Beiträge von Lysaya

    Als letztes Jahr unser Hund Würmer hatte (trotz Entwurmung ... muss er danach wieder aufgenommen haben), hat meine Tochter sich angesteckt.

    Sie hatte schreckliche Magenkrämpfe, Blähungen und war total schlapp.

    Wir haben den Befall recht schnell bemerkt und behandelt, jetzt mag ich mir nicht vorstellen, wie das ist, wenn man das "einfach so lässt".

    Natürlich macht so ein Parasitenbefall Beschwerden.

    Und wenn als "verlässliche Quelle" dann Seiten wie "Impfgegner.de", Facebookposts von Privatleuten oder irgendwelche Homöopathen zitiert werden, dann erschließt sich mir nicht, warum ein (medizinisches) Institut, das in Feldstudien die Toxizität und Wirksamkeit prüft, als "unseriös" gilt.

    Beispiel Avermectine.

    Diese sind in Deutschland für Hunde überhaupt nicht zugelassen.

    Das sind Präparate für Pferde,Kühe, Schweine, Schaf und Ziege.

    Damit werden keine Hunde entwurmt!

    echt nicht?

    "Selamectin ist wie alle Avermectine ein Breitspektrumantiparasitikum mit sowohl vermizider als auch ektoparasitizider Wirkung."

    Das Präparat für Hunde soll Stronghold sein, ich dachte, ich hätte das hier auch schon gelesen?

    https://www.vetpharm.uzh.ch/v_takwir/00022011/9175_99.htm

    Oder gilt das tatsächlich nur für die Schweiz? Denn die Studie bzgl. der Toxizität wurde ja auch an Welpen und Kitten durchgeführt?

    Schwer zu sagen, welche Quelle neutral ist. Aber ich denke mal, zumindest über die Wirkungsweise der gängigen Präparate dürfte Einigkeit bestehen. Die Schlussfolgerungen dazu, die in dem von mir verlinkten Artikel zu lesen sind, finde ich überzeugend und die Einstufung des Wirkstoffes als "harmlos" demzufolge wenig überzeugend.

    "Bei Konzentrationen oberhalb der chemotherapeutisch relevanten findet zusätzlich eine Bindung an GABA (Gammaaminobuttersäure)-abhängige Rezeptoren statt."

    Das bedeutet aber doch, dass erst einmal eine Überdosierung stattfinden muss. Und dazu gibt es Studien, welche Wirkstoffmengen von Welpen und adulten Hunden toleriert werden.

    "wurde Hundewelpen (ab dem Alter von 6 Wochen) 7 × monatlich topisch mit der dreifachen, fünffachen und zehnfachen empfohlenen Dosis (6 mg/kg) verabreicht. Die Behandlung zeigte keine Nebenwirkungen"

    Ich finde ja auch einige Produkte von PerNaturam sehr gut und hilfreich als Unterstützung zur Schulmedizin.

    Als "wissenschaftliche Quelle" würde das aber für mich nicht gelten. Da verlasse ich mich dann doch lieber auf das hier:

    Am Beispiel von o.g. Avermectin: https://www.vetpharm.uzh.ch/wir/00022011/9175_08.htm

    Bei den "Durchschnittslebenserwartungen" wird es eben immer die Ausreißer nach oben und unten geben.

    Ich kenne zwei Berner (meinen und den von einer Bekannten), die nicht mal fünf wurden. Dahingegen kenne ich inzwischen zwei Berner über 12 und einer wurde sogar 14. Drei sind inzwischen 10 und Bodo ist ja auch 4,5 Jahre. Die Hündinnen meiner Freundin sind 7 und 8.

    Bei Berner Sennenhunde in Not suchen regelmäßig alte Berner ein Zuhause.

    Wenn ich daraus eine Statistik bilden müsste, käme ich auch nicht auf die 8 Jahre durchschnittlicher Lebenserwartung.

    Dazu kommen die Todesursachen. Fallen in so eine Statistik Unfälle mit hinein, kann man das eigentlich getrost vergessen.

