@prodog
Auch, wenn ich hier sehr negativ rüber kam ... ich verstehe Deine Enttäuschung. ![]()
Ich glaube dennoch, dass es für alle die beste Entscheidung ist.
@prodog
Auch, wenn ich hier sehr negativ rüber kam ... ich verstehe Deine Enttäuschung. ![]()
Ich glaube dennoch, dass es für alle die beste Entscheidung ist.
Viele, auch seriöse, Vereine testen vor der Ausreise nicht auf MMK. Weil die Inkubationszeit bis zu 6 Monate beträgt und die Hunde sich selbst am Tag der Ausreise noch infizieren könnten. Die Tests können also falsch-negativ sein und eine falsche Sicherheit vortäuschen, weshalb man so oder so auf eigene Kosten noch mal einen Test machen sollte.
Das würde ich daher nicht als Kriterium für Seriösität heranziehen.
Naja, das hab ich doch auch so gesagt?
Die Hunde dort werden aber a) gar nicht getestet, es findet sich b) kein Hinweis auf die notwendige zweite Testung und c) wird das nicht mal kontrolliert, ob getestet wurde, sondern wird lediglich "empfohlen" und es gibt 100 Euro dafür zurück.
Zusammen mit "die Hunde müssen erst in Deutschland richtig entwurmt werden" und den restlichen Missständen ist das für mich alles in allem schon ein Zeichen dafür, dass das kein seriöser Verein sein kann.
bin aber auch ein absoluter Gegner von Direktimporten.
...und da bin ich absolut bei dir !
Und falls das falsch rüber kam, ich gehe auch nicht mit allem konform wie das so gemacht wird.
Ich find halt schlimm, dass nicht mal die medizinische Grundversorgung übernommen wird.
Da steht ja direkt bei, dass das in Rumänien nicht möglich wäre.
Das Problem mit MMK ist ja nun nicht neu und das einfach so abzuwälzen, wenn es - wie verruecktsein schreibt - auch anders geht, hinterlässt ein doofes Gefühl.
Auch die Geschichte mit der Wurmkur. Es wird kurz vor Transport entwurmt und in Deutschland muss das dann nochmal "richtig" gemacht werden.
Man rechnet hier mit 300 Euro Tierarztkosten im ersten Monat nach Ankunft und erlässt dafür den Käufern 100 Euro vom Kaufbetrag.
Das ist doch eine Rechnung, die vorn und hinten nicht aufgeht - also ... nur für den Verein halt.
Dann könnte man auch pauschal 600 Euro pro Hund nehmen (gibt ja Leute, die das bezahlen) und vermittelt dafür durchgecheckte und entwurmte Hunde.
Alles anzeigenHier nochmal der Vermittlungsablauf, direkt kopiert von der Seite:
ZitatAlles anzeigen6. Die Schutzgebühr bei Direktadoptionen aus Rumänien gliedert sich wie folgt:
– Hund: 480€, wovon später 100€ bei Vorlage eines deutschen Labortests auf Reiseerkrankungen zurück erstattet werden können
– mediz. Notfälle, Oldies (ab 8 Jahre), Handicap Hunde: 280€, wovon später 100€ bei Vorlage eines deutschen Test auf Reiseerkrankungen zurück erstattet werden können
Die Schutzgebühr deckt die Kosten, um Ihren Hund sicher, geimpft und legal in Ihr Zuhause zu bringen.
Die Hunde
* reisen mit legalen TRACES-Transporten
* sind geimpft (Tollwut und 2 x Grundimmunisierung)
* sind grundsätzlich kastriert (wenn sie alt genug sind und wir diese Information erhalten haben)
* sind entwurmt
* sind gechippt
* sind mit dem EU-Heimtierausweis ausgestattet
Die kurz vor Abreise erfolgte Entwurmung in Rumänien ist kein zuverlässiger Schutz gegen Würmer und gar kein Schutz gegen Giardien. Daher raten wir eine gründliche Entwurmung einschl. Entwurmung gegen Giardien unmittelbar nach Ankunft in Deutschland zu beginnen oder eine dreitägige Sammelkotprobe einschl. auf Giardien untersuchen zu lassen. Die Entwurmungskosten für die Medikamente belaufen sich je nach Gewicht des Hundes auf bis zu 30€.
