Beiträge von Ceri05

    Die erste Geschichte ist ja schlimm. Es klingt total abgedreht, dass ihr da sogar noch das Geld gewonnen habt...Unglaublich, dass man bei Fahrerflucht nur eine mündliche Verwarnung kriegt... Ist das schon lange her?

    @Czarek :
    Ja, das stimmt. Abgedreht. Das passt... wir waren soo glücklich und dann kam der Tiefschlag. Das ganze ist jetzt sechs Jahre her, 2009 war es. Begründung von der Polizei war, dass es das erste Vergehen von dem jungen Mann gewesen war... und nur ein Hund.

    Da hab ich auch zwei Geschichten.

    Die erste mit Rocky, meinem ersten Hund. Als ich zum Studieren ausgezogen bin, ist er bei meinen Eltern geblieben (aus vielen guten Gründen). Eines Tages bekomme ich von meiner Mum einen Anruf, dass ich sofort nach Hause kommen soll, weil der Hund angefahren wurde. Er hatte sich aus dem Garten geschlichen - was er die 11 Jahre vorher nie versucht hat - und wollte die Hauptstraße überqueren. Leider überholte gerade innerorts ein junger Mann ein anderes Auto und erwichte Rocky. Die Frau, die überholt wurde, hielt an und hat Rocky ins Auto geladen und ist dann auch mit meinem Stiefvater zusammen zur TK gefahren. Ein weiterer Autofahrer ist hinter jungen Mann hinterher und hat das Kennzeichen notiert. Die TK war sich sicher, dass es "nur" ein Beinbruch ist und wollte operieren sobald der Kreislauf stabil ist. Mein Stiefvater und ich waren Zuhause und haben hin und her überlegt, wo wir das Geld für die OP hernehmen und haben nebenbei TV gesehen. Da kam so ein Quiz und wir angerufen - durchgekommen - gewonnen. 500€, so viel wie die OP kosten sollte. Eine Stunde später kam der Anruf der TK, dass sie geröngt hätten, weil der Kreislauf so gar nicht stabil wurde. Innere Blutungen. 2 Stunden später war Rocky tot. :( Ach ja, der junge Mann... wurde angezeigt wegen Fahrerflucht... und bekam eine mündliche Verwarnung :mute:


    Die zweite war mit Diego. Vor fast 2 Jahren war es jetzt. Ein Mittwoch... alles wie immer. Mein Mann war mit ihm im Garten, er hat gefressen und ein bisschen mit nem Quietschie gespielt. Und *zack* fiel er um und krampfte. Wir sofort Jacke und Schuhe angezogen, Diego auf eine Decke gelegt und ins Auto gebracht. Auf dem Weg zur TK hab ich die TÄ angerufen, sie hat sich sofort auf den Weg gemacht. Auf dem Weg hat er dann aufgehört zu krampfen, hat sogar einmal den Kopf gehoben. Doch da kam auch schon der zweite Anfall. Als wir bei der TK angekommen sind, war wieder alles vorbei. Wir mussten dann noch ca. 10 Minuten auf die Ärztin warten (wo er sogar schon Menschen angewufft hat :roll: ). Als sie da war, kam der 3. Anfall. Wir ihn sofort rein getragen, erst hat sie Blut abgenommen und dann ihm dann zwei Medikamente gegen die Anfälle gegeben. Nach kurzer Zeit war der Krampf auch vorbei und er hat nur noch schnell gehechelt. Ich hab dann meinen Mann nach Hause gebracht, der musste zur Arbeit, und bin wieder zur TK gefahren. Da war es ca. halb neun. Ich hab dann ne Stunde bei Diego gesessen, dem es eigentlich schon wieder ganz gut ging. Er hatte aufgehört zu hecheln, abundzu musste er noch zucken, aber er konnte schon wieder an der Umwelt teilhaben (ein wenig). Um halb 10 kam dann der 4. Anfall :( Die TÄ meinte, es würde so nichts bringen und man müsste einen Cut machen. Sie haben ihn dann in Narkose gelegt... und da begann die Talfahrt. Die Narkose musste über den Tag dreimal erhöht werden, um Diego krampffrei zu halten. Beinahe wäre er an den Nebenwirkungen der Narkose gestorben, aber mein kleiner Kämpfer hat es geschafft. Zwei Tage später konnte ich ihn müde und erschöpft wieder abholen. Ursache war vermutlich eine Vergiftung oder das MDR +/- (was wir hinterher haben testen lassen)

    *puuh* Habt ihr Hundeerfahrung? Ihr habt euch da ja ein echtes Paket ins Haus geholt...

    Ich würde auch ganz dringend zu einem Maulkorb raten (ich finde diese hier sehr gut: Gappay Maulkorb) und zu einem guten Trainer, der natürlich sehr schwer zu finden ist. Wo kommt ihr denn her, vllt hat jemand einen Tipp für euch :)


    Ich wünsche euch viel Geduld, Kraft und Nerven für euer Training =)

    Und viel Spaß mit dem neuen Mitbewohner natürlich auch :)


    Normalerweise brauche ich keinen Hund der mich beschützt, sondern es ist eher umgekehrt: ich beschütze meine Hunde soweit es mir eben irgendwie möglich ist

    Das finde ich auch wichtig. Die Hunde müssen wissen, dass sie beschützt werden im Normalfall.

    Wir haben mal mit der Hundeschule auf einem Parkplatz gestanden und gewartet. Da kam ein Betrunkener, der uns angepöbelt hat. Der Westi und ein Terriermix sind ihm kläffend entgegen gesprungen (an der Leine), Diego stand entspannt neben mir, weil er wusste, dass ich das regel.



    Und genauso ändert sich bei vielen die Ausstrahlung, wenn sie einen Hund bei sich haben. Das ist das Gedankenspiel mit dem "Könnte", das sowohl den HH selbstsicherer auftreten läßt, als auch einen potentiellen Täter eher zurückschrecken läßt.

    Das habe ich selbst erlebt. Am Anfang hatte ich echt Angst im Dunkeln mit Diego rauszugehen. Dementsprechend oft hat Diego Passanten angepöbelt. Lustigerweise hat mir das die nötige Sicherheit gegeben, wodurch ich ruhiger wurde. Heute können wir beide meistens ganz entspannt im Dunkeln raus gehen.

    Bei Diego bin ich mir relativ sicher, dass er mich verteitigt.

    Zum einen kann er Streit GAR NICHT haben, da stellt er sich schon bei harmlosen Kabbeleien dazwischen und trennt. ;)

    Bei manchen Menschen (zB unserer Nachbarin, die auch Angst vor ihm hat) reagiert Diego unsicher. Das äußert sich in einem *wuuuh wuuuh* und viiel heißer Luft. In so einem Fall würde er nie jemandem etwas tun.

    Allerdings hatte ich auch schon den Fall, dass wir alleine im Wald unterwegs waren und ich von einem fremden Mann anbaggert wurde. Da stand Diego aufgebaut neben mir, hat den Mann fixiert und ordentlich geschnauft. Als der Mann es dann auch noch gewagt hat sich zu bewegen, ist Diego fletschend in die Leine gesprungen. :roll: Oder wenn wir einen seltsamen Spaziergänger treffen im Wald, dann baut Diego sich auch massiv auf, fixiert und grollt ordentlich.