Aus dem blauen raus irgendwelche Ratschlägt mag ich genauso wenig wie jeder andere hier, von denen habe ich auch nie geredet.
Aber Wissen teilen und auch lernen von anderen, hab ich kein Problem :)
Und wenn jetzt zb bei Chilly, der am Anfang ziemlicher Leinenpöpler war und ich da sicher auch ziemlich hilflos aussah, dann jemand gesagt hätte, der "Blockwart"zb: "Du/Sie, ich seh das jetzt schon öfter, daß Du da ganz schön Schwierigkeiten hast, wenn andere Hunde kommen. Mach Dich vielleicht mal über "Zeigen und Benennen schlau und was mir da geholfen hat, ich bin einfach mal eine zeitlang woanders gegangen, wo ich keine Hunde mehr getroffen habe, einfach um wieder Luft zu haben und mich neu zu sortieren. Vielleicht wär das was für Dich/Sie".
Warum nicht? Also ich wäre da nicht beleidigt gewesen und hätte zuhause dann erst mal gegooglet und hätte das auch hilfreich empfunden :)
Du wärst nicht beleidigt.
Mich hätte das völlig verunsichert, total unter Druck gesetzt. "Scheiße, die hat das jetzt schon x mal gesehen. Das ist so peinlich, ich schaff das einfach nicht ..."
Für mich persönlich wäre das nicht hilfreich, sondern Stress pur.
Das kannst Du nicht wissen und daher kann auch ein nett gemeinter Tipp - für mich - "doof" ankommen.
Darum will ich sowas halt einfach nicht hören und empfinde solche "Hilfen" als hinderlich.
Außerdem weißt Du nicht, ob der Hundehalter nicht gerade eine Methode probiert, die ihm der Trainer an die Hand gegeben hat. Kann man ja nicht immer deutlich erkennen.
In der Hundeschule hatten wir "click bei Hundebegegnung". Und zwar bei jeder Begegnung clickern, egal, ob der Hund ausrastet. Sinn: "click heißt Belohnung, wer sich auf die Belohnung freut, hört auf zu pöbeln." Eine Methode (vermutlich, was Du unter "mit Leckerchen wedeln" verstehst), die uns erstmal zu dem Stand gebracht hat, den Hund ansprechbar zu bekommen.
Ein "Du, es ist ziemlich bescheuert zu clickern, wenn sie bellt, mach das lieber so und so" hätte noch so nett gemeint sein können, es hätte mich a) länger in der Situation gehalten (und Lucy wäre explodiert) und wäre b) gegen meine Methode / Trainermeinung gewesen
Sowas macht "hilflose" Hundehalter nicht zwingend sicherer im Umgang.
Das sehen wir doch hier im Forum dauernd, wenn in einem Thread zig Leute mit fünf verschiedenen Methoden "helfen" und die Neu-User dann das Weite suchen, weil sie gar nicht mehr wissen, wo man ansetzen kann.
Du siehst das Hund-Halter-Gespann auf den Gassigängen ... 10-15 Minuten? Ein Trainer sieht den Hund eine Stunde ... evtl. mehrmals.
Ich würde mir da keine Tipps erlauben und ich möchte da auch keine.
Es ist was anderes, wenn es eine Gassibekanntschaft ist, die mehrmals in der Woche mich und meinen Hund begleitet, als wenn irgendwelche Leute aus der Entfernung "Ratschläge" geben, weil sie glauben, was beobachtet oder die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.