Ein gründlicher Tierarztcheck sollte ebenfalls kurz nach Ankunft erfolgen, denn dies ist in den rumänischen Tierheimen nicht möglich.
Neben der Schutzgebühr ist daher im Monat der Aufnahme bei einem gesunden Hund für eine erste medizinische Versorgung (Erstuntersuchung, Reisekrankheitencheck, Entwurmungen) mit ca. 300€ zu rechnen.
Wenn ich das richtig lese, fehlen auch die anderen Impfungen? Oder ist das mit Grundimmunisierung gemeint?
Und der Check auf MMK findet im ersten Monat der Aufnahme erst in Deutschland statt. Nicht mal ein Schnelltest wird gemacht. Gar nix ...
Wobei da auch nur steht "sollte erfolgen", weil dann gibt es ja 100 Euro zurück. Also geprüft wird das nicht und ... kann man auch lassen.
Da. Dieser Verein übernimmt bei Direktvermittlung NICHTS.
Selbst Pflegestellen müssen das auf eigene Kosten machen, es sei denn, es gibt "Rettungspaten".
Dann kostet der Hund für den Käufer aber auch gleich über 500 Euro.
Du siehst das echt zu schwarz-weiß und ich glaube, Du willst Dir da auch selbst Argumente pro Tierschutz liefern.
Ja, man kann beim Züchter Pech haben. Mein erster Berner wurde nur 3,5 Jahre, dann starb er an Krebs - leider ein Problem bei der Rasse.
Hier zog wieder ein Berner ein. Wesensfest, ein Schaf von einem Hund. Er hat Arthrose, Magenprobleme, aber ein absoluter Glücksgriff.
Dann kam Lucy aus dem Tierschutz (Deutschland). Aus einer Familie direkt zu uns gebracht, weil die Vorbesitzer überfordert waren. Angeblich reinrassig, ich habe da Zweifel. Sie kam hier völlig verstört und ängstlich an. Sie kannte nichts ... keine Leine, keinen Besen - oder vielleicht doch, denn dann rannte sie schreiend davon.
Immerhin war sie stubenrein.
Von der Beschreibung, die die Vorbesitzer dem Verein gegeben hatten, stimmte praktisch nichts.
Zeit zum Kennenlernen hatten wir nicht, wir haben es auf gut Glück gemacht, hätten die Hündin aber auch jederzeit zurück geben können, hatten 2x tgl. Kontakt zu unserer Betreuerin und der Vorsitzenden.
Dazu kamen jetzt die ganzen Krankheiten, die sich nach und nach zeigen. Unser Tierschutzhund ist definitiv kränker und schlechter sozialisiert, als der Rassehund.
Auch Rassehunde können krank sein - man denke an Mops und Co.
Das adelt aber niemanden, der einen "Tierschutzhund rettet".
Das finanzielle Risiko und die Wahrscheinlichkeit, sein Leben völlig umkrempeln zu müssen, ist einfach größer. Du weißt von der Vorgeschichte nichts.
Nochmal: Was war in den letzten zwei Jahren? Es gibt nur Bilder aus 2022.
Man muss ja nicht mal lügen, sondern kann auch viele Dinge einfach weglassen.
Hier nochmal der Vermittlungsablauf, direkt kopiert von der Seite:
ZitatAlles anzeigen6. Die Schutzgebühr bei Direktadoptionen aus Rumänien gliedert sich wie folgt:
– Hund: 480€, wovon später 100€ bei Vorlage eines deutschen Labortests auf Reiseerkrankungen zurück erstattet werden können
– mediz. Notfälle, Oldies (ab 8 Jahre), Handicap Hunde: 280€, wovon später 100€ bei Vorlage eines deutschen Test auf Reiseerkrankungen zurück erstattet werden können
Die Schutzgebühr deckt die Kosten, um Ihren Hund sicher, geimpft und legal in Ihr Zuhause zu bringen.
