Beiträge von Lysaya

    Aufgrund dieser SD Werte habt ihr mit Forthyron begonnen?

    So auffällig sind die nun nicht. Nicht jeder tiefe SD Wert ist schlimm.

    Da erzählt nur auch jeder etwas anderes...

    Werd jetzt eine/ein EB suchen und dann mal weiter schauen. Mit Forthyron ausschleichen will ich nicht sofort beginnen.

    Du sollst auch auf keinen Fall auf eigene Faust ausschleichen! Das hat hier glaub ich auch keiner empfohlen. Ich finde nur das Vorgehen der Ärztin sinnig, die Forthyron anzweifelt.

    Bei der Niere erzählt zumindest das Labor, dass das untersucht gehört. Guck nochmal auf Deine Befunde.

    Der SDMA ist erhöht. Krea an der Grenze (und steigt), ebenso Harnstoff.

    Das sind wichtige Parameter für die Niere und IDEXX empfiehlt mindestens eine Urinuntersuchung.

    Guck da bitte nochmal bei Punkt 6:

    Bild: scan00090yksc.jpg - abload.de

    Da würd ich jetzt auch zügig mit anfangen (notfalls auch etwas weiter fahren zu einer Tierklinik) und nicht noch wochenlang mit Ernährungsberatung rummachen. Das kann allenfalls unterstützend sein, aber auch eine seriöse Ernährungsberatung will wissen, womit sie es zu tun hat.

    So, nun hab ich alles geguckt.

    Als allererstes würde ich bei den Blutbildern mal die Nieren checken lassen.

    SDMA ist erhöht, Krea steigt seit den letzten Blutbildern an (von 0,9 auf 1,4) und ist an der oberen Grenze. Harnstoff steigt ebenfalls und Phosphat ist auch an der Grenze.

    Steht auch in dem Befund, dass man das dringend weiter diagnostizieren sollte. Auf alle Fälle haben die Nieren mit irgendwas zu arbeiten.

    IDEXX hat da so einen Laufzettel für: https://www.idexx.de/de/veterinary/…r-sdma-results/

    Würde heißen, bei dem SDMA von 15 müsste jetzt mal eine Urinuntersuchung gemacht werden. Fällt der Krea auch aus der Referenz, muss man ggf. auch da mit dem Futter gucken.

    Die SD-Werte würden mich gar nicht so sehr verunsichern, muss ich sagen.

    Ich würde erstmal die anderen organischen Dinge abklären lassen, denn - wie gesagt - Nieren- und Lebererkrankungen können auch die Schilddrüsenwerte senken. Es ist in dem Fall nicht falsch, das zu substituieren, denn zu wenig SD-Hormon ist ja auch nix, aber Du siehst ja an den Blutbildern, dass Du trotz Gabe von Forthyron keine signifikante Erhöhung des T4 erreichst.

    Das wäre für mich ein Hinweis, dass entweder das Forthyron unterdosiert ist oder - in Eurem Fall wahrscheinlicher - die Ursache woanders liegt.

    Zu der Menge von der Leberdiät kann ich nichts sagen. Aber da es bei Kira sicher nicht verkehrt ist, auch nierenschonend zu füttern, solltet Ihr Euch wirklich beraten lassen.

    Erhöhte Leberwerte stehen auch noch häufig im Zusammenhang mit Muskelerkrankungen. Das ist aber ausgeschlossen? Oder war sie da mal auffällig?

    Was ist denn für dich eine "vernünftige Leberdiät"? Ich experimentiere ja auch nicht mit den KH, dass ist das was sie bisher bekommt, nur verringere ich die Fleischration und erhöhe die KH. Eben wie bei einer Leberdiät.


    Ein fertiges Diätfutter wird es nicht geben. Eine Plan vom Berater habe ich schon länger im Hinterkopf, habe mich aber auch noch nicht nach jemanden fähiges umgeschaut.

    Naja ... Ein Plan vom Berater zum Beispiel ;)

    Wenn Du die Fleischration zu sehr verringerst (unbewusst), kannst Du Dir das nächste Problem (Niere) schaffen.

    Ich hab auch lange Zeit gebarft, bin medizinisch jetzt nicht wirklich ein Laie, aber ich habe mir nicht zugetraut, den Plan komplett allein zu erstellen.

    Das mag in vielen Fällen gut gehen, aber gerade dann, wenn eine Grunderkrankung im Raum steht, würde ich mir Hilfe holen.

    Entweder Fertigfutter oder eben ein Plan von jemandem, der weiß, was er da tut.

    Ich hab mal gegoogelt und zur Leberdiät das hier gefunden. Vielleicht kannst Du Dich daran orientieren.

