Wieso wird der Hund geprüft?
Wenn ich in dem Moment in der Lage bin, meinen Hund zu händeln, ohne dass er eine Gefahr darstellen würde, ist es doch schnurzpiep-egal, wie mein Hund zu anderen Hunden eingestellt ist.
Wenn ich Copper als Beispiel nehme:
Beispiel 1: Mir kommt ein anderer Hund entgegen. Ein Rüde. Ich halte Copper an einer 2m-Leine. Sobald der andere Hund an uns vorbei läuft, stürzt sich Copper nach vorne. Ich versuche irgendwie stehen zu bleiben, bis sich mein Hund "ausgetobt" hat.
Beispiel 2: Mir kommt dieser Rüde wieder entgegen. Ich hole Copper zu mir ran, nehme ihn kürzer und ins "Fuß" oder bleibe stehen und lass ihn sitzen. Sobald der andere Hund vorbei läuft, grummelt und knurrt er zwar, aber bleibt im Gehorsam.
Im Beispiel 2 ist mein Hund immernoch unfreundlich zu anderen Hunden und demnach für die meisten sicherlich "schlecht sozialisiert". Aber da ich die Situation schon vorher erkannt und vorrausschauend gehandelt habe, ist alles okay. Selbst, wenn er in der Situation aufspringen würde, hätte ich sofort die Möglichkeit darauf zu reagieren und ihn zumindest am Angriff hindern zu können. Genau DAS will der Prüfer sehen. Dass ich den Hu8nd führen kann und nicht wie ein "lästiges Anhängsel" an der Leine hänge und der Hund macht, was er will.