Beiträge von Lysaya

    Nur der Vollständigkeit halber - die erste Dosis wurde gespritzt, danach oral verabreicht. Wenn du hier schon Studien zitierst dann bitte korrekt - oder war das so nach dem Motto wenn ich das da reinhaue liest das eh keiner?

    Was ist das denn für eine dämliche Unterstellung?

    Klar, ich hau immer Links raus, weil ich hoffe, die liest keiner :ironie2:


    Ich hab das Behandlungsschema tatsächlich nur überflogen und mich auf die Ergebnisse - die ja augenscheinlich nicht so schlecht waren - konzentriert. Ehrlich gesagt bin ich aber auch gar nicht auf die Idee gekommen, dass die Firma Heel eine Studie zu einem "Medikament" bezahlt und da nicht mal auf die richtige Darreichungsform achtet.

    Das Vergleichsmittel wurde ja auch ordnungsgemäß mit gängiger Dosierung verabreicht.

    In verschiedenen Katzenforen hab ich Stellungnahmen von Heel gefunden, dass bei akuter CNI (was sich eigentlich ausschließt ...) gespritzt werden sollte. Das Therapieschema variiert da ziemlich stark. Fraglich nur, warum sie nicht einfach "oral" mit auf die Packung und den Beipackzettel schreiben.

    Davon ab hat die Studie anscheinend noch mehr logische Fallstricke.

    https://www.vetimpulse.de/fileadmin/user_upload/Kubinetz-Leserbrief_Homepage.pdf

    Lucy bekommt übrigens auch Goldrute.

    In Form von unverdünnten Kräutern zum Futter.

    Aber das war es jetzt wirklich.

    In der Studie, die ich verlinkt habe, wurde SUC gespritzt. Im Beipackzettel steht auch nur, dass die subkutane Injektion zu wählen sei.

    Generell bin ich ja Fan davon, sowas so zu benutzen, wie es gedacht ist.

    Bei Injektionen sind häufig andere Trägerstoffe nötig, um am erwünschten Ort zu wirken, darum gibt es ja unterschiedliche Anwendungsarten.

    Wie auch immer. Die Frage war ja, wie schnell SUC wirkt und da ist die Antwort halt: man kann es nicht sagen.

    Selbst Homöopathen und der Beipackzettel gehen von einigen Wochen aus, wobei es zu einer Erstverschlimmerung kommen kann.

    SUC ist einfach kein Wundermittel- auch wenn das häufig so geschrieben wird.

    Aber ich bin dann mal raus aus dem Thema.

    Ich wollte jetzt kein Fass aufmachen über den Sinn oder Unsinn von Homöopathie.

    Die Studie (auch, wenn ich sie nur für bedingt objektiv halte, wenn Heel die selbst finanziert und die Forscher bezahlt) kommt ja auch zu dem Schluss, dass SUC einem üblichen Blutdrucksenker über den Studienzeitraum (168 Tage) nicht hinterher steht.

    Tatsache ist halt leider, dass weder das Eine noch das Andere die Erkrankung aufhalten oder umkehren können.

    Und ein hochwirksamer Blutdrucksenker wird schneller einen Effekt erzielen - auch, wenn SUC ebenfalls seine Stärken hatte.

    Heel wirbt ja damit, dass durch SUC eine natürliche Blutdrucksenkung und damit Entlastung der Nieren einsetzt.

    Soweit ich das weiß geht es hier nicht um orale Gabe mit Aufnahme über den Magen Darm Trakt sondern das Mittel wird über die Mundschleimhaut resorbiert - die Empfehlung ist entweder mit Spritze (natürlich ohne Nadel) ins Maul oder mit ein klein wenig Joghurt gemischt auflecken lassen.


    Und die Therapiekosten - sind abhängig vom Gewicht des Hundes!

    Naja ... wenn ich das Zeug übers Futter gebe oder in Joghurt rühre, ist das mit der Aufnahme über die Schleimhaut schon so eine Sache. Dann verdünne ich die Verdünnung ja noch weiter.

    Und sicherlich ist das eine Frage des Gewichtes. Für Lucy wären wir jedenfalls bei 200 Euro gelandet. Die oben verlinkte Studie empfiehlt mind. 2x wöchentliche Gabe. Und Heel verschenkt ja nun mal auch nix ;)

    Naja, aufgedruckt auf die Schachtel ist die Verabreichung sc, im, iv.