    Leberdiät - Tierklinik Kaufungen
    Leberdiät für Hund und Katze Diätetische Maßnahmen stellen bei Lebererkrankungen von Hund und Katze einen wesentlichen und unverzichtbaren Teil für eine…
    tierklinik-kaufungen.de

    Keine der Nebenwirkungen trifft auf sie zu. Daher halte ich es bisher auch nicht unbedingt für ratsam Forthyron auszuschleichen, auch wenn ich Anfangs verunsichert war. U.u. stresst das auch wieder den Organismus.

    Den Gedankengang versteh ich nicht.

    Sie hat keine Nebenwirkungen, aber das heißt ja nicht, dass sie das Medikament "braucht".

    Forthyron wird über die Leber verstoffwechselt. Das ist normalerweise kein Problem, außer es gibt schon eine Grunderkrankung der Leber (und das steht bei Euch ja im Raum).

    Wenn man das Ausschleichen kleinschrittig angeht, dann stresst es den Körper nicht mehr, als eine unerkannte Lebererkrankung.

    Anderes Beispiel: Nur weil Du von Paracetamol keine Nebenwirkungen hast, nimmst Du das doch auch nicht täglich - sondern nur, wenn Du Kopfschmerzen hast.

    Guck mal hier:

    Zitat

    Wichtig ist das Unterscheiden zwischen der „echten“ Hypothyreose (Fehlfunktion der Schilddrüse) und dem „Euthyroid sick syndrome“ (ESS) bzw. „Non-Thyroid Illness“ (NTI). Im Falle einer ESS bzw. NTI sind die Ursachen der Hypothyreose außerhalb der Schilddrüse zu suchen. Hier kommen verschiedene Krankheiten und Medikamente in Frage: akute Infektionen, Pyodermie, neuromuskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus, Hyper-/Hypoadrenokortizismus, Cushing, Stress, Nahrungskarenz/Hypoproteinämie, Leber-, Nierenerkrankungen, Kortison, Antikonvulsiva, manche Antibiotika, nichtsteroidale Antiphlogistika, tricyclische Antidepressiva und weitere Medikamente können eine ESS bzw. NTI verursachen.

    Es kann also durchaus sein, dass die Leberprobleme für die niedrigen SD-Werte verantwortlich sind und die SD nicht das Problem ist.

    Ich weiß nicht, ob Du so viel lesen magst, aber hier habe ich das her: https://piturru.de/2016/wp-conten…chpraxis-60.pdf

    Basophilen und Leberwerte waren damals schon erhöht in dem altem Thread?

    Ich kann leider nur noch das dritte Blatt mit den Basophilen sehen. Die waren erhöht, ja.

    Wie wäre es denn, eine vernünftige Leberdiät zu verfüttern? Also nicht groß mit Kohlehydraten und Zusätzen experimentieren, sondern sich einen richtigen Plan erstellen lassen oder direkt ein Diätfutter zu geben. Mindestens mal für einige Wochen.

    Die Nebenwirkungen von Forthyron sind eher Unruhe, Hecheln, vermehrtes Trinken, Hyperaktivität, Erregbarkeit, ... keine Veränderungen der Blutwerte.

    Bei einer bekannten Lebererkrankung wird allerdings zur Vorsicht bei Einleitung der Therapie geraten.

    Forthyron kann man laut meiner Tierärztin sehr gut wieder ausschleichen. Man muss das behutsam angehen, dann nimmt die Schilddrüse ihre normale Tätigkeit wieder auf (sofern sie ansonsten gesund ist). Je länger man substituiert hat, desto länger dauert das Ausschleichen.

    Leider kann man nicht mehr das ganze Blutbild sehen. Den Kommentaren entnehme ich aber, dass der T4 bei 1,6 lag? Das ist zwar im unteren Drittel, aber wäre mir für eine subklinische SDU zu hoch. TSH kann ich leider nicht sehen.

    Die Basophilen sind jedenfalls erhöht, das kann auf chronisch entzündliche Erkrankungen oder endokrine Ursachen hinweisen (wäre dann Schilddrüse). Aber auch Infektionen, Allergien wären möglich. Dazu müsste man mehr Diagnostik betreiben.

    Ein Zusammenhang zwischen erhöhten Leberwerten und Forthyron konnte ich bisher zumindest nirgends nachlesen.

    Ich glaub da zäumst Du das Pferd von hinten auf.

    Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Forthyron und den Leberwerten. Ich vermute eher, dass die Leberwerte schlecht waren und dadurch der T4 erniedrigt ist. In dem Fall bringt die Substitution nicht viel, weil die Ursache nicht bekämpft wird.

