Huhu,
die Hündin ist 3 Jahre und sitzt 2 Jahre davon im Shelter ... was war in dem Jahr davor?
Du weißt nichts über die Prägung in den ersten Wochen/Monaten und auch im Shelter wird sich wohl keiner ernsthaft um Sozialisierung etc. gekümmert haben - allein bei der Masse an Hunden kaum möglich.
Was passiert mit der Hündin, wenn das bei Euch nicht klappt? Wohin dann mit ihr? Wenn die Organisation für 3000 (!) Hunde keine Pflegestelle findet, habe ich große Zweifel, ob die bei Problemen so hilfreich sind.
Und zu guter Letzt:
* ich bin 2 Tage die Woche im Büro (Rüde kommt mit, fährt S-Bahn etc, alles kein Problem) - 2 Hund kann ich ins Büro jedoch nicht mitnehmen - würde die Hunde an diesen beiden Tagen dann nach der Eingeöhnungsphase aufteilen, Hündin kommt mit mir mit, sofern das irgendwie möglich ist (gehe mal davon aus dass die Hündin "nichts" kennt, keine Leine, keine Autos, keine Züge, ....), Rüde mit meinem Mann - seht ihr da ein Problem?
Die Eingewöhnung bei einem Hund mit dieser Vorgeschichte kann u.U. Monate dauern. Vielleicht kann sie nie allein bleiben.
Die Hündin kennt nichts. Geh mal nicht davon aus, dass sie das "normale Stadtleben" sofort easy mitmacht.
Ich seh da nicht nur ein Problem, sondern eine anbahnende Katastrophe. Zumindest für die Hündin. Ich glaube nicht, dass man ihr mit so einem Leben einen Gefallen tut.
Wir haben unsere Hündin einjährig aus dem Tierschutz als "Direktadoption" übernommen. Sie war in einer Familie aufgewachsen und kannte dennoch nichts. Wir haben viele Stunden Hundetrainer und viel Schweiß und Geduld gebraucht, dass sie jetzt - 3 Jahre später - ein guter Begleiter ist.
Unser Rüde war mitunter schwer genervt von ihr, weil sie kaum "Hundesprache" verstand.
Ich würde mich nicht aus Mitleid auf eine Vermittlung einlassen. Die Tierheime füllen sich gerade wieder in Deutschland. Guck Dich lieber dort um und lern das neue Familienmitglied kennen.
LG