Die Hunde
* reisen mit legalen TRACES-Transporten
* sind geimpft (Tollwut und 2 x Grundimmunisierung)
* sind grundsätzlich kastriert (wenn sie alt genug sind und wir diese Information erhalten haben)
* sind entwurmt
* sind gechippt
* sind mit dem EU-Heimtierausweis ausgestattet
Die kurz vor Abreise erfolgte Entwurmung in Rumänien ist kein zuverlässiger Schutz gegen Würmer und gar kein Schutz gegen Giardien. Daher raten wir eine gründliche Entwurmung einschl. Entwurmung gegen Giardien unmittelbar nach Ankunft in Deutschland zu beginnen oder eine dreitägige Sammelkotprobe einschl. auf Giardien untersuchen zu lassen. Die Entwurmungskosten für die Medikamente belaufen sich je nach Gewicht des Hundes auf bis zu 30€.
Ein gründlicher Tierarztcheck sollte ebenfalls kurz nach Ankunft erfolgen, denn dies ist in den rumänischen Tierheimen nicht möglich.
Neben der Schutzgebühr ist daher im Monat der Aufnahme bei einem gesunden Hund für eine erste medizinische Versorgung (Erstuntersuchung, Reisekrankheitencheck, Entwurmungen) mit ca. 300€ zu rechnen.
Wenn ich das richtig lese, fehlen auch die anderen Impfungen? Oder ist das mit Grundimmunisierung gemeint?
Und der Check auf MMK findet im ersten Monat der Aufnahme erst in Deutschland statt. Nicht mal ein Schnelltest wird gemacht. Gar nix ...
Wobei da auch nur steht "sollte erfolgen", weil dann gibt es ja 100 Euro zurück. Also geprüft wird das nicht und ... kann man auch lassen.
Sorry, Fusselnase vielleicht liest Du noch mal ein bisschen ...
Alles anzeigenKönntest du vielleicht noch genauer erklären, was du in den Videos genau siehst, was du als "viele Anzeichen und gröbere Probleme" bezeichnest?
Wie bereits geschrieben denke ich, dass es für keinen Hund, der so gehalten wird jahrelang einfach ist, schwanzwedelnd und voller Freude einem Menschen auf so engem Raum entgegenzutreten.
Ich glaube, dass wildsurf das gesamte Paket meint. Nicht nur die Videos und das hat Phonhaus schön beschrieben.
Wie formulier ich das ... also, es ist klar, dass ein Hund im Shelter anders reagiert als in "Freiheit".
Aber warum wird diese Hündin als devot und menschenbezogen, freundlich, neugierig vorgestellt, wenn doch ganz offensichtlich in dieser Umgebung keine realistische Einschätzung möglich ist?
Und wenn diese Beschreibung schon nicht stimmt. Was stimmt vom Rest?
Die Hündin wirkt nicht aggressiv, aber deutlich gestresst. Sie wendet den Blick ab, hechelt, schmatzt. Der Körper ist steif und das Angetatsche gefällt ihr deutlich nicht.
Das hätte dem/der Filmer/in aber klar sein müssen, wenn er/sie sich anmaßt, Hunde einzuschätzen. Nicht anfassen, Schritt zurück gehen, warten. Jedes Nähern belohnen. Kleine Schritte. Dafür ist in so einem Shelter nicht die Zeit bei der Menge an Hunden, das ist mir klar. Aber diese Hündin sitzt da jetzt seit 2 Jahren und erlebt das so.
Das erste Video ist aus dem März. Dort wurde das ansatzweise versucht, aber genau in dem Moment, wo sie etwas Neugierde zeigt, sich dann doch umentscheidet, wird sie verfolgt, bedrängt und in ihrem Schutzraum gestört. Auch ein Teil der Bilder ist in ihrem Rückzugsort.
Nun ist ein Hund ja nicht blöd und sie wird in den zwei Jahren gelernt haben, dass sie keine Chance hat. Sie kann nicht raus, sie ist abhängig von denen, die ihr da das Futter rein bringen oder mal durchfegen. Sie lässt es über sich ergehen, was aber dem Wesen eines HSH widerspricht, der oft eigene Entscheidungen treffen muss - allein von der Genetik.