    Umgekehrt kann die Substitution möglicherweise eine andere Erkrankung kaschieren. Daher find ich die Idee, Forthyron auszuschleichen gar nicht doof.

    Warum zur Hölle machen Leute sowas?

    Haben zwei Hunde, ein Baby, einen Umzug ... das wird ja nicht alles so plötzlich in den letzten 4 Monaten passiert sein.

    Das kann ich mir doch vorher denken, dass in der Konstellation ein Welpe das Letzte ist, was ich zwingend noch brauche ...

    Aber ja, unsere Lucy stammt ja auch aus so einer Knaller-Kombination ... allerdings sprangen da wohl noch ein paar Tageskinder und ein Pflegekind rum.

    Ich versteh es nicht ...

    Ich hatte bei meiner Hündin auch schon die SD in Verdacht, lese deshalb schon lang in der Facebook-Gruppe mit und hab auch mit Frau W. telefoniert. Leider habe ich da schon eher den Eindruck gewonnen, dass irgendwie bei jedem Hund eine subklinische SDU diagnostiziert wird... Und vieles wird dann zwar ohne wissenschaftlichen Hintergrund, aber dafür umso dogmatischer propagiert (T4 MUSS im oberen Drittel sein, TSH über 1 ist immer auffällig, Antikörper werden auch unterhalb der Referenz als vorhanden angesehen etc.) und dann wird drauf los substituiert.

    Jau ... Vor allem geben dann vollkommen medizinische Laien gebetsmühlenartig ihre Weisheiten zum Besten und Frau W. (und die andere, deren Namen ich vergessen hab) werden als die einzigen Experten in den Himmel gehoben.

    Dann wird irgendwas substituiert (und ich bin sicher, wenn der TE mit dem niedrigen T3 bei Frau W. aufschlägt, kriegst er noch ein Rezept für Thybon) und der Rest wird außer Acht gelassen. Ich hab da Blutbilder gesehen, die schreien nach Mittelmeerkrankheit, Niereninsuffizienz oder Entzündungen, aber Hauptsache man knallt Forthyron rein.

    Inzwischen ist sogar alles an TSH auffällig, das über 0,1 (!) liegt - und die Laborreferenz sagt 0,6 ...

    Wir waren mit Lucy bei einer Ärztin, die auch Bücher über die SD-Diagnostik und die SDU geschrieben hat. Sie hat unsere Hündin fast zwei Stunden untersucht, bis sie anhand des Verhaltens, der 4 (!) Blutbilder und einem Telefonat mit unserer Haustierärztin auf die subklinische SDU kam. Von ihr stammt der Satz: ich behandel den Hund, nicht die Blutbilder.

    Lucy ist mit ihren Werten an der untersten Referenz und bei TSH relativ mittig gewesen. Damit ging es ihr nicht gut. Sie bekommt nun Leventa (in der flüssigen Form wirkt es bei ihr besser) und wir müssen weiterhin engmaschig kontrollieren. Die Ärztin will den Hund dafür aber auch regelmäßig sehen.

    Ich hab in der FB-Gruppe mitbekommen, dass da Diagnosen aufgrund falscher Blutbilder gestellt wurden, weil Leute die Zettel vertauscht hatten oder fremde Werte angegeben hatten. Dazu kommen die ewigen Wartezeiten, die bei einer akuten Erkrankung echt fatal sein könnten.

    Ne, absolut nicht mein Ding.

    Kirasherrchen ich würde wirklich bei der Lebergeschichte dran bleiben. Und nicht alle Tierärzte sind zu doof, um Schilddrüsenerkrankungen zu diagnostizieren. Tierärzte, die sich auf die Fahnen schreiben, die alleinig Wissenden auf dem Gebiet zu sein, hinterfrage ich sowieso erstmal. Die Ausbildung war nämlich für alle gleich und dass Hunde eine Schilddrüse haben, die Einfluss auf ganz viele Vorgänge im Körper hat, dürfte so ziemlich jeder Tierarzt wissen.

    Hat Frau Wergowski Blutwerte oder den Hund behandelt?

    Ich fand den Artikel von Dr. Rückert dazu sehr interessant, dass er es schon ziemlich fahrlässig findet, allein auf bloßer Telefon- oder Mailsprechstunde solche Therapien anzuleiten.

    Weicher gelblicher Stuhl kann für Lebererkrankung sprechen.

    Wurde mal nach Cushing geguckt? Kann man (vor allem, wenn man nur die Werte, aber nie den Hund gesehen hat) schnell mal verwechseln ... auch Cushing senkt den T4.