Beiträge von Lysaya

    Krass.

    Ist das die Deutschland-Variante derBerner? :shocked: Dann begreife ich die Einwände!

    Das hat so gar nichts mehr mit dem Dürrbächler zu tun, den ich hier im Originalzuchtgebiet kenne....


    Ich mein zB "Jagdtrieb ohne Ende?????" Wie kommt man dazu, sowas untypisches züchterisch zuzulassen?? War das evt. eines der Resultate der bescheuerten Idee des "Sport-Berners"? Selbst wenn ich denke, die Einschätzung ist fehlender Erfahrung mit wirklich jagdlich ambitionierten Hunden geschuldet bleibt das krass. Und passt zur inversen Korrelation mit der züchterisch erwünschten Hoftreue.


    Der Berner braucht rassegerechte Aufgaben, nicht Sporthunde-Trimming!

    Ich habe bisher noch keinen Berner erlebt, der nicht mehr oder weniger Jagdtrieb hatte.

    Iwan hat tatsächlich mit seinem Hundekumpel - großer Schweizer - Kaninchen aufgescheucht, gejagt und gefangen. War ein faszinierendes Teamplay zwischen den beiden, ging aber natürlich gar nicht. Und ich denke, dass ich das sehr gut einschätzen kann, denn ich habe nach dem ersten Vorfall ein Training bei einer Jagdaufseherin absolviert. Sie hat mir die Feinheiten gezeigt und kam selbst zu der Einschätzung, dass das wirkliche Jagdambitionen sind. Wir haben dann kein "Anti-Jagd-Training" gemacht, sondern sein Jagen gezielt trainiert - im Wald, am Wild (das war damals ein Angebot zweier Jagdaufseher, die so das unkontrollierte Wildern in ihrem Waldgebiet verhindern wollten. War sehr aufschlussreich und ich habe viel mitgenommen in der Zeit). Zitat der Jagdaufseherin: "Kein Jagdhund entscheidet das allein. Sie müssen ihn führen." Danach ging es, ich konnte ihn lenken, aber war ich nicht schnell genug, war er weg. Und Iwan kam aus dem DCBS.

    Bei Lucy kennen wir die Herkunft nicht, wir wissen wenig über ihr erstes Lebensjahr und scheinbar hat sie sich mit Jagen die Zeit vertrieben. Als sie bei uns ankam ist sie jedem Blatt, jedem Papierfetzen und jedem Vogel hinterher. Heute sind es "nur" noch Katzen, Enten, Eichhörnchen und Kaninchen - dann aber unabrufbar.

    Da sie "vom Bauernhof" kommt (wir haben sie ja aus dem TS) gehe ich eher nicht von einer gut geplanten Zucht aus. Auch ihre extreme Ängstlichkeit ist nicht "typisch Berner".

    Dafür ist sie aber tatsächlich sehr sportlich, schlank.

    Wegen des oben beschriebenen Trainings / Ausbildung bei der Jagdaufseherin traue ich mir "Jagdtrieb ohne Ende" also durchaus zu, einzuschätzen.

    Falls das an mich ging: Meine Berner bekommen kein "Sporthunde-Trimming". Sie bekommen Kopfarbeit, Spaziergänge und ein bisschen Dummy.

    gegen Hitze gibt es Kühlmatten, Icepacks, Kühljacken usw. nasse Handtücher (ok im Büro etwas fraglich wg Geruch) oder diese Pustedinger (sorry, Name vergessen), mir

    fällt immer nur Klimaanlage ein

    Joah, nur doof, wenn Du einen Hund hast, der lieber kollabiert, als auch nur eine Pfote auf so eine Matte zu setzen.

    Klar, es gibt Möglichkeiten, aber die Frage ist, wie händelbar ist das, wenn man den Hund als Therapiehund 8 (?) Stunden am Tag arbeiten lässt? Der nicht mal eben 2 Stunden zwischendurch auf ein nasses Handtuch in einer Ecke geparkt werden kann.


    Wgm Sabbern (es ist natürlich gut drauf hinzuweisen!) aber dann wird er halt am Rücken/ seitlich gestreichelt.