Man kann einfach nicht vorhersagen, wie diese Hündin reagiert, wenn sie angekommen ist, Freiheiten hat.
Und Ausschlusskriterien wären für mich:
- keine medizinische Versorgung im Shelter
- zu den fast 500 Euro Kaufpreis kommen noch ca. 300 Euro Tierarztkosten (stand auf der Website)
- Du bekommst u.U. einen schwerkranken Hund mit MMK oder Giardien, aber das ist dann Dein Problem (Kosten)
- eine Rückgabe ist nicht möglich
- keine realistische Einschätzung des Charakters
- keine Sozialisierung
- keine Sicherheit, dass das mit dem Ersthund funktioniert
Wenn Du damit zurecht kommst und das stemmen kannst - zeitlich und vom Geld her - dann kann man das machen, aber immer mit dem Risiko, dass das grandios scheitert und man keine Hilfe erhält.
Unsere Lucy stammt aus Deutschland, wir wissen grob von ihrem ersten Jahr. Sie war von Beginn an auffällig, inzwischen wissen wir, dass sie eine CNI hat, Schilddrüsenfehlfunktion und mind. Anaplasmose und Borreliose. Letztere beiden Krankheiten vermutlich, weil die Vorfamilie sich nicht um Zeckenschutz (in einem Risikogebiet) gekümmert hat. Für 45kg Hund kostet jeder Schub ca. 130 Euro an Medikamenten, dann kommen nochmal 100 Euro Blutentnahmen dazu.
Und dieser Verein importiert Hunde, mit dem Wissen, dass diese Krankheit da sein kann, lässt das aber den Besitzer im ersten Monat selbst heraus finden und sagt dann: "Ja, wussten wir, dass das sein kann. Aber ist nicht mehr unser Hund."
Von Erkrankungen am Bewegungsapparat aufgrund von (unbemerkten) Unfällen oder schlicht Platzmangel reden wir mal nicht.
Ich kenne es eigentlich so, dass die Hunde vor dem Transport und geraume Zeit danach nochmal hier in Deutschland getestet werden - zumindest lese ich das hier öfter so. Genauso mit den Giardien. Allein, dass sie das so erwähnen, lässt mich aufhorchen. Ich hätte keine Lust, dass mein Ersthund sich mit so nem Mist ansteckt, weil der Verein es mit der Gesundheitsfürsorge nicht so genau nimmt.
Erst, wenn Du einen Hund dieses Vereins von einer Pflegestelle aus Deutschland übernimmst, hast Du zumindest die Gewissheit, dass die Pflegefamilie diese Probleme schon mal angegangen ist.
Die Anforderung an die Hündin sind: Mitnahme ins Büro, Stadtleben, Ersthund
Dazu HSH-Anteil und Hundehalterin mit (ich sag mal vorsichtig) wenig Erfahrung an die Bedürfnisse.
Wo kommt den diese Info her ?
Selbstverständlich werden die Hunde vorher durchgecheckt und komplett geimpft, inkl. EU Heimtierpass. Anders wäre eine Ausreise ja gar nicht möglich.Meines Wissens nach wird vor der Ausreise auch immer entwurmt, aber eine einmalige Behandlung hilft ja nicht zuverlässig gegen Giardien. Ich persönlich finde es besser wenn da klar drauf hingewiesen wird.
Außerdem wurde bei meinem Hund ein Schnelltest auf MMK gemacht, was glaube ich auch Standart ist. Aber auch hier wird fairerweise gesagt das der Test nicht zuverlässig ist und als richtiger Bluttest wiederholt werden sollte.
Nein. Bei diesem Verein eben nicht.
Die vermitteln die Hunde ohne Untersuchung auf MMK und der Käufer verpflichtet sich, das für ca. 300 Euro innerhalb der ersten 4 Wochen hier in Deutschland selbst machen zu lassen.
Hatte ich hier irgendwo zitiert. Das stammt direkt von deren Seite.
