Ich hatte mich ja schon ein wenig geärgert, als ich 10 Minuten nach der offiziellen Sprechstunde beim TA ankam (vorher natürlich angerufen) und die die Notfall-Gebühr angerechnet haben, obwohl aus der vorangegangenen Sprechstunde auch noch Patienten da waren.
Ich kenn das aus der Humanmedizin.
HNO-Praxis ohne Terminmanagement (ja, Katastrophe ... war damals aber wirklich so). Die Spezialisten kamen immer um Punkt 16.59 Uhr und mussten dann noch angenommen werden, weil "ist ja noch in der Sprechzeit". Gern dann auch mit "ich hab seit 8 Wochen so schrecklichen Drehschwindel" und auf die Frage, ob das nicht auch um 14 Uhr gegangen wäre, kam dann "da hatte ich einen Friseurtermin" oder ähnliches.
Solche Untersuchungen bedeuteten für uns aber minimum 2 Überstunden, da gerade die Abklärung von Schwindelanfällen zahlreiche Untersuchungen erfordert.
Wir haben dann um 17 Uhr die Tür abgeschlossen und den AB angemacht. Wer noch da war, wurde behandelt, wer nach 17 Uhr kam, hatte Pech. Hätten wir nach "da sind ja eh noch Patienten" gearbeitet, wären die letzten vermutlich um 0 Uhr gegangen 
Die Praxisorganisation war da eh eine Katastrophe, weil wir in der Mittagspause - und gern bis zum Beginn der Mittagssprechstunde - noch die letzten Patienten der Vormittagssprechstunde da hatten (diejenigen, die halt um 11.59 Uhr kamen
).
Ich kann also schon verstehen, warum "10 Minuten nach der offiziellen Sprechstunde" als Notfall gilt. Je nach Grund kann das einen erheblichen Aufwand bedeuten.