Beiträge von Lysaya

    Ich halte ja viel von Liebscher und Bracht, die Übungen sind gut. Aber einen gelernten Ingenieur ohne medizinische Ausbildung als Spezialisten zu bezeichnen, finde ich dann doch gewagt. :roll:

    Mir hat eine Oberärztin der Uniklinik Essen das mit dem Schmerzgedächtnis erklärt und das war ziemlich schlüssig.

    Also die Farbeinteilung der Hunde scheint nicht so eindeutig zu sein.

    Gerade gelesen, dass eine junge Familie mit Kleinkind sich um den Rottweiler bemüht, weil er ja "grün" ist und die brauchen nur zuverlässige und liebe Hände, um "tolle Familienhunde" zu sein.

    Ich hoffe wirklich, dass da nicht aus Zeitdruck falsche Entscheidungen getroffen werden.

    Das sind aber vermutlich Hunde, die in ihre Familie hinein gewachsen sind?

    Den 8 Jahre alten Kangal mit Beißvorfällen in der Historie jetzt in eine solch passende, aber ihm unbekannte, Familie zu vermitteln und das in recht kurzer Zeit zusätzlich zu 59 anderen Hunden .... vielleicht fehlt mir da einfach die Vorstellungskraft.

    Jeder Mensch macht Fehler. Reicht doch einmal die falsche Tür offen zu lassen. Das liest man hier im Forum dauernd mit weniger dramatischen Ausgängen.

    Niemand kann garantieren einen solchen Hund den Rest seines Lebens so perfekt zu sichern.

    Hunde, die ihre Gefährlichkeit bewiesen haben, gehören für mich nicht in die Gesellschaft.

    Will jemand einem potentiellen weiteren Opfer in die Augen sehen und erzählen, dass der Hund Resozialisierung braucht?

    Das sagt Normen damals sogar bei Chico: man kann niemandem sinnvoll erklären, warum so ein Hund leben darf, wenn Menschen schwer verletzt oder tot sind.

    Mir geht es da nicht um Rache oder Strafe, sondern um Gefahrenabwehr.

    Ich möchte so einen Hund definitiv nicht in meiner Nachbarschaft haben und die Leute, die jetzt "nehmen sofort einen" brüllen, werden hoffentlich gut ausgesucht und instruiert.

    Mir reichen schon die "normalen" Granaten, die man beim Gassi so trifft.

    Bei Chico damals war das auch von den Medien gepusht: der arme Hund, die bösen Menschen.

    So einfach ist es nicht und schon da waren verklärte "braucht nur Liebe"-Stimmen zu lesen.

    Die Farbeinteilung ist mir egal. Da könnte auch lila getupft stehen. Aber einen "roten" Jack Russel will ich hier genau so wenig sehen, wie einen "gelben" Kangal. Mir fehlt einfach die Vorstellung, wer das managen soll? Mit einem Hund im letzten Teil seines Lebens, der u.U. nie gelernt hat, zu vertrauen?

    Kerl: "Aber er hat kein Corona!"

    Ich: "Ja, das ist gut, ändert aber unsere Vorgehensweise trotzdem nicht!"

    Kerl: "Das heißt, wenn der wieder hustet, dann müssen wir ihn wieder abholen und nochmal ein Attest vom Arzt ausstellen lassen?"

    Ich: "Ja."

    Kerl: "Das hat mich 10€ gekostet, die hätte ich gerne wieder"

    Ich weiß ja nicht, was mich mehr schockiert ... Der Kerl oder die Tatsache, dass ein Arzt für 10 Euro so ein Attest ausstellt, ohne das vernünftig untersucht haben zu können o.O