Selbst bei den Pflegestellen handhaben die das so, mit dem Unterschied, dass die das Geld für die Untersuchung und Entwurmung teilweise erstattet bekommen, wenn sich genügend Spender ("Rettungspaten") finden lassen.
Geimpft sind die Hunde aber scheinbar und kurz vor Transport eine Wurmkur rein, mit dem Hinweis, dass das "kein Schutz ist und in Deutschland sofort wiederholt werden muss" (ich frag mich ja, ob die da nicht an der Tablette auch noch sparen).
Nur, dass man das nicht nur sich selbst, sondern auch dem Hund und dem vorhandenen Ersthund aufhalst.
Dass diese Hunde psychisch schwer geschädigt sind (sein können, mag ja Ausnahmen geben) streitet hier glaub ich keiner ab.
Ich hab nur das Gefühl, dass hier jemand ziemlich auf die Mitleidsmasche herein fällt und ohne wirkliches Wissen in eine böse Falle tappen wird. Da verweise ich nochmal auf das, was Lionn geschrieben hat.
Solche Berichte und Hilferufe gab es hier doch im gesamten Corona-Zeitraum haufenweise.
Und ich bezweifle, dass es speziell diese Hündin hier in Deutschland bei den Anforderungen besser hat. Sauberer und medizinisch versorgt, aber ihrem Wesen entsprechend? Ihren Anforderungen gerecht werdend? Ich fürchte nicht.
Diesen Hund da raus holen und in ruhige Umgebung ist ein Wunschdenken. Das kann die TE ihr nicht bieten und daher rate ich vom "Retten" ab.
Ich stimme dir in fast allen deinen Punkten zu und bin dir mehr als dankbar für all deinen Input aber was ich nicht verstehe, warum bringst du ein Beispiel mit einem Meerschwein und nicht mit Hundezüchtern bzw. -vermehrern? Würde es von denen nicht so viele geben würden sich weniger Leute einen Hund nehmen und die Tierheime wären leer(er). Heutzutage braucht kaum jemand mehr einen Sheltie weil er eine Schafherde hat oder einen Malinois weil er gerne auf Verbrecherjagd geht. Viele denken halt sie gehen den "einfachen Weg" hin zum Züchter (weil es ist ja auch ganz wichtig dass man sich beim Spazierengehen dann über die Rassen unterhalten kann) und bekommen dann auch oftmals einen Hund, den sie nicht handeln können und überfordert sich aber immerhin ist es ein Rassehund, dem man dann mit der Lederleine ins Gesicht hauen kann.
Ein Hundezüchter verkauft seine Hunde auh nicht, weil er eine gute Tat vollbringen will, sondern weil es Geld bringt.
Ich dachte mir schon, dass diese Frage kommt.
Ich habe das Beispiel "Meerschweinchen und Zoohandlung" gewählt, weil das meiner Meinung nach dem Verkaufskonzept eines Shelters am nächsten kommt. Hunde kann man i.d.R. nicht einfach im Zoogeschäft kaufen (Ja, ich weiß, es gibt eine unrühmliche Ausnahme), Meerschweinchen, Kaninchen und Mäuse hingegen schon. Nur bei Kleintieren fällt es halt nicht auf, wenn das schief geht. Die Tiere verkümmern in kleinen Käfigen und versterben. Aber es ist ein verkauftes Tier und der Platz wird schnell wieder gefüllt.
Shelter kann man mit Züchtern nicht vergleichen. Ich spreche da selbstverständlich von Züchtern, die in einem Verein züchten, mit Zuchtwart und Zuchtordnung, dem VDH angeschlossen. Auch da gibt es schwarze Schafe, aber mit Sicherheit nicht so viele, wie ich jetzt schon Horrorgeschichten aus sogenannten Sheltern gehört habe.
Ein seriöser Züchter ist kein "einfacher Weg". Das ist ein Irrglaube. Da gibt es wenige Würfe im Jahr - je nach Anzahl der Hündinnen - es gibt Wartelisten für die Welpen und bei manchen Rassen nicht einmal wirklich viele Züchter in Deutschland.