    Und ich denke ein Hund kann auch lernen "vorsichtig" Pfote zu geben oder man macht selbst.

    Irgendwie klingt das genau so romantisch, wie die Idee des TE xD Sorry, ist nicht böse gemeint.

    Lucy läuft aus, sobald die was Essbares sieht. Ich bin schon x Mal auf den Fliesen weg gerutscht, weil ich ihre Sabberpfütze zu spät gesehen hab.

    Die schüttelt sich, wenn man sie seitlich streichelt und der Sabber landet überall.

    Sicherlich kann ein Hund lernen, dass die Pfoten auf den Boden gehören, dass er vorsichtig sein muss. Das wird aber dauern und gerade in der Phase, wo er das lernen muss, ist er halt in seiner Junghund-Sturm-und-Drang-Zeit. Wo eh die Ohren auf Durchzug stehen.

    Ist bei einem Dackel vielleicht etwas lästig, aber niedlich. Bei einer großen Pfote ... nich so.

    Aber mir ist ohnehin immer noch nicht klar, von was für Therapie wir reden.

    Senioren? Teenager? Kindergarten? Psychische Erkrankungen?

    Das würde für mich den Unterschied machen.

    Also für jemanden, der um 15 Euro am Hundefutter monatlich sparen will, weil 180 Euro im Jahr viel Geld sind ... spuckst Du ganz schön große Töne.

    Ich verurteile niemanden, der wenig Geld hat, aber aus der Situation heraus andere HH pauschal Betrug/Steuerhinterziehung (nichts anderes ist es, wenn man einen Hund hält ohne ihn anzumelden oder zu versichern) zu unterstellen, geht ja dann wohl doch zu weit.

    Du sprichst von einem "Großteil" und Dir wurden Quellen gezeigt, dass 3/4 aller HH eine Versicherung haben.

    Ich bin sogar relativ sicher, dass es mehr sind, denn mein Bruder hat z.B. keine eigene HH-Haftpflicht, da ist der Hund beim Auto mitversichert.

    Und meine Freundin hat ihre 4 Hunde in der privaten Haftpflicht.

    Aber ich gehe davon aus, dass in den Bundesländern, wo es keine Pflicht ist, in den Bevölkerungsschichten des Prekariats (wie es so schön heißt) die Durchsetzung mit Hundehaftpflichtversicherungen vermutlich bei weniger als 90% liegt.

    Mal abgesehen davon, dass ich Deine Arroganz und Wortwahl echt anstrengend und vermessen finde, ist eine Diskussion auf Basis von Vermutungen relativ sinnfrei. Vor allem, wenn man bei Erstellung des Threads schon davon ausgeht, keine belastbaren Zahlen zu bekommen.

    Fakt ist, dass die HH-Haftpflicht vielfach Pflicht ist. Und wenn es nur Hundeschule, Verein, Ferienwohnung, etc. ist.

    Ich glaube nicht, dass Du hier im Forum dafür sensibilisieren musst.

    btw. finden sich hier im Forum allein auf den letzten zwei Forenseiten mehr als 10 Threads zum Thema "Haftpflicht" (und das sind nur die mit dem Stichwort in der Überschrift). Du scheinst also sehr selektiv zu lesen.

    Ich wette, die meisten können 1000€ bezahlen, auch die Armen.


    Zur Not halt über Ratenzahlung bei Ärzten, das bieten mittlerweile die meisten an.

    Nö.

    Mein Tierarzt macht nicht mal mehr auf Rechnung.

    Ich kenne inzwischen einige Stories, wo Kliniken die Behandlung verweigern, wenn man nicht das Geld auf den Tisch legen kann.

    Und zu sagen, dass "auch die Armen" mal eben 1000 Euro locker machen können, find ich ziemlich vermessen.

    Aber das führt zu weit.

    Ist halt eine Wette in die Zukunft.

    Joah, und ich wette lieber nicht auf das Leben eines Familienmitglieds.

