Beiträge von Lysaya

    Sorry jetzt aber mal vollkommen im ernst, wie oft passieren denn tatsächlich beim Gassi gehen Notfälle? Also ich meine so ganz realistisch und datenbasiert betrachtet dürfte sich das doch anteilig im mehr als niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen. Es ist halt immer noch Gassigehen (meist auf bekannten Wegen) und keine Extremsportart |)

    Ich hatte bereits zwei Mal eine besondere Form des epileptischen Anfalles, wo ich desorientiert und nicht ansprechbar durch die Gegend irrte.

    Einmal hat mich zum Glück die Nachbarin eingesammelt.

    Ein anderes Mal eine Anwohnerin einige Straßen weiter und zum Glück hatte ich mein Handy dabei und sie konnte "Papa" anrufen, weil ich zwar "wach", aber nicht orientiert war. Also ich rede dann und kann Fragen beantworten wie "Willst Du Kaffee?", aber ich könnte keine Telefonnummern nennen.

    Trotz Medikation besteht diese Gefahr immer für mich.

    Zu den Kosten: denke nicht, dass man sich an den paar Hundert Euro bereichern kann, die Hunde werden kastriert, geimpft, gechipt, entwurmt, transportiert etc.

    Ich will Dir da keine Illusion rauben.

    Aber wenn am Futter gespart wird, würde ich da nicht allzuviel Hoffnung in gute medizinische Versorgung stecken.

    Und die "paar Hundert Euro" läppern sich ziemlich schnell, weil sich mit Tierschutz und Tierliebe viel Geld verdienen lässt.

    Gibt genug schwarze Schafe, die dann eben die Nachweise fälschen und es gab nie eine Impfung/Entwurmung ... und selbst, wenn man das von dem Kaufpreis abzieht, bleibt noch genug übrig. Man hat ja kaum Ausgaben.

    Sicherlich gibt es auch positive Beispiele, aber von dem "armen Hund aus dem Shelter, der so dankbar ist" muss man sich echt frei machen.

    Auch Hunde vom Züchter können verkorkst werden, aber ich glaube, dass man das Risiko deutlich besser einschätzen kann.

    Die Orga arbeitet mit Pflegestellen und mit Direkt-Adoption.
    Sie kümmern sich in Rumänien um mehrere Shelter und haben derzeit ca 3000 Hunde "im Programm", die sie so einschätzen, dass sie mit dem westlichen Leben zurecht kommen würde.
    So viele Pflegestellen gibt es aber natürlich nicht, somit warten die Hunde teils jahrelang in ihren Kennels - sei mal dahingestellt, ob damit den Hunden geholfen ist.

    Fällt Dir bei der Zahl nicht selbst auf, dass das nicht funktionieren kann?

    Die suchen 3000 Pflegestellen für Hunde, die seit Jahren im Shelter sitzen und Du glaubst, dass sie Dir in angemessener Zeit (unter 2 Tagen) eine Lösung anbieten können, wenn das bei Dir schief geht?

    Warum haben sie dann die Pflegestelle nicht vorher?

    Weil es Kalkül ist. Die gehen das Risiko schlichtweg ein und hoffen, dass der Käufer eben nicht den Mumm hat, den Hund wieder abzugeben und sie in die Pflicht nehmen zu wollen. So können sie Dir alle Kosten direkt aufs Auge drücken, während Pflegestellen ja meist noch Tierarztkosten o.ä. erstattet bekommen.

    Sprich: solche Hunde haben eigentlich sowieso keine Chance auf Vermittlung weil sich die meisten Menschen sowieso nicht trauen, einem solchen Hund ein Zuhause zu geben.

    Da frage ich mich dann, ob dem Hund geholfen ist, wenn er 2 Jahre oder noch länger in einem Zwinger sitzt oder ob ein schnelles Ende nicht gleich besser wäre.