Deine Vorstellung von Hunden und ihrer Arbeit scheint mir auch ziemlich ... schwierig. Malinois gehen nicht "gern auf Verbrecherjagd". Das sind halt einfach Arbeitshunde.
Und jetzt das Fettmarkierte: Jemand, der sich die falsche Rasse aussucht, den Hund nicht händeln kann und ihn dann tierschutzwidrig behandelt ... der unterscheidet sich bitte worin von jemandem, der einen "Hund aus dem Shelter rettet", obwohl er nicht zu den eigenne Lebensumständen passt und dann ggf. auch überreagiert, dem Hund durch Bedrängen oder Schläge Schaden zufügt?
Seriöse Hundezucht ist kein Goldesel. Meine Freundin züchtet und sie hat bei jedem Wurf gerade ihre Kosten gedeckt. Kommt unerwartet ein Kaiserschnitt dazu oder andere Komplikationen, ist es ein Minusgeschäft. Unterschied zum Shelter: Seriöse Züchter gehen dann zum Tierarzt und lassen die "Ware" nicht einfach sterben, weil ja eh Nachschub kommt.
Und in den Sheltern rückt nicht ein Hund nach, weil die Vereine so gut daran verdienen sondern weil der Mensch als angebliche schlaues Wesen die Hunde dort aussetzt, nicht kastriert, nachts frei laufen lässt. Weil der Gesetzgeber wie in vielen anderen Bereichen auch unfähig ist, das zu regeln.
Ich glaub Du hast sehr romantische Vorstellungen von den geretteten Hunden dort.
Diese ganzen "Welpen, die neben ihrer toten Mutter gefunden wurden"-Geschichten stimmen höchstens zur Hälfte. Ich habe Dokus gesehen, dass extra Hunde dafür produziert werden, um sie als "arme Welpen" nach Europa zu verscherbeln. Unzulänglich versorgt und viel zu früh von den Müttern getrennt. Welpen lassen sich im Tierschutz nämlich viel besser "adoptieren" als alte, schwierige Hunde.
Ich wette, dass man Pinta mit einem Jahr sehr viel besser hätte vermitteln können. Stattdessen sitzt sie da jetzt 2 Jahre - angeblich. Es gibt keine Bilder vor März 2022. Warum? Wenn sie schon lange da ist?
Als ich meinen Ersthund bekommen habe habe ich von diesem Tierschutzverein auch nichts gehört von Testung auf MMK oder ähnliches, kenne mich da vermutlich auch zuwenig aus aber war gleich nach seiner Ankunft bei 2 großen Tierkliniken, weil ihm ein Zahn gezogen werden musste, aber niemand hätte mich auf diese Testungen angesprochen oder sie mir ans Herz gelegt und das obwohl diese Kliniken eh sehr gewinnmaximierend arbeiten.
Ich weiß nicht, ob das bei jedem Verein so ist, mir wurde das als Merkmal von Seriosität genannt. Selbst wenn der Test auf MMK dann im Shelter positiv ist, dann weiß man, worauf man sich einlässt. So kriegst Du zur charakterlichen Wundertüte auch noch eine nette medizinische Überraschung. Du zahlst also 800 Euro für einen Hund, von dem Du nur ein Photo kennst.
Der Mensch macht die Welt zu dem, was sie ist - für mich steht jedenfalls fest dass niemals ein Tier bei mir einziehen würde, das extra gezüchtet wurde, obwohl Milliarden solcher Tiere irgendwo sitzen und ein Zuhause suchen.
Und bei mir würde kein Hund einziehen, wo ich eine solche Organisation unterstütze. Ich rette ein Tier und Hunderte andere leiden.
Man mag geteilter Meinung über Züchter sein (und ich spreche nicht von Vermehrern, die sehe ich genauso kritisch wie Shelter), aber da hab ich eine relative Sicherheit, was Charakter, Größe, Sozialisation angeht.
Tausende Tiere sitzen auch in deutschen Tierheimen. Wahrscheinlich sogar solche wie Pinta, die aus Naivität hierher "adoptiert" (ich hasse das Wort im Zusammenhang mit Hunden) wurden. Das lehnst Du ab. Sind die es weniger wert?