Beiträge von Donnerunddoria

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    Ich kram den Thread mal wieder raus...

    Wie gehts euch denn so im Ref, liebe zukünftige Kollegen? Bei mir gehts morgen zur Vereidigung, Mittwoch ins Seminar und Donnerstag erstmals an die Schule. Bin ganz schön aufgeregt.. bzw. nein, ich schieb ehrlich gesagt inzwischen schon ganz schön Panik :ops: Hab wohl einfach zu viel Zeit momentan und zu viel in Foren quergelesen, wo das Ref einfach furchtbar klingt. Dazu kommen schon im Vorfeld so viele Selbstzweifel.. an mir, meiner Berufswahl, meiner Fächerwahl.. nun ja.

    Immerhin ist das Hundchen schonmal ganztags betreuungstechnisch versorgt. Das treibt mich zwar an den Rand des finanziellen Ruins, aber geht ja nicht anders und zumindest muss ich mir keinen Kopf mehr um einen Sitter machen. Das nimmt schonmal eine Menge Druck und Sorgen, auch wenn es mich ziemlich traurig macht, dass sie dann wohl unter der Woche nur noch zum Schlafen nach Hause kommt :sad2:

    Fängt noch jemand jetzt frisch an?

    Mein Ref. ist jetzt schon ein paar Jahre her aber ich erinnere mich noch gut an die Panik, die ich vorher geschoben habe (ich hatte auch am 1.Mai angefangen, deshalb sind die Erinnerungen gerade wieder sehr präsent).
    Ich kannte niemanden, weil ich von einer anderen Uni kam, es war eine Brennpunktschule und ich musste gleich ganz alleine unterrichten, der Schulleiter hielt sehr wenig von meiner Uni... Die ersten Tage bin ich immer heulend nach Hause gefahren.
    ABER: es wurde besser! Ich hatte ein sehr nettes Kollegium (auch der Schulleiter wurde zunehmend netter als er merkte, dass er mich nicht einschüchtern konnte) und habe unter den Mitanwärtern sehr gute Freundinnen gefunden zu denen ich auch jetzt noch guten Kontakt habe. Irgendwie haben im Ref. alle die gleichen Probleme und es hilft enorm, wenn man gegenseitig Materialien austauscht, Entwürfe gegenliest oder einfach mal die Taschentücher anreicht. Meine pubertierenden Schüler haben mich im Alltag zwar oft zur Verzweiflung getrieben sind aber in den Unterrichtsbesuchen (schon dieses Wort ist purer Hohn - als ob ich die Seminarleiter lieb eingeladen hätte...) mit mir durch Dick und Dünn gegangen.

    Ich hatte übrigens damals noch keinen Hund, aber ein kleines Kind. Und ich bin der Ansicht, dass es sehr gut ist, wenn man gezwungen ist, sich auch mal auf etwas anderes zu konzentrieren, sonst hat man irgendwann den Schulkoller und wird immer perfektionistischer und das ist eine unheilvolle Spirale...
    Von daher: alles wird gut und mit einem Hund bestimmt noch besser :smile: !

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    Ja, so sehe ich das mittlerweile auch.

    Felix ist vor 3 Tagen 3 geworden und er spielt schon länger nicht mehr mit anderen Hunden. Ich denke also, du kannst durchaus davon ausgehen, dass sie immer ein eher agiler Typ bleibt. :gut:

    Ich bin wirklich sehr gespannt! Insgesamt ist sie ja schon ruhiger geworden, aber einen "ruhigen Berner" kann ich trotzdem nicht entdecken...

    Na, dann sind es ja keine 24 Stunden mehr bis zum Einzug. Ich wünsche gute Nerven und viel Geduld :D .

    Wir haben eine 15m-Schleppleine und die ist eindeutig zu lang. Ich würde so etwa 7m empfehlen.

    Zu den Vorschriften in Rheinland-Pfalz kann ich leider nix sagen...

    Wir leinen an. Es ist aber eigentlich sinnfrei, da das Hundetier ganzjährig nicht im Wald oder sonstwo verschwinden darf. Sie darf aber durchaus etwa 1 Meter neben dem Weg laufen (soll sie auf den Weg pullern???) und das auch in der Brut- und Setzzeit.
    Die Schleppleine/Flexileine gibt ihr die Möglichkeit, vor zu laufen oder zurück zu bleiben um noch mal etwas ausführlicher schnüffeln zu können. Dazu muss sie den Weg nicht verlassen und wir sind beide zufrieden. Außerhalb der BuSzeit läuft das genauso, nur dass die Distanz da nicht so festgelegt ist. Manchmal bleibt sie dann 5 m zurück, manchmal 50m, je nachdem wie spannend ihre Lektüre gerade ist.

    Ich nehme die Anleinpflicht deshalb ernst, weil:
    1) wir hier offensichtlich entspannte Jäger haben und man es sich mit denen ja nicht unbedingt verscherzen muss (da reichen nur ein paar uneinsichtige HH und das Verhältnis ist Essig)
    2) mein Hund Jagdtrieb hat, der zwar normalerweise gut händelbar ist, aber eine 100%ige Garantie übernehme ich für kein Lebewesen und wenn da dann gerade so ein Rehkitz aufgescheucht wird... 8O
    3) wegen der Vorbildfunktion. Kämen mir hier im Wald nacheinander 3 unangeleinte Hunde entgegen, würde ich mich auch fragen, wieso gerade ich anleinen sollte. Zurzeit laufen hier aber die meisten Hunde tatsächlich angeleint und warum sollte ich da Sonderrechte haben?

