Beiträge von Ceri05

    Ich wäre mit nem Schäferhund auch vorsichtig. Vor allem wenn dein Sohn alleine mit dem Hund nach draußen geht, könnte ich mir vorstellen, dass er mit Schutztrieb dezent überfordert wäre (ist mein Mann bei unserem Hund ja manchmal schon)

    Was hältst du denn von einem Retriever? Nen Golden oder Labrador zB aus ner leistungsfähigen Showlinie? Mit Arbeitslinie wäre ich auch vorsichtig, die sind teilweise echt krass, aber es gibt auch gute Arbeitshunde aus Showlinie.

    Ja, ich kenne solche Entwicklungen. An Diego mussten sich manche Familienmitglieder (zB mein Schwiegervater) auch erst gewöhnen. Mittlerweile hat er keine Angst mehr vor ihm, alles super. ABER er muss ihn nicht händeln, wenn Diego mal wieder nicht nett ist und Nachbarn oder Nachbarshund fressen möchte (übertrieben gesagt). Das würde meinen Schwiegervater haltlos überfordern. So wie meinen Mann manchmal auch. Diego ist sein erster und eine echte Herausforderung (gewesen). Daher habe ich darauf hingewiesen, dass man bei den Voraussetzungen schon aufpassen sollte, wie der Hund wirklich drauf ist (wir haben uns zB auch den einfachsten Hund im TH ausgesucht :roll:). Aber der TSV soll das ja machen ;)

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    Darum die Empfehlung sich an die DRH zu wenden.
    Ein rassespezifischer Verein, der seine Hunde auf Pflegestellen mit guten Trainern betreut. Die können eine deutlich bessere und profundere Einschätzung abgeben, als das durchschnittliche Tierheim.


    Dann ist das ein guter Tipp, den ich nur unterschreiben kann. :gut:

    Bin halt ein gebranntes Kind, was die Einschätzung von Tierheimen angeht...

    Ich finde richtig, dass ihr euch gegen die Hündin entschieden habt...

    ABER... bist du sicher, dass ein ausgewachsener Dobermann wirklich das richtig für euch ist? Viele TH-Hunde zeigen im neuen Zuhause angekommen, Eigenschaften, die sie im TH nicht gezeigt haben. Damit muss man umgehen können. Dein Mann muss im Alltag auch Grenzen setzen und mit dem Hund umgehen können. Das ist bei Angst schwierig, vor allem bei einem so großen Hund!

    Beispiel: Meine Eltern haben schon seit vielen Jahren Hunde, Terrier. Alle eher klein. Jetzt bin ich mit Diego (SH 68cm) am WE öfters da. Meine Mutter meinte: "Ein großer Hund wäre nichts für mich, da hätte ich zu viel Respekt vor." Mit diesen Worten im Hinterkopf gehe ich mit Diego in den Garten. Diego kriegt seine dollen fünf Minuten und kaspert um mich rum. Das bedeutet, er sprintet grummelnd um mich rum, springt mich an, kaspert rum. Alles ist nett, sieht aber nicht nett aus. Ich fang ihn mir am HB, halte ihn fest - alles gut. Aber... was ist, wenn da jetzt jemand stünde, der eh schon großen Respekt vor Hunden hat? Der wird sich nicht wohlfühlen, das kann ich dir versprechen.

    Mein Rat: Kleinerer Hund oder Welpe.

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    ich habe das Gefühl das Stadthunde einfach einen anderen Sinn für Strassen und die dazu gehörigen Regeln haben.


    Das denke ich auch!

    Diego hat sich einmal an einer stark befahrenen Straße losgerissen, um auf der anderen Seite einen Radfahrer zu stellen. |) Auf jeden Fall sprintet er los. Von rechts kam ein Auto - ich dachte schon, das rammt Diego... aber nein, Diego biegt nach links ab und rennt auf der Mitte der Straße neben dem Auto her bis die Straße frei ist und überquert dann die Spur :tropf: :fear:

    Da ist mir echt das Herz stehen geblieben und ich war richtig froh, dass Diego die Autos so gut einschätzen konnte. Er ist dann auch brav auf der anderen Seite geblieben, damit ich ihn einsammeln konnte. [Das Fahrrad hatte kurz angehalten, Diego hat erkannt, dass er den Fahrer nicht kennt und ist wieder umgedreht :pfeif: ]

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    Meist habe ich belohnt indem das Freigabesignal die Ankündigung für etwas schönes war. Dieses Schöne war aber nicht bei mir (es sollte kein Abruf sein) sondern meist Beute oder Futter, die ich innerhalb des Radius geworfen habe, sodass der Hund sich selber damit bestätigt, im Radius, aber nicht unmittelbar bei mir.

    Ja, ich mache das quasi "hilfsweise" über ein anderes, wobei eben dieses Signal eigentlich auch nur für die Radiusbegrenzung genutzt wird...Irgendwie schwierig zu sagen.


    Also wäre ein "platz" jetzt nicht zu empfehlen? Das benutzte ich ja normal im Alltag auch. Das mit der Belohnung leuchtet mir ein.

    Wir haben den Radius mit Hilfe der Schlepp aufgebaut. Bevor Diego das Ende erreicht hat, haben wir "Ende" gesagt. Das klappt soweit mittlerweile auch gut, auf Ende bleibt er stehen oder geht schnüffeln, bleibt aber im Radius (auch ohne Schlepp mittlerweile). Leider "vergisst" er den Radius immer wieder, so dass man manchmal quasi ständig am Ende sagen ist. Das ist ein bisschen nervig. Meinst du, dass würde mit deiner Methode besser klappen?

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    Wenn dein Hund ein Kommando ohne Belohnung nicht mehr ausführt, dann solltest du deinen Aufbau überdenken. ;)
    Denn wenn dein Hund eigentlich so weit ist, dann sollte er das Kommando sozusagen automatisch ausführen und zwar völlig ohne ständige Belohnung. Bei korrektem Aufbau verstärkt eine unregelmäßige Bestätigung die Ausführung des gewünschten Verhaltens.


    :lol: Tschuldige. Aber eigentlich hätten das meine Wort sein können, wenn jemand anders meinen Satz geschrieben hätte. Diego wird variabel belohnt... aber ... ähm wie sag ich das am besten... seine Motivation zu kooperieren ist ohne Belohnung eher gering bis nicht vorhanden :muede2:

    Hm... hast du das befolgen von dem Kommando dann belohnt? Oder gar nicht? Wenn ich Diego zwei mal ablege und ihn nicht belohne, macht ers beim dritten mal garantiert nicht mehr :hust: Also hast du kein festes Signal für den Radius, sondern machst das "hilfsweise" über ein anderes? Wie lange hat es gedauert bis die Hunde das verstanden haben?