Ich bin ein recht kleinlicher Patient und wenn ich zum TA gehe, kann ich Unmengen an Informationen liefern, da ich fast alles protokolliert habe. Das habe ich früher nicht gemacht, aber da mein Hund als Welpe Unmengen getrunken hat und wieder auf die Fliesen gegossen hat, habe ich angefangen alles zu protokollieren, damit man eine bessere Diagnose stellen konnte. Gefunden hat man damals aber nichts. Ich vermute, dass es stressbedingt war. Das mit dem Protokollieren ist dann auch so geblieben.
Ich kenne das. Ich bin genau so.
Als bei unserer Kleinen die Frage aufkam, ob sie etwas am Herzen haben könnte, bin ich zum Ultraschalltermin mit einem kompletten Profil:
7 Tage 3xtgl. Blutdruckwert + Puls
jeden Tag Temperatur
Mahlzeiten + Trinkmenge aufgeschrieben
Atmung protokolliert
3 Videos von ihrem Verhalten/Hecheln
Aber manchmal verrennt man sich dann halt auch.
Ich war dermaßen aufs Herz fixiert, dass wir die Schilddrüse fast übersehen hätten.
Und erst bei der Blutuntersuchung kam der viel zu niedrige Thrombozytenwert raus, der uns auf die Spur der Anaplasmose brachte.
Im Rahmen der Anaplasmose haben wir dann noch die CNI entdeckt.
Ich würde wohl auch nochmal bei einem anderen TA vorstellig werden.
Vitamine mit abnehmen lassen. Vor allem B12 (Du sagtest, die Werte waren gut, aber ich glaub irgendwie nicht, dass da automatisch B12 bei war, das kostet extra und muss auch speziell angefordert werden).
Ggf. Ultraschall vom Bauchraum.
Wenn die Schilddrüse im Raum steht, wäre ein verhaltenstherapeutisch arbeitender Tierarzt gut. Lass Dich nicht mit T4 abspeisen, das sagt praktisch nix aus. Zur Diagnostik gehören mindestens noch TSH, T3 und fT4 ... einige Facebookgruppen schwören noch auf Antikörper, aber das ist nicht hinreichend belegt.
Hätte den Vorteil, dass ihr auch das Fressverhalten gleich ansprechen könnt.
Prostata könnte man noch untersuchen, wenn man wirklich eine starke Hormonaktivität vermutet.