    Der schlimmste Fall wäre wohl, dass die Orga den Hund retour nehmen müsste oder er ins Tierheim muss. Damit wäre dann wohl auch niemandem geholfen.

    Vielleicht klingt das jetzt bei Dir nur aus Frust so, aber ... ich finde nicht, dass man wertend darüber sprechen sollte, dass sich "keiner traut, so einem Hund ein Zuhause zu geben".

    In vielen Fällen ist das einfach eine realistische Einschätzung sich selbst UND dem Hund zuliebe.

    Den Hund fragt nämlich keiner, ob er unbedingt nach Berlin Mitte in die 5. Etage und 40-minütiger Fahrt zur täglichen Büroarbeit "gerettet" werden wollte.

    Wie sinnvoll es ist, Hunde jahrelang in Sheltern "aufzubewahren" ... darüber lässt sich streiten. Ich hab eine ziemlich unpopuläre Meinung dazu.

    Der schlimmste Fall ist, dass die Orga sagt, sie hat keine Pflegestelle und keine Kapazität. Deutsche Tierheime sind nicht zur Aufnahme verpflichtet und dann steht man da mit einem unglücklichen Hund in einer unglücklichen Situation.

    Das System der Direktimporte, das nur auf Mitleid ("guck, der lebt schon so lange im Shelter. Wir haben keine Pflegestellen.") setzt, ist mir ein Graus, denn im Grunde geht es da nicht ums Retten. Sobald der Hund in Deutschland und das Geld geflossen ist, endet häufig die "Tierliebe".

    Naja für 3000 Hunde Pflegestellen zu finden stelle ich mir jetzt auch nicht einfach vor, es werden halt 3000 Hunde in den Sheltern im Rumänien so eingeschätzt, dass sie vermittelbar sind - ob das dann auch wirklich so ist steht natürlich in den Sternen, wie sich die Hunde dann im "echten Leben" verhalten.

    Sollte es nicht klappen, dann wird es vermutlich so sein, dass eine Pflegestelle gefunden werden muss, gefragt habe ich diesbezüglich noch nicht, da ich ohnehin noch nicht so weit bin.

    Dass es nicht leicht ist, für so viele Hunde kompetente Pflegestellen zu finden, steht außer Frage.

    Meine persönliche Meinung - muss sich nicht mit der Allgemeinheit decken - ist, dass kein Hund nach Deutschland importiert werden sollte, wenn kein Sicherheitsnetz existiert. Wenn es bei Dir nicht klappt, dann wird "vermutlich" eine Pflegestelle gesucht. Wir haben hier im Forum zig Beispiele, wo dann "leider keine gefunden wird" oder erwartet wird, dass man den Hund noch so lange "aufbewahrt", bis eine Lösung gefunden wurde.

    Kann dann so aussehen, dass Du einen Hund nach Beißvorfall bei Dir hast, Deinen Hund und die Umgebung schützen musst, den rechtlichen Ärger hast und den Hund nicht mehr los wirst, weil die Tierheime hier in Deutschland schon ohne solche Fälle genug zu tun haben.

    Ehrlich, ich würde mir das schwer überlegen oder zumindest eine Absicherung holen, dass die Hündin im schlimmsten Fall binnen 24 Stunden bei Dir abgeholt wird.

    Huhu,

    die Hündin ist 3 Jahre und sitzt 2 Jahre davon im Shelter ... was war in dem Jahr davor?

    Du weißt nichts über die Prägung in den ersten Wochen/Monaten und auch im Shelter wird sich wohl keiner ernsthaft um Sozialisierung etc. gekümmert haben - allein bei der Masse an Hunden kaum möglich.

    Was passiert mit der Hündin, wenn das bei Euch nicht klappt? Wohin dann mit ihr? Wenn die Organisation für 3000 (!) Hunde keine Pflegestelle findet, habe ich große Zweifel, ob die bei Problemen so hilfreich sind.