    Ich kenne keinen Hund, der in seinen Lebensjahren nicht mindestens eine OP brauchte.

    Aber wenn Du damit fein bist, ist ja alles gut.

    Aber der "Anspargedanke" hinkt halt - was auch viele übersehen: Bis Du die Kosten für eine Kreuzband-OP (1500 Euro) angespart hast, dauert das halt.

    Wenn Du so viel Geld hast, dass Du das "mal eben" bezahlen kannst, dann brauchst Du keine OP Versicherung.

    Vielen tun aber 20 Euro im Monat weniger weh, als nach einem Jahr 240 Euro im Sparschwein zu haben und irgendwo noch 1300 Euro hernehmen zu müssen.

    Ich zahle die 240 Euro im Jahr und mein Hund wird operiert.

    Die Rechnung geht halt nicht immer auf. Leben ist das, was passiert, wenn man es anders geplant hat.

    Mir persönlich ist es doch vollkommen Wurst, ob sie für eine Krankenversicherung zahlen.

    Wenn es Dir "Wurst" ist, warum machst Du dann allen, die eine OP-Versicherung haben, indirekt solche Vorwürfe?

    Die HH-Haftpflicht find ich sehr leicht zu vergleichen.

    Deckungssumme, Bedingungen ...

    Bei den OP- und Krankenversicherungen gibt es Unterschiede bzgl. der Rassen, bestimmter Erkrankungen, etc.

    Außerdem kennen viele (alle?) HH eine Haftpflichtversicherung von sich selbst und/oder vom Auto.

    OP-Versicherungen für Hunde sind eben "Neuland". Klar, dass da mehr gefragt wird.

    Zumal es häufig Kombi-Pakete gibt.

    Bei der Uelzner war die Haftpflicht günstiger, wenn man auch noch die OP Versicherung und Rechtsschutz abgeschlossen hat.

    Ohne Haftpflicht kriegt man Hunde ja vielfach gar nicht mehr angemeldet oder darf nicht in der Hundeschule mitmachen, nicht in eine Ferienwohnung, etc.

    Dein Beispiel mit dem Sparschwein klingt ja wundervoll.

    Hält sich nur der Hund nicht dran.

    Die Hündin einer Freundin hatte mit einem Jahr Kreuzbandriss, zwei Jahre später einen gesplitterten Zahn, mit 5 Jahren Notkaiserschnitt und Kastration und zu guter Letzt einen Tumor.

    Klar, ist ein Extrembeispiel und auch da hätte die Versicherung nicht alle OPs übernommen.

    Aber bis Du das durch "jeden Monat 20 Euro ins Sparschwein" zusammen hast, dauert das halt auch ne Weile.

    Und: wenn die OP rum ist, ist das Schwein leer und muss erst wieder gefüllt werden.

    Da sind dann noch nicht die normalen Arztbesuche bei, die ja auch zwischendurch noch kommen ...

    Die "kleine" oberflächliche Wucherung, die wir bei Bodo haben entfernen lassen, kostete mal eben 550 Euro.

    Waren also ca. 2 Jahresbeträge der OP Versicherung (400 Euro)

    Mit 20 Euro im Monat hätte ich das nicht angespart und wäre nun wieder bei 0.

    Aber das muss halt jeder selbst wissen.

    Kann mir jemand sagen, ob es Leberdiäten mit kleinen Kroketten gibt? Selber kochen und Dose sind leider keine Option, verträgt er nicht.

    Wie klein soll es denn sein? Auf dem Photo wirkt VetConcept recht klein.

    Ansonsten hatte das Medica von Fressnapf zumindest bei dem Magenfutter relativ kleine Kroketten.

    :winken: Wurli

    Zum Therapiehund kann ich wenig beitragen, aber mit mittlerweile drei Bernern sicherlich zur Rasse beitragen.

    Zuerst einmal fehlt mir bei Deinen Rassewünschen der - ich nenn es mal - rote Faden.

    Die Charaktere sind alle so dermaßen unterschiedlich, dass mir noch nicht ganz klar ist, was Du vorhast.