    Ich finde die Bemühungen des SSV mit den "Lebendmeldungen" alter Berner sehr gut.

    Trotzdem sehe ich eine geringere Lebensdauer nicht als Qualzucht. Etwas anderes wäre es, wenn die (kurze) Lebenszeit von massiven Gesundheitsproblemen eingeschränkt würde. Und glückliche 5 Jahre finde ich lebenswerter, als einen Hund, der u.U. jahrelang dahin siecht, nur damit der Halter sagen kann "Aber er ist 12 Jahre alt geworden!" Denn wie viele von diesen "steinalten" Hunden sind denn auch tatsächlich bis zu ihrem Tod "fit und munter"?

    Die Dackeldame meiner Oma wurde 16 und hatte die letzten 4 Jahre ihres Lebens massive gesundheitliche Probleme (Herz, Gesäugetumoren, Leber, ...) Dass sie so lang am Leben gehalten wurde, war nur meiner Oma zuliebe, die sie nicht gehen lassen wollte. Dafür wurden wöchentliche Tierarzttermine vereinbart. Lebenswert war das rückblickend nicht ...

    Die Magendrehungen, die mir bekannt sind, kamen nicht mal vom Futter, sondern vom Trinken ...

    Neulich beim TA war ein Schäferhund, der 5 Liter ausgesoffen hatte bei der Wärme.

    Wenn ich Bodo nicht vor dem Gang füttern würde, hätte ich hier ebenfalls ein Problem mit Erbrechen. Darum gibt es immer eine kleine Portion vor dem Gang (so früh morgens wird eh noch nicht getobt) und den Großteil dann danach.

    Mich würde ja interessieren, wie das Halter dieser Rassen sehen.

    Sie müssen ja vorher auch wissen, dass der Hund womöglich nur 5 Jahre wird.

    Ich kann mir das auch nicht vorstellen.

    Da wäre Amber mit ihren 6 Jahren ja schon eine Seniorin.

    Als wir unseren ersten Berner gekauft haben, war mir völlig klar, dass ein großer Hund keine 15 Jahre alt wird. Ich hatte mich belesen und mit ca. 8 Jahren "gerechnet". Da ich vorher schon Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen hatte, die ich genau so geliebt habe, wusste ich, dass mein Haustier mich nicht ein Leben lang begleiten wird. Wir haben einen guten Züchter ausgewählt, der Altersquotient war damals sehr gut (beide Elterntiere hatten viele Ahnen über 10 Jahren im Stammbaum).

    Iwan war mein Seelenhund. Ich habe ihn abgöttisch geliebt in den knapp vier Jahren, die er bei uns sein durfte. Er ist als einziger aus dem Wurf an Krebs verstorben, seine Mutter wurde 11 Jahre, sein Vater 12. Die Geschwister sind nun 8.

    Trotzdem haben wir uns bewusst wieder für einen Berner entschieden. Bodo ist nun 4,5 Jahre und ja, ich denke manchmal daran, dass er damit unseren ersten schon "überlebt" hat. Viele Berner von Freunden sind inzwischen 10 Jahre und ich hoffe, dass wir auch dorthin kommen.

    Momentan lebt eine Pflegehündin hier - auch ein Berner. Bewusst wollte ich diesmal keinen Welpen sondern einen Hund aus dem Tierschutz.

    Für den Menschen ist die kurze Lebensspanne schwer (wobei niemandem ein morgen versprochen ist), für den Hund aber nicht. Der weiß nicht, daß der Nachbarshund länger lebt, und wenn dann wäre es ihm egal.

    Und meine Hunde wie die meisten IWs leben ein erfülltes Leben - mit viel rennen und toben und Spaß.

    Qualzucht ist für mich, wenn das nicht möglich ist weil der Hund nicht atmen kann oder Dauerschmerzen hat. Das ist bei den IWs nicht der Fall.

    Sehe ich ebenso.

    Iwan starb an Krebs und bis zu seinem letzten Atemzug war er glücklich und schmerzfrei.

