hund, als einen, der u.U. 1 Jahr länger lebt, dafür aber jeden Tag die Bude vollko...
    Mal abgesehen davon, dass das sicher auch auf Dauer ungesund ist.

    Und ich glaube - wie Hummel - dass kein gängiges Trockenfutter eine Totalkatastrophe ist. Würden reihenweise Hunde tot umfallen nach Frolic (und das wird einem ja immer wieder suggeriert), dann würde es das längst nicht mehr auf dem Markt geben.

    Bei unserem ersten Berner haben wir die Untersuchungen nicht machen lassen, weil wir als Neulinge auf dem Gebiet, nicht mit der Fragestellung konfrontiert werden wollten, was passieren soll, wenn da "was Schlimmes" raus kommt. Also getreu dem Motto: Was ich nicht weiß ...

    Jetzt bei Bodo hatten wir engen Kontakt zu der Züchterin und schon um ihr für ihre Zucht zu helfen, haben wir den Knopf röntgen lassen. HD / ED / OCD. Ausgewertet wurde durch Fr. Dr. Viefhues. Auch Bodos Geschwister wurden alle untersucht und ausgewertet.

    Ich les hier auch schon eine Weile still mit und drücke die Daumen.

    Die Dackeldame meiner Oma war 16, als sie auf einmal alles Fressen doof fand. Meine Oma hat dann die Methode gefunden: Sie haben sich zum Frühstück immer ein Stück Sahnekuchen geteilt |)
    Außerdem gab es Orangensaft statt Wasser und zwischendurch - wenn die Dame wollte - Wurst und Käse.

    Auf diese Weise hatte sie dann noch ein paar schöne (Schlemmer-)Monate. Gesund war das sicher nicht, aber laut Tierarzt hat es ihr auch nicht mehr geschadet, als es der blöde Krebs getan hat. Als dann das erste Mal der Kuchen stehen blieb, war es Zeit, sie gehen zu lassen.

    Manchmal muss man eben alle Bedenken über den Haufen werfen und ungewöhnliche Wege gehen.
    Ich finde es super, wie Du das machst!

    War das nicht so, dass es unzulässig ist, mit "Kastrationsauflage" zu vermitteln? Also von privat hab ich das jetzt im "Rechtliches"-Forenteil schon mal gelesen. Gilt das nicht für Tierheime dann auch?
    (Vorausgesetzt es liegt gesundheitlich nichts vor.)

    Ich finde es nur unheimlich wie schnell sie den Napf leer zieht (mit ein paar getestet). Die Brocken sind schon groß.

    Kann man die nicht irgendwie "klein klopfen"? Also in eine Tüte und mit einem Nudelholz etwas drauf hauen?
    Bestenfalls hast Du dann ja kleinere Bröckchen. Würd ich vielleicht mit ein paar Stückchen mal ausprobieren - oder ob die dann zu Mehl werden.

    @JennyHund Darum versucht man das ja bei Hunden ab 20 kg eher zu verhindern, als bei 2-kg Hunden ;)
    Und ich sehe wesentlich mehr Leute, die ihre 2 kg tobend in der Leine haben, als Leute, die waagerecht hinter 30 kg herfliegen (Ausnahmen beiderseits natürlich möglich).

    Aber die Größe ist ja nun mal halt auch wirklich Geschmackssache.
    Es gibt auch Leute, die - mir unverständlich - mit einem VW-Bus fahren. Da denk ich mir auch jedes Mal: "Boah. Hätt auch kleiner sein können, dann würde der auch gescheit in eine Parklücke passen." Aber jedem das Seine - solang er vernünftig damit umgehen kann ... egal ob große Autos oder große Hunde ;)