Hey Monster,
ich glaube, du verstehst nicht, worauf viele hier hinauswollen.
Wir glauben dir, dass es den Hunden augenscheinlich gut ging, wir glauben dir, dass die Züchterin auf dich einen kompetenten Eindruck gemacht hast - aber all dieses reicht bei weitem nicht, um als verantwortungsvoller Züchter zu gelten!
Der Sinn des Züchtens ist es, Hunde so zu selektieren, dass das Ideal der Hunderasse möglichst erreicht wird, im Sinne von typischen Rasseeigenschaften, und dass vererbbare Krankheiten, vor allem die typischen Rassekrankheiten, ausgemerzt werden, um nur noch gesunde, typvolle Hunde heranzuzüchten.
Dafür ist es nötig, dass die Tiere, die zur Zucht beitragen werden/sollen, gründlichst untersucht werden auf überproportional oft vorkommende Erbkrankheiten, beim Papillon wären des u.A. die Patellaluxation, um sicher zu stellen, dass diese nicht vererbt werden - auch sollten die Eltern/Großeltern/... der Zuchttiere auf diese Krankheiten untersucht wurden sein, um auszuschließen, ob das Zuchttier nicht vielleicht doch die Genetik für die Krankheiten in sich trägt und sie bei ihm nur nicht ausgebrochen sind.
Nur durch diese intensiven Untersuchungen kann für gesunde Tiere garantiert werden und nur so kann das Krankheitsbild einer Rasse verbessert werden.
Und Verbesserung sollte bei der Zucht immer das Ziel sein.
Bei der Wahl der zwei Tiere, die verpaart werden sollen, ist es enorm wichtig, dass beide Tiere auf Gesundheit, Charakter und Typhaftigkeit geprüft wurden und die Verpaarungen sollten immer mit Bedacht gewählt werden.
Zwei nicht zusammenpassende Hunde können kranke, verhaltensgestörte Nachkommen hervorbringen, zwei zusammenpassende Hunde können Nachkommen hervorbringen, die die "Schwächen" der Elterntiere nicht mehr besitzen.
Kannst du mit Sicherheit behaupten, dass deine Züchterin all diese Aspekte in die Hundezucht miteinbezieht? (Und es gibt nicht nur den gesundheitlichen Aspekt, denn ich gerade aufgeworfen habe, sondern auch den der Charaktereigenschaften, Prägung etc.)
Glaube mir, keiner hat etwas gegen deinen Hund oder gegen dich - aber wenn man einen Hund bei einem nicht verantwortungsvollen Züchter kauft unterstützt man die Vermehrerei von Hunden und sorgt somit dafür, dass sich das Bild einer Rasse immer mehr verschlechtert, nicht nur auf gesundheitlicher Ebene.
Allein als Papillonliebhaber sollte dir wichtig sein, dass "deine" Rasse verantwortungsvoll gezüchtet wird und fortwährend verbessert wird, ohne die spezifischen Eigenschaften zu verlieren.
Alles andere ist schlichtweg kontraproduktiv.