    Davon bin ich jetzt erstmal ausgegangen und ich würde ja auch keine Novalgin-Ampulle austrinken. Die unterschiedliche Zubereitung hat ja i.d.R. einen Sinn.

    Von der Studie hab ich gelesen, die ist aber nur vom Hersteller. Unabhängige Studien gibt es leider nicht. Hab da auch nach gesucht, ehe ich so um die 200 Euro raushaue.

    Falls wir die gleiche Studie meinen, dann geht es da um 70 Katzen: https://www.karger.com/Article/FullText/506698

    Zitat

    Disclosure Statement

    U.B. has no competing interest to declare. G.B. is an employee of CRO Klifovet AG, who received consultancy fees from Heel GmbH. P.K. has received consultancy fees from Heel GmbH. E.R. is an employee of Heel GmbH.

    Funding Sources

    This work was supported by a research grant from Heel GmbH.

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    Offenlegungserklärung

    U.B. hat keine konkurrierenden Interessen zu deklarieren. GB ist Mitarbeiterin der CRO Klifovet AG, die Beratungshonorare von der Heel GmbH erhielt. P.K. hat Beratungshonorare von der Heel GmbH erhalten. E.R. ist Mitarbeiter der Heel GmbH.
    Finanzierungsquellen

    Diese Arbeit wurde durch ein Forschungsstipendium der Heel GmbH unterstützt.

    In der Studie kam wohl raus, dass SUC nicht besser (oder schlechter) ist, als z.B. Benazepril. An der Lebensqualität nach 168 Tagen unterschieden sich die Kontrollgruppen jedenfalls nicht signifikant.

    Dass Goldrute hilfreich sein kann, halte ich für möglich. Allerdings sind in homöopathischen Mitteln ja eher nur rudimentär Wirkstoffe (um nicht zu sagen: keine) enthalten.

    Die SUC-Therapie ist halt homöopathisch.

    Eine Freundin von mir schwört drauf, ich hab bisher - auch wegen der immensen Kosten - einen Bogen drum gemacht.

    Soweit ich weiß, muss man das schon über einen sehr langen Zeitraum geben.

    Wie groß da die Erfolgschancen sind, kann ich nicht einschätzen. Zeitgleich hat sie streng auf die Diät geachtet, Blutdrucksenker, um die Nieren zu entlasten und hin und wieder Infusionen.

    Ob SUC dann "der Gamechanger" war? Keine Ahnung.

    Fakt ist, dass auch SUC (ob man nun drauf schwört oder nicht) zerstörtes Gewebe nicht regnerieren kann und nur die Ampullen allein reichen nicht aus. Ich weiß, dass bei den Mitteln oft zu oraler Gabe geraten wird, frage mich aber trotzdem, ob das sinnvoll ist, wenn der Hersteller die Injektion empfiehlt.

    Tut mir leid, aber ein Heilmittel gibt es da leider nicht.

    Lucys Nierenwerte waren jetzt auch wieder schlechter. Vor allem der Krea schießt über die Referenz. SDMA ist gleichbleibend bei 15, Harnstoff und Phosphor sind gut mittig der Referenz.

    Wir haben daraufhin den Urin untersuchen lassen, sie scheidet (noch) kein Protein aus.

    Inzwischen haben wir auch eine Diät gefunden, die ihr schmeckt. Animonda und hin und wieder VetConcept.

    Cortison senkt die Schilddrüsenwerte.

    Darum nimmt man die eigentlich nicht, solange der Spiegel noch nicht abgebaut ist.

    Aussagekräftig sind die Werte erst, wenn das Cortison wieder raus ist.

    Nichtsdestotrotz hat er jetzt anscheinend zu niedrige SD-Werte, daher kann man gegenregulieren. Man muss das aber beobachten, denn wenn das Cortison raus ist und er die Medis weiter kriegt, kann das in eine Überfunktion kippen.

    Ich glaub aber ehrlich gesagt nicht an die SDU.

    Zitat

    Schilddrüsenunterfunktion oder Morbus Cushing?

    Derzeit wird die oben beschriebene Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) sehr oder sogar zu häufig diagnostiziert. Bei der Interpretation der Werte muss jedoch bedacht werden, dass sie vielen Einflüssen unterliegen und nicht in jedem Fall eine Schilddrüsenerkrankung vorliegen muss, sondern eben auch ein Morbus Cushing die Ursache sein kann. Ebenfalls können Medikamente (wie z.B. Kortison oder Sulfonamide) die Werte absenken und eine Schilddrüsenunterfunktion vortäuschen.