Beiträge von Lysaya

    Also wenn ich so 10 Jahre zurück denke ... so viele Vögel wie in den letzten zwei-drei Jahren hatten wir noch nie. Alles fing an mit einem einsamen Rotkehlchenmann und sehr viel Schnee. Den hab ich aus der Not heraus mit puren Haferflocken gefüttert, bis ich was Richtiges da hatte. Kurz darauf kamen schon zwei Rotkehlchen und im Frühjahr dann Meisen und Spatzen. Inzwischen tummelt sich hier so viel.

    Unsere alten Nachbarn haben sich auch beschwert, die sind zu laut, überall liegen Schalen, die kacken, dann kommt Ungeziefer, ...

    Aber ich freu mich, für mich ist es ein Zeichen, dass ich das hier nicht so ganz falsch machen kann. Vorgestern saß das Rotkehlchen in der Mini-Totholz-Ecke und die Spatzen baden im Sand.

    Für Ohrenkneifer hab ich überall mit Stroh gefüllte Blumentöpfe hingetan und trockene Stängel der Stauden bleiben stehen.

    Himbeere und Brombeere wurden auch schon inspiziert. Und irgendwelche Schnecken (oder Raupen?) lieben anscheinend Kiwi-Blätter.

    Mir tut es leid, dass die Thuja hier so ratzfatz raus muss. Die bietet noch vielen Vögeln Unterschlupf, aber es hilft nix. Das Ding stirbt und je länger ich warte, umso länger dauert es, bis was anderes annehmbar groß ist. Ich will endlich Donnerstag haben und hören, was ein Profi zu meinem Chaos sagt XD

    Wie gesagt, das war auch nicht meine Absicht. Ich hab nur Form und Sorte vertauscht und mich auf die Angaben bei Naturadb - was vogelschutz- und insektenfreundlich sowie heimisch angeht - verlassen. :smile:

    Sonst hat man als Laie ja keinen Anhaltspunkt.

    In Baumärkten ist alles insektenfreundlich, was mehr als eine Blüte hat ...

    Missverständnisse ausgeräumt, denke ich :)

    Ich kann halt keinen 6 Meter hohen Holunder direkt an die Zaungrenze pflanzen :ugly:

    Da er den doofen Kirschlorbeer ersetzt, bin ich mit meinem ökologischen Gewissen so oder so im Plus ;)

    Direkt nebenan ist die Felsenbirne (die Echte), die dann auch genug für verschiedene Insekten bieten kann.

    Feldahorn und Hartriegel stehen auf der anderen Seite.

    Wir haben halt 100m² Reihenhausgarten und nicht 3000m² Freifläche. Da muss ich Abstriche für alle machen.

    Ich hab doch gar nicht geschrieben, dass es die Wildform ist? Okay, ich hätte Sorte schreiben müssen, aber mir gings ums heimisch und wertvoll.

    Beim Nutzen tun sich die Schwarzen Holunder Sorten (!) nicht viel.

    Zitat

    Verwendung als Bienen- und Insektenweide, als Vogelschutznährgehölz, im Hausgarten und für den Erwerbsobstanbau

    Und ja, dass er kleiner bleibt, war hier z.B. auch mitentscheidend.

    Einspruch ;)

    https://www.naturadb.de/pflanzen/sambucus-nigra-black-lace/

    Holunder Black Lace IST die heimische und damit wertvolle Form. (Falls das in meine Richtung geht, weil ich den hier öfter erwähne)

    Ich habe den auch im Garten gesetzt. Wohlwissend, dass Holunder heimisch ist. Black Lace ist aber dennoch eine gezüchtete Sorte und keine Wildform. Darum ging es mir. Ich habe mehrere „langweilige“ wilde Holunder im Garten und wollte noch einen Black Lace dazu haben. Dieser wird nicht denselben Nutzen haben wie die Wildformen. Und das war mir auch bewusst.

    Ich hab nicht recherchiert. Aber der Unterschied der verschiedenen Vögel oder Wildbienen oder oder, die an den Holunder gehen, wird da sein. Wäre ja mal interessant, das zu vergleichen.

    Laut Naturadb bietet er exakt gleich vielen Vogelarten (62) und Kleintieren (8) Nahrung. Und ist auch für Insekten von gleichem Wert.

    Ich kann also gut nachvollziehen, wenn man für sich selbst immer wieder sagt: ist doch nicht so schlimm, wenn ich hier den Holunder Black Lace gepflanzt habe anstatt der Wildform. So habe ich auch immer gedacht. Aber es macht nun einmal einen großen Unterschied und wenn die wilde Variante genauso in den Garten gepasst hätte (manchmal geht es größentechnisch ja gar nicht beispielsweise), finde ich es immer schade, wenn es dann die züchterisch veränderte Variante wird. Oder etwas Invasives.

    Einspruch ;)

    Schwarzer Holunder 'Black Lace': Expertenwissen für den Garten
    Schwarzer Holunder 'Black Lace' (Sambucus nigra 'Black Lace') - erfahre mehr über die Sorte - zum Wuchs ✓ Standort ✓ Pflege ✓ Nutzen für Insekten und ✓…
    www.naturadb.de

    Holunder Black Lace IST die heimische und damit wertvolle Form. (Falls das in meine Richtung geht, weil ich den hier öfter erwähne)

    Das mit dem Flieder hatte ich noch nicht gehört.

    Also, man sagte, der würde ganz von alleine überall wachsen und benötige keinerlei Pflege, aber nicht, dass er schädlich sei.

    Deswegen hatte ich auch vor ein paar Jahren schon versucht, Flieder zu pflanzen. Hat er nicht überlebt.

    Ich hab vorgestern über 30 Fliedersämlinge in allen möglichen Größen entfernt, weil die sonst in meinem neuen Holunder wuchern ... :see_no_evil_monkey: Die kommen aus den Wurzeln vom Flieder unseres Nachbarn unterm Zaun her. Hab jetzt erstmal so gut es ging ausgebuddelt, aber vorhin stand schon ein neuer.

    Wobei der Schmetterlingsflieder da nichtmal der schlimmste Neophyt ist. Frag mal einen Ökologen nach dem japanischen Staudenknöterich. Der rennt schreiend davon.

    Ja, den haben wir leider auch geerbt. Und ich bin immer noch auf der Suche, wie man den ausrotten kann. Da verzweifeln ganze Universitäten und Fachleute dran. Es hilft wohl nur, ihn immer wieder abzuschneiden.

    Die jungen Triebe soll man wie Spargel essen können, aber ich traue mich nicht so recht.

    Gruß vom Deich

    Deichhund

    Nein, abschneiden hilft nicht. Der vermehrt sich über unterirdische Rhizome dennoch weiter.

    Du musst ihn wirklich ausgraben - kein Spaß, die Wurzeln können metertief in die Erde gehen.

    Relativ hohe Chancen hat man, wenn man ihn kurz schneidet, so viel wie möglich ausgräbt und das ganze mit schwarzer Folie für 1-2 Jahre abdeckt :ugly:

    Aber wer soll das machen?

    Hier auch ^^

    Meine werden auch bleiben - außer, der GaLa-Bauer hat am Donnerstag noch eine völlig neue Idee.

    Aber das ist der Grund, warum man die Dinger nicht in großem Stil in der freien Wildbahn haben will. Im Garten hat man ja noch etwas Einfluss auf das Drumherum.


    Wobei der Schmetterlingsflieder da nichtmal der schlimmste Neophyt ist. Frag mal einen Ökologen nach dem japanischen Staudenknöterich. Der rennt schreiend davon.