Beiträge von Lysaya

    Das ist mir schon klar! Hier wurde aber behauptet, dass Tollwut durch anlecken durch keine Hautabschürfungen übertragen werden kann, dann könnte auch ein infizierter Mensch einen anderen zum Beispiel beim Küssen oder intimem Kontakt übertragen. Ich hab das nicht behauptet. Die Sache mit den Spenderorganen ist ja tatsächlich passiert.

    Das wurde nicht „behauptet“, sondern ist nun mal Fakt. Aber klar, das RKI und die WHO denken sich die Übertragungswege wahrscheinlich willkürlich aus :muede:

    Das mit dem Spenderorgan hatte ich nur zitiert, weil eben gesagt wurde, Tollwut könne nur durch Bisse in Nervennähe übertragen werden. Die Aussage ist falsch.

    Und es gibt ja Statistiken, die eben sagen, dass Bisse und Anlecken das größte Problem sind.

    Ich glaube übrigens, dass ein Mensch mit Tollwut eher andere Dinge im Kopf hat als Küsse.

    Zitat

    Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in der Regel durch einen Biss, jedoch ist eine Übertragung von Tollwutviren durch infektiösen Speichel infizierter Tiere selbst bei oberflächlichen Hautverletzungen oder direktem Kontakt mit der Schleimhaut möglich.

    Auch das RKI sieht nicht nur Bisse als Übertragungsweg.

    Sie geben sogar noch Einzelfälle über Spenderorgane an.

    Je näher das „Ereignis“ am ZNS ist, umso schneller kann die Infektion ausbrechen. Verletzungen am Kopf sind also potentiell riskanter als an der Hand.

    Nerven haben wir allerdings überall ausreichend, sonst würde der Biss nicht weh tun.

    Zitat

    Hunde, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, müssen beschlagnahmt und auf Kosten des neuen Halters für mindestens 4 Monate kostenpflichtig in Quarantäne untergebracht werden. Die Kosten dafür können sich auf ca. 5 000 Euro belaufen. Zudem muss der Halter mit einer Anzeige rechnen.

    Vorsicht bei Tieren aus dem Ausland
    Immer häufiger tauchen Hundewelpen aus Süd- oder Osteuropa in Deutschland auf, die nach langer Fahrt in übereinander gestapelten Käfigen vermittelt oder…
    www.mannheim.de

    Mannheim. Ich würd sagen: Kommt drauf an ... Ich vermute, die Kosten für den Test und evtl. TA-Kosten fallen auch an. Geldstrafe wahrscheinlich auch.

    Vielleicht liegt es an der Google-Übersetzung ... ich lese im ersten Post von aufgebrachten Hundebesitzern, die den Beamten hinterher laufen, versuchen den Hund zu "befreien", panisch sind und die Fassung verlieren, weil sie die Situation nicht verstehen oder einschätzen können.

    Dazwischen subtile Unterstellungen ("man wollte uns den Hund wohl wegnehmen", "Hund wäre ja teuer").

    Meine Vermutung: in der aufgeheizten Gesamtlage war der Fokus erstmal darauf, die Besitzer zu beruhigen (Deeskalation) und die Fakten zu schaffen.

    Und natürlich lässt man einen Hund so nicht Gassi. Es gibt die Regelung, dass Hunde, die über Drittländer einreisen nicht den Flughafen verlassen dürfen. Das müssen die Halter unterschreiben.

    Der Hund sollte in einen Käfig (und laut dem hier verlinkten Fernsehbericht ist das nicht unüblich).

    Dass man Angst und Sorge um den Hund hat, verstehe ich. Aber ein bischen Kooperation ist halt auch notwendig.

    Ich finde einfach den Ton hier im Thread gegen de TE unnötig hart, teilweise anklagend, als ob sie eine Gefahr für andere Menschen und Tiere darstellt! Ja, sie ist selber Schuld, aber die Gesamtsituation betrachtend tut sie mir sehr leid und ich hoffe der Hund sowieso.

    Mir tun die Beteiligten auch leid, aber das ändert nichts daran, dass ich es gut finde, dass es feste Vorschriften gibt.

    Wir kennen ja nur die Version der TE. Die Beamten haben anscheinend gesagt, dass eine Rückgabe "bei Ihnen" (an die Familie) nicht möglich sei. Wir wissen nicht, ob es noch andere Unstimmigkeiten gab. Vielleicht bin ich da echt naiv, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Tierärztin so gefühllos ist, einen Hund ohne Futter und Wasser lässt, wenn da nicht noch irgendwas anderes im Argen liegt.

    Bei allem Verständnis für den armen Hund: ich fände es echt schräg, wenn die Zollbeamten den Hund einfach munter in der Gegend rumlaufen ließen, mit ihm knuddeln und Wurst zustecken. Das sind keine fachkundigen Tierpfleger. Wie sollen die das einschätzen? Da steht ein Hund mit fraglichem Impfschutz/Infektion vor denen. Und da spielt keine Rolle, ob er 4kg oder 40kg wiegt.