    In meinem Umfeld (bin sehr viel in der Berner Szene unterwegs) sind übrigens nur wenige Berner schon früh verstorben. Der Älteste, den ich kenne wurde 14, aber mein erster Berner verstarb leider mit nicht mal 4 Jahren.

    Krebs ist leider häufig ein Problem, ebenso wie Nierenerkrankungen und / oder Gelenkprobleme.

    Tierarztkosten in der Kategorie eines kleinen Neuwagen sind da keine Seltenheit.

    Die Problematik mit den Gelenken solltest Du bei Deinen Plänen auch bedenken: Du trägst keinen 50kg Rüden in den dritten Stock zu einem Patienten und gerade in der Wachstumsphase ist es zwingend, auf die angepasste Bewegung zu achten.

    Ach ... und Temperaturen. Alles über 20 Grad ist quasi Folter, wenn man meine fragt.

    Charakterlich finde ich Berner phantastisch, aber je nach Temperament auch schon mal umwerfend xD

    Das kann dann für Patienten / Besucher, die nicht so standfest sind, auch ein Problem sein.

    Dazu kommt mitunter der kleine Sturkopf, das muss man mögen.

    Wie gesagt, wir haben inzwischen den dritten Berner, ich kann ja mal so eine kleine Beschreibung machen:

    Iwan (gest. mit 3,5 Jahren)

    52kg schwer, 71cm groß

    - souverän

    - stur

    - Jagdtrieb

    - Allesfresser

    - ernsthaft

    - Wach- und Schutztrieb

    - absolut menschenfreundlich ... wenn ich die Menschen mochte

    - Wasserratte

    Dieses Kälbchen hat Kaninchen gejagt, erlegt und gefressen ... er hat alles geklaut, was er finden konnte. Wenn er jemanden nicht mochte, kam der nicht ins Haus und einen Vertreter hat der mal über die ganze Straße gejagt, weil der Typ einen Fuß in unsere Tür gestellt hat. Meine Freunde fand er toll, aber sobald er bei mir Abneigung gespürt hat, hat er übernommen.

    Bodo (jetzt 6 Jahre)

    45kg schwer, 62cm groß

    - sensibel

    - unsicher

    - panische Angst bei Gewitter und Silvester

    - liebt alle Kinder

    - der Clown der Straße

    - wasserscheu

    Für uns eine Herausforderung. Ein lautes Wort und er war den Rest des Tages eingeschüchtert. Er will am liebsten dauernd auf den Arm und kuscheln. Stur ist er nur, wenn es regnet, da kann der Herr nämlich auf gar keinen Fall raus. Wanderungen sind toll, aber nur bei angenehmen Temperaturen.

    Lucy (jetzt 3 Jahre, aus dem Tierschutz)

    35kg schwer, 60cm groß

    - Angsthund

    - Nierenkrank

    - unsicher Menschen und Tieren gegenüber

    - liebt Wasser

    - Jagdtrieb ohne Ende

    - Leinenpöbeln

    Bei ihr kennen wir die Herkunft nicht, die beiden Rüden kamen aus einem anerkannten Zuchtverband. Lucy ist die Panik vor dem Herrn. Hier zuhause geht es, die könnten wir aber niemals einfach mit in die Stadt oder zu Besuch nehmen. Sie braucht ihre Routinen.

    Dafür ist sie sehr sportlich - leider nutzt sie es, um hinter allem her zu jagen, was sich bewegt.

    Wie Du siehst ... ganz unterschiedliche Charaktere.

    Hier wird immer wieder ein Berner einziehen, solange wir das stemmen können.

    Aber ich würde mir die Linien wirklich genau ansehen.

    Was ich nicht so schön finde, den Berner als "außergewöhnlich" zu bezeichnen und damit die Wahl zu begründen. Das sollte kein Kriterium sein. Berner sind wundervolle Hunde, aber gerade wegen ihres Aussehens und dem "ach wie süß" hat die Rasse in den letzten Jahren sehr gelitten.

    Hier mal ein Bild des letzten Treffens mit unseren Freunden:

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