Beiträge von HAVI81

    Hallo zusammen

    Ich habe ein riesiges Problem. Ach, wie soll ich bloss anfangen....

    Also, mein Hauptproblem ist, dass ich wahnsinnige Angst habe mit meinem Hund (Havaneserrüde knapp 8 Monate) spazieren zu gehen. Am Anfang, als wir ihn bekommen haben war das noch nicht so. Aber er wurde nun schon mehrfach von fremden Hunden angefallen und auch gebissen. Einmal rannte eine franz. Bulldogge einfach böse knurrend auf meinen Hund zu und hat ihn gebissen. Ich habe meinen dann hochgerissen und der andere sprang an mir hoch und hat meinen Hund in den Schwanz gebissen. Nach einiger Zeit kam dann das Frauchen um die Ecke und hat mir gesagt, ich soll halt meinen Hund von der Leine lassen. Ihr Hund beisst nur angeleinte Hunde. Ich hätte sie am liebsten :headbash: .
    Dazu muss ich sagen, dass ich mit meinem Freund und meinem Sohn (bald 5) von der Deutschschweiz in die Westschweiz gezogen bin und leider kein französisch spreche. Ich verstehe es zwar ganz gut, aber sprechen kann ich es nicht. Sonst hätt ich der Dame schon meine Meinung gesagt. Ich hätt ihr auch erklärt, dass ich meinen Hund zurzeit nicht freilaufen lassen kann, weil er Autos, Radfahrer, Jogger usw. jagt. Hab nur einbisschen auf englisch vor mich hin geflucht.
    Bevor wir unseren Hund hatten bin ich schon immer sehr gerne und oft mit meinem Sohn spazieren gegangen. Ich hatte als Kind schon mal wahnsinnige Panik vor Hunden, doch als sich meine Familie einen Golden Retriver zugelegt hat, hat sich das gelegt. Unser Goldi wurde 14 Jahre alt, ist leider letztes Jahr gestorben. Ich hatte nie Probleme mit ihm spazieren zu gehen. Keine Attacken, keine Beisserei keine Angst alles in Ordnung.
    Was soll ich bloss tun? Ich kann nicht mehr rausgehen, ich habe solche Angst. Mein Sohn möchte auch nicht mehr spazieren gehen, weil er selber Angst hat. Zum Glück haben wir ein Haus mit relativ grossem Garten, wo er sich austoben kann.
    Ich kenne hier auch niemanden, habe keine Freunde, nichts :-( Ich bin ein sehr schüchterner Mensch, der nicht auf Leute zu gehen kann. Das mit der fremden Sprache macht es nur noch schlimmer. Ich habe mir gedacht (wahrscheinlich total naiv, ich weiss), dass es mir vielleicht besser geht, wenn ich einen Hund habe, mit dem ich rausgehen kann. Aber mir geht es so schlecht, dass ich manchmal denke, es wär die grösste Erleichterung, wenn ich meinen Hund nicht mehr hätte. Das ist total schlimm, ich weiss. Mein Hund ist toll. Er war ziemlich schnell stubenrein, kann viele Tricks, wie rollen, drehen, Pfötchen geben, legt sich auf den Rücken wenn ich sag "Päng", er kann nach Sachen suchen usw. Er kann auch alleine bleiben, liebt es zu apportieren usw.
    Ich möchte, dass mein Hund ein schönes Leben hat, aber ich befürchte durch meine Angst und meine Depressionen leidet der Hund total. Vielleicht war es einfach naiv von mir zu denken, dass durch ein Hund vielleicht meine Depressionen, meine Sozialphobie, besser werden.
    Was soll ich bloss machen? Soll ich meinen Hund zur Züchterin zurückgeben? Mein Freund hilft mir nicht. Es wär mein Hund, ich müsse das selber wissen.
    Bitte, kann mir jemand von Euch vielleicht einen Rat geben? Bin ich ein Unmensch, wenn ich meinen Hund zurückgebe?
    Bitte beschimpft mich nicht. Ihr wisst nicht, wie elend ich mich fühle.

    Danke fürs Lesen