    Das stimmt und ich bin da einfach davon ausgegangen, dass man den Hund da überwacht am Besten an der Leine sein Geschäft verrichten lässt. Daran dass ein Hund andere Tiere im Garten beißt, hab ich ehrlicherweise nicht dran gedacht, weil mein Hund sowas nicht macht.

    Bodo der olle Sack hat mal eine Maus gefangen und genüsslich abgeschleckt -.-

    Ich hab mich so erschrocken, ihm sie weg genommen und das Tier einfach im nächsten Feld ausgesetzt, so geschockt war ich, weil der "Stock" sich auf einmal bewegt hat.

    Damals hab ich aber eher an Flöhe und Würmer gedacht, wenn ich ehrlich bin.

    Aber ja, solche Situationen gilt es zu vermeiden.

    Ot Titerbestimmung

    Darf ich was zwischenfrsagen?

    Wir reisen normalerweise nicht außerhalb der EU. Da wir aber häufig in NL sind, haben wir immer auf gültige Tollwutimpfung geachtet.

    Würde ich jetzt einen ausreichenden Titer bei den Hunden bestimmen lassen, gälte der wie lange?


    Lebenslang. Wenn der Titer einmal bestimmt wurde und danach die Abstände aller Auffrischungsimpfungen eingehalten wurden, braucht man das - Stand heute - nicht wiederholen.

    Versäumst Du einen Termin und hast eine "Lücke", dann fängt es von vorn an: Impfung und erneut Titerbestimmung.

    Ich unterstelle keinen Blödsinn, ich lese hier Blödsinn! Tut mir leid, aber vom Lösen im Garten steckt sich keiner an. Und was das mit der Übertragung über den Speichel zu tun haben soll versteh ich auch nicht, wen soll der Hund im Garten denn über den Speichel anstecken? Dann müsste man auch Angst vor den Fledermäusen im Garten haben.

    Die allermeisten Ansteckungen mit Tollwut finden bei Kindern unter 15 Jahren durch Hunde statt. Entweder durch Bisse oder durch Lecken. Fledermäuse lecken sehr selten Menschen an ... und davor, diese Tiere mit bloßen Händen anzufassen wird aus vielen Gründen abgeraten.

    Selbst kleinste Verletzungen in der Haut können Eintrittspforte sein, Schleimhäute sind hochriskant. Die Krankheit verläuft praktisch immer tödlich und gilt als eine der gefährlichsten Zoonosen.

    Vom Lösen im Garten habe ich nichts geschrieben, sondern davon, dass dort auch andere Tiere leben: Hund beißt Katze, Katze frisst Maus, ...

    Wie gesagt: Sehr unwahrscheinlich, aber ein Infektionsweg ist möglich. Vermutlich nicht bei diesem geimpften Hund.

    Das mit den Tieren aus der Ukraine hab ich gelesen, da geht es aber um 21 Tage und nicht um drei Monate.

    Und nur, weil das manche nicht melden oder zu wenig kontrolliert wird, wird das nicht richtiger. Vorgabe ist: Tiere sofort beim TA vorstellen, impfen lassen, Kontaktvermeidung und danach Kontrolle der Impfung.

    Sunti Du kennst Dich da etwas aus? Wie kann man sich denn so eine Hausquarantäne vorstellen? Gassi geht ja nicht. Eigener Garten? Auch da könnte ja - theoretisch - die Infektionskette weiter laufen. Ebenso bei den Menschen im gleichen Haushalt. Klar, der Hund ist geimpft, die Chance ziemlich klein, aber ... ist sowas dann wirklich möglich? Das kann doch niemand kontrollieren ...

    Ich weiß echt nicht was hier immer für Märchen von Infektionsmöglichkeiten erzählt werden. Ja, Tollwut ist eine ernstzunehmende Erkrankung und die Behörden sind zu Recht streng damit! Aber Tollwut wird nicht durch Urin oder Kot übertragen! Im eigenen Garten zu Pinkeln ist überhaupt kein Problem, warum denn auch? Im Fall der Ex-Userin hier im Forum sind die 5 Hunde ja auch im Garten gewesen. Man darf natürlich nicht Spazierengehen damit man keine anderen Hunde trifft, nicht damit der Hund seine Viren nicht verteilt, so wird Tollwut nicht übertragen!

    Ich weiß, wie Tollwut übertragen wird :muede:

    Hab ich irgendwo behauptet, dass es über Kot oder Urin geschieht? Nein. Speichel ist der Übertragungsweg. Darum schrieb ich, dass die Chance sehr klein ist, aber sie ist nunmal da.

    Also unterstell mir bitte nicht irgendwelchen Blödsinn.

    Es gibt btw. auch noch andere gefährdete Tiere, die im heimischen Garten vorkommen. Meine Überlegung ging eher in diese Richtung. Darum "theoretisch"!

    Dass gerade bei einem geimpften Hund das Ganze im Promillebereich liegt, darüber müssen wir nicht reden, aber das Risiko ist nicht 0.

    Und wenn man es diesem Hund erlaubt, müsste man es - theoretisch! - auch anderen erlauben, die damit weniger sorgsam umgehen.