    Und zu guter Letzt:

    * ich bin 2 Tage die Woche im Büro (Rüde kommt mit, fährt S-Bahn etc, alles kein Problem) - 2 Hund kann ich ins Büro jedoch nicht mitnehmen - würde die Hunde an diesen beiden Tagen dann nach der Eingeöhnungsphase aufteilen, Hündin kommt mit mir mit, sofern das irgendwie möglich ist (gehe mal davon aus dass die Hündin "nichts" kennt, keine Leine, keine Autos, keine Züge, ....), Rüde mit meinem Mann - seht ihr da ein Problem?

    Die Eingewöhnung bei einem Hund mit dieser Vorgeschichte kann u.U. Monate dauern. Vielleicht kann sie nie allein bleiben.

    Die Hündin kennt nichts. Geh mal nicht davon aus, dass sie das "normale Stadtleben" sofort easy mitmacht.

    Ich seh da nicht nur ein Problem, sondern eine anbahnende Katastrophe. Zumindest für die Hündin. Ich glaube nicht, dass man ihr mit so einem Leben einen Gefallen tut.

    Wir haben unsere Hündin einjährig aus dem Tierschutz als "Direktadoption" übernommen. Sie war in einer Familie aufgewachsen und kannte dennoch nichts. Wir haben viele Stunden Hundetrainer und viel Schweiß und Geduld gebraucht, dass sie jetzt - 3 Jahre später - ein guter Begleiter ist.

    Unser Rüde war mitunter schwer genervt von ihr, weil sie kaum "Hundesprache" verstand.

    Ich würde mich nicht aus Mitleid auf eine Vermittlung einlassen. Die Tierheime füllen sich gerade wieder in Deutschland. Guck Dich lieber dort um und lern das neue Familienmitglied kennen.

    LG

    Abendbrot gestern.

    Sohn (23) kommt aus der Küche: "Wir haben nur noch eine Scheibe Graubrot. Irgendjemand müsste mal Neues auftauen."

    Ich: "Seh ich aus, als hätte ich den Gefrierschrank in der Hosentasche?"

    Sohn: "Aber ich weiß doch gar nicht, ob wir noch Brot eingefroren haben?!"

    Ich: "Dann geh halt gucken. Obere Schublade."

    Sohn rumort in der Küche, kommt zurück: "Ja, ist noch welches da. Holst Du das gleich raus?"

    :ugly:

    Ich: "Du bist ein großer Junge. Du schaffst das schon. Aber schließ den Gefrierschrank danach vernünftig."

    15 Minuten später, ich komme in die Küche. Brot liegt tatsächlich draußen, Gefrierschranktür steht offen.

    Und ja, ich liebe meine Familie :headbash:

    Smartphone ist immer dabei, aber lautlos.

    Ich hab meine Notfall-Daten in einer App auf dem Handy: Diagnosen, Medikation, Allergien, Notfallkontakt, Patientenverfügung

    Das könnte jeder Rettungsdienst oder jemand, der mich findet, auf meinem Handy aufrufen, selbst, wenn es gesperrt ist.

    Aktiv nutze ich es aber nicht auf den Gassigängen.

    Lucy hat hier - seit wir sie bei uns haben - immer Bravecto bekommen. Trotzdem wurde bei ihr die Anaplasmose festgestellt.

    Anfang des Jahres kam noch die Borreliose dazu, obwohl ich penibel auf den Zeckenschutz achte.

    Spot-ons oder Halsbänder verträgt sie überhaupt nicht, darauf reagiert sie mit neurologischen Ausfällen.

    Wir sind inzwischen bei Credelio, weil das schonender für die Niere sein soll - da haben wir ja auch noch eine Baustelle.

    Die Tabletten gehen hier super und obwohl die ja keine repellierende Wirkung haben, hatten beide Hunde seither keine Zecke mehr. Ich hab das auch von anderen schon gehört.

    Tut mir leid um Deinen Verlust :(