Ich finde den Border nicht wirkich geeignet für Therapiehundearbeit. Klar, es gibt auch Ausnahmen, es könnte sein, dass eurer das super mitmacht - es könnte aber genausogut sein, dass ihr ein Exemplar abbekommt, was sehr sensibel auf außergewöhnliche Bewegungen reagiert (was ja bei Behinderten durchaus vorkommmt) und mit Stress, schnappen etc. reagiert. Gerade der Border ist für Bewegungsreize sehr empfindich, schließlich wurde er darauf hin gezüchtet.
Klar, die Rassebeschreibung klingt super - lernwillig, intelligent und sehr menschenbezogen, wer will das nicht. Was viele nicht bedenken, ist, dass es genau das ist, was vielen BC zum Verhängnis wird. Es gibt ein Buch, da werden sie als "Hunde an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn" beschrieben und das passt wie die Faust aufs Auge. Machst du alles richtig, hast du einen super tollen Traumhund, machst du etwas falsch, kann das u.U. dermaßen schnell umschwenken, dass du echte Probleme bekommst.
Und etwas falsch machen geht bei Hunderassen, die Fehler verhältnismäßig schlechter verzeihen als andere Rassen, recht schnell. "Viel machen" ist nicht das Patentrezept für einen ausgelasteten, glücklichen Border - es geht nicht (nur) um das WIE VIEL, sondern um das WAS. Du kannst mit deinem Border 5 Stunden am Stück laufen gehen, das macht ihn auch nicht glücklich. Du kannst auch ganz schnell zu viel machen und dir ein hyperaktives Nervenbündel heranziehen.
Im Großen und Ganzen kann ich euch nur raten: Sucht euch einen Hund, der besser zu euch passt. Schaut mal bei den Begleithunden oder etwas in Richtung Labbi oder Goldi.