    Morgens noch auf dem Feld getobt, abends hatte er einen riesigen Bauch ... Not-OP und dabei festgestellt, dass ein gigantischer Magen-Tumor geplatzt war, der schon überall gestreut hatte. Man hat ihm davon nichts angemerkt und ich musste mir das im OP selbst ansehen, sonst hätte ich es nicht geglaubt. Er war topfit.

    Ich tue mich schwer, ob die kurze Lebenserwartung jetzt "objektiv schlimm" ist.


    Für mich ist es das, weil ich meinen Hund, mein Familienmitglied so lang wie möglich bei mir haben möchte. Selbst 15 Jahre sind mir zu kurz.


    Aber es gibt ja auch Halter von Hamstern, Mäusen und Ratten, wo die Tiere nur 1-3 Jahre alt werden. Und auch noch andere Tiere haben eine kürzere Lebenserwartung als der Hund. Also warum soll es - objektiv betrachtet - schlimm für den Hund sein nur beispielsweise 8 Jahre zu werden? Vorausgesetzt er ist bis dahin einigermaßen gesund und muss sich eben nicht quälen...

    Genau das. Meine Haustiere hatten alle den gleichen Stellenwert. Es gibt - für mich - keinen Unterschied, ob ich einen Hamster oder einen Hund gehen lassen muss. Trotzdem habe ich immer Hamster und Meerschweinchen gehalten, obwohl ich um die kurze Lebensdauer wusste.

    Aber ebenso wusste ich, dass ich ihnen diese Jahre schön machen kann. Und das tue ich mit unseren Hunden auch.

    Vielleicht leben sie keine 10 oder 15 Jahre, aber die Zeit, die sie auf Erden haben, können sie völlig genießen und ich mache alles, dass sie gesund sind (im Rahmen meiner Möglichkeiten) und Freude haben.

    Ich höre auch oft die Vorwürfe, dass ich eine "bewusst kranke" Rasse gewählt habe. In meinem Bekanntenkreis aber "lustigerweise" von den Leuten, die ihre Hunde stundenlang sich selbst überlassen und erst zum Tierarzt gehen, wenn der Hund sich kaum mehr rühren kann. Dass diese Tiere dann 15 Jahre werden macht es - für mich wiederum - nicht besser. Unter Umständen sind diese Lebensjahre "schlimmer" als die kurze Zeit meiner Hunde.

    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/blu-…547166-134-9518

    Zitat

    NOTFALL

    Dieser wunderschöne Rüde muss durch traurige Umstände in seiner Familie schnellstmöglich umziehen.

    Sein Name ist Blu. Er ist ein wunderschöner MischlingsRüde, 8 Jahre alt, kastriert, gechipt, entwurmt, gesundes Gebiss. Alle Impfungen auch Tollwut vorhanden, laut gesundes Tierarzt gesunder Allgemeinzustand, ca 23 kg schwer, schlanke Statur, 55cm Körperhöhe. Blu ist leinenführig, bleibt 5 bis 7 Stunden alleine, ruhiger Hund nur manchmal etwas ängstlich, bellt sehr selten, liegt gern in der Sonne auf der Terrasse oder im Garten, wenig Jagdtrieb, abrufbar, mag keine Kinder, Silvesterböller oder Qualm. Kennt Kommandos wie Sitz, Platz, bleib, weiter, leg Dich, halt, stopp, an die Leine, weiter, und so weiter. Sucht ein ruhiges zu Hause bei einer Einzelperson oder einem älteren Ehepaar.

    Wir leisten hier lediglich dringende Vermittlungshilfe. Bei Interesse bitte direkt eine WhatsApp an *****  (Tierschutzverein Vorpommersche Boddenlandschaft)

    5-7 Stunden allein bleiben bei einem "manchmal etwas ängstlichem" Hund ...

    Wenigstens steht direkt dabei, dass er keine Kinder mag und er wird nicht aufgrund des Aussehens als "lieber Familienhund" angepriesen.

    Von den Bildern her sehe ich den allerdings auch nicht bei einem älteren Ehepaar ...