Beiträge von Lysaya

    Wenn ein Hund eh schon schlecht frisst, ist das mit der "freien Verfügung" oft kontraproduktiv.

    Zu wissen, dass jederzeit was da ist, lässt dann einige Hunde zu total komischen Fressern werden ... hier mal drei Bröckchen, dann schlafen, dann mal zwei, später eine Schnauze voll ...

    Und man selbst hat gar keine echte Kontrolle mehr.

    Steht hier den ganzen Tag das Futter (hab ich auch mal ausprobiert), dann hat Bodo gar keine Motivation mehr. Ist ja eh immer da.

    Seit wir feste Zeiten haben, wartet er schon vor der Küchentür und hüpft, wenn ich mit dem Löffel auf den Rand vom Napf klopfe.

    Ich hab den ganzen Mist mit Bodo auch durch.

    Angefangen hat das mit 10 Monaten, als die Pubertät einsetzte und hat sich so sehr hingezogen, dass er inzwischen ein völlig gestörtes Fressverhalten hat.


    Lag es bei ihm nur an den Hormonen oder hat er was anderes gehabt? Wurde er kastriert? Er ist ja BJ 2015 und wenn ich es richtig deute, frisst er immer noch "launisch". Meine Rüden waren nie echte Fresser, aber solche Probleme habe sie mir nicht gemacht. Das macht mich fertig. Ich lass ihn kontrollieren und es kommt kaum was raus. Ich glaube aber immer noch nicht vollends, dass er hypersexuell ist. Ich habe eher den Eindruck, dass er ausprobiert, wie weit er gehen kann.

    Es war eine Mischung aus den Hormonen und "bah, barfen ist total ekelig." Er mochte (und mag) kein rohes Fleisch. Das hab ich in meinem Ehrgeiz leider verplant.

    Als dann die Pubertät dazu kam, eskalierte es total, weil er es geschafft hat, sich regelmäßig Magenschleimhautentzündungen zu hungern. Mit etwa 10 Monaten hat er von 40kg auf 36kg abgenommen in weniger als 8 Wochen.

    Wir haben ihn dann mit etwas über 11 Monaten kastrieren lassen und sind den Umweg über den Chip gar nicht erst gegangen, weil die Prostata im Ultraschall und der Tastuntersuchung derart verändert und vergrößert war, dass er nicht einmal mehr Kot absetzen konnte.

    Und ja, er frisst immer noch sehr launisch und jeder Futterwechsel führt potentiell zu einer weiteren Magenschleimhautentzündung. Als Lucy zu uns kam, hat der Stress und neue Leckerchen direkt für Magenblutungen gereicht.

    Ich denke, wir haben da von Anfang an viel falsch gemacht und daher kenn ich diese Verzweiflung, wenn man schon den Blick sieht und weiß, dass heute ein ganz beschissener Tag wird, weil der Hund nichts nehmen wird.

    "Hungern lassen" geht hier übrigens nicht. Rekord sind 5 Tage ohne alles. Er interessiert sich absolut nicht für Futter und geht dann halt pennen. Und wenn er nicht frisst, wird ihm so schlecht, dass es von vorn los geht.

    Wir hatten hier Wochen, da gab es zum Frühstück Toast mit Honig, damit irgendwas im Hund ist (ja, mit TA abgesprochen ...)

    Das tut mir leid :(

    Ich hab den ganzen Mist mit Bodo auch durch.

    Angefangen hat das mit 10 Monaten, als die Pubertät einsetzte und hat sich so sehr hingezogen, dass er inzwischen ein völlig gestörtes Fressverhalten hat.

    Momentan sind wir wieder bei Köbers Flocken, weil das das Einzige ist, was er a) länger und b) gern frisst.

    Ich hab oft heulend neben ihm auf dem Bodo gehockt und ihm mit einem Teelöffel Futter in die Schnute geschoben.

    Dafür ist er jetzt vermutlich der einzige Berner, der total manierlich vom Löffel frisst :headbash: (*sorry, Galgenhumor*)

    Mein Welpenblues bei Iwan damals lag definitiv an meinem Perfektionismus. Ich bin aber auch generell ein Mensch, der alles durchdenkt und jede Eventualität ins Auge fasst, noch bevor sie eingetreten ist. Das ist ohnehin mental anstrengend und ich muss mich da immer wieder selbst dran erinnern, dass ich nicht alles beeinflussen kann.

    Als Iwan mit etwas über 12 Wochen hier einzog hatte ich keine Zeit für Gedanken vorher, weil der Knopf ziemlich spontan binnen einer Woche hier war (Donnerstag Mail an die Züchterin, Freitag telefoniert, Sonntag besucht, Dienstag war er hier). Das war zum einen gut, weil ich mich sonst vermutlich nochmal umentschieden hätte, aber alle Gedanken und Sorgen, die ich mir sonst im Vorfeld gemacht hätte, überrollten mich zeitgleich mit dem Krümel.

    Meine ganzen Pläne waren schon zunichte, als er die erste Pfote über die Schwelle setzte und erstmal anfing zu humpeln. Der eigens für die Folgewoche angesetzte Check-Up beim TA musste vorgezogen werden und damit war für mich schon Chaos. Dann vertrug er das Futter nicht ... die Decke war nicht genehm ... er wollte die ausgesuchte Gassistrecke nicht laufen ... er hat meine Tochter gebissen ... und alles, was ich so schön geplant uns skizziert hatte, war hinfällig.

    Geholfen hat mir ein Anruf beim Züchter. Rückblickend war der zwar wirklich hart, aber er hat mir den Kopf gerade gerückt und das war das einzig Richtige. Hätte mich jemand noch mitleidig bestätigt, das hätte mir nicht geholfen. Ich brauchte einen klaren, harten Blick auf das Ganze und jemanden, der mir unverblümt sagt, dass ICH das Problem bin. Als ich das begriffen habe, lief es hier super und Iwan war mein Seelenhund.

    Bei Bodo war ich schon viel ruhiger, aber auch da hatte ich mit mir zu kämpfen, wusste aber, dass ich das schaffe. Das machte es einfacher.

    Bei Lucy war ich nur nervös, ob wir von der Orga die Zusage endlich bekommen, weil ich die kleine Giftspritze nicht mehr abgeben wollte XD Sie bringt mir auch jeden Tag bei, dass nicht alles nach meinen schönen, perfekten Plänen geht.

    Ich hab mal was versucht. Keine Ahnung, ob das hält … aber mir fehlt Füllmaterial…

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    Vielleicht erkennt man es. Bleiben nur so viele Reste. Gut, Bodo und Lucy haben sich gefreut :tropf:

    Möchtest Du das nur mal als Highlight füttern oder soll das generell in Richtung "Selber kochen für Hunde" gehen?

    Bei ersterem würde ich da wahrscheinlich keinen großen Aufriss machen. Fleisch kochen, etwas Gemüse und Kartoffel (oder Reis) dazu. Wenn ansonsten normales Hundefutter gefüttert wird, fehlen wegen einer oder zwei Mahlzeiten nicht sofort die Nährstoffe.

    Ansonsten würde ich auch bei den Pottkiekern nachfragen.