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    Und genau deshalb wollte ich mit meinen Posts klar machen, dass ich es nicht so sehe, dass der typische Berner ein Tempramentsbündel, sondern rein von den Veranlagungen her eher ein gemütlicher Hund ist (s.o.- Aufgaben des Berners).

    Wobei du schon recht hast. Es gibt auch einige Berner, mit denen einfach nichts gemacht wird, die dadurch fett und unbeweglich werden und dadurch faul wirken, auch wenn sie es in schlanker Form vielleicht gar nicht wären. :gut:

    Ich glaube auch, dass es einfach zwei grundsätzliche Typen bei den Bernern gibt: die gemütlichen und die sportlichen. Ich habe ja so ein Sport-Modell, aber auch eher langweilige Tage/Wochen nimmt sie gelassen hin. Ich denke, es sind einfach sehr anpassungsfähige Hunde.
    Das allerwichtigste für meine Hündin: ihre Menschen um sich herum zu haben! Allerdings liebt sie auch wilde Spiele mit anderen Hunden (sie ist verdammt schnell), aber sie wird ja auch erst 3, ich bin gespannt, wie sich das noch entwickelt.

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    Dass Berner bei Euch in der Tierklinik als "aggressiv, bösartig, gemeingefährlich, bissig, ..... " gelten, finde ich wiederum etwas erschreckend. Da sieht man mal wie unterschiedlich die Eindrücke und Hunde sein können. Ich hoffe nicht, dass Nestor aggressiv, bösartig etc. ist, sondern dass er wirklich so lieb ist wie wir ihn kennengelernt haben.

    Mach`dir deshalb mal keine Sorgen. Wenn man mal bei den Berner Notseiten guckt, wie viele ehemalige Vermehrerhündinnen echt schlimme Dinge erlebt haben und trotzdem immer defensiv sind, dann sagt das einiges aus, finde ich (Ausnahmen gibt es immer). Es sind sehr sensible Hunde - aber sie verzeihen auch. Uns wurde die Rasse übrigens unter anderem von 2 Tierärzten empfohlen :???: .
    Nichtsdestotrotz solltest du Nestor an einen Maulkorb gewöhnen, denn wenn 50kg Hund beim TA in Wallung geraten, dann ist das nicht lustig.

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    Ich möchte nochmal auf eine meiner Fragen von gestern zurückkommen, weil da keiner etwas zu geschrieben hat. Frage von gestern: Ich habe Montags und Mittwochs morgens mit Katharina einen Termin in einer Spielgruppe. Da wäre ich also direkt, einen Tag nachdem Nestor eingezogen ist, morgens für ca. drei Stunden nicht da. Ist vielleicht nicht so gut, oder? Vielleicht sollte ich die Spielgruppe in der ersten Woche erstmal absagen?!

    Wie seht Ihr das?

    Ich würde es absagen, ja. Drei Stunden gleich am ersten Tag finde ich zu viel. Weisst du denn, wie lange er in der alten Familie alleine bleiben konnte (also, ob er es generell gelernt hat)?

    In chronologischer Reihenfolge....

    Dass sie von der ersten Nacht an alleine im Flur schlafen musste. Sie schläft damit Wand an Wand zu uns allen, für einen erwachsenen Hund ist es ein schöner Schlafplatz. Aber der nächste Welpe darf im Schlafzimmer nächtigen!!! Gehört zwar nicht wirklich zur Erziehung, hat aber mit der Einstellung zu tun und ist damit doch relevant.

    Dann war es die Leinenaggression, die ich mir schön herangezüchtet habe. Glücklicherweise haben wir die im Griff, aber der Weg dahin war gepflastert mit fragwürdigen Ratschlägen und vielen verzweifelten Versuchen.

    Bei allen anderen Fehlern habe ich das Glück, einen derart freundlichen und fröhlichen Hund zu haben, dass sie mir diese verziehen hat :herzen1:

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    ... aber das gerade ein Berner sehr engen Familienanschluß braucht, ist Euch bewußt? :???:

    Wollte ich auch schon anmerken... Und auch den Rat, einen Hund "Kindermädchen" spielen zu lassen, finde ich ziemlich zweifelhaft. Bei uns wachsen Kind und Hund auch gemeinsam auf und ja, ich habe sie nicht immer im Blick. Ein bisschen Vertrauen gehört dazu. Aber Kindermädchen darf der Hund bei uns nicht spielen.
    Vielleicht habe ich das aber auch nur falsch interpretiert und du meintest lediglich, dass euer Berner sehr gutmütig ist...

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    Ich denke, das sollte kein Problem sein. Ihr müsst das Betteln einfach von Tag 1 an konsequent ignorieren. Er wird dann schon kapieren, dass in der neuen Familie keiner darauf reagiert.

    Solche Macken sind doch vergleichsweise leicht abzutrainieren, da einfach nur der Halter sein Verhalten ändern muss.

    Sehe ich genau so. Im Prinzip macht es euch ein verfressener Hund (und viele Berner sind verfressen, aber eben nicht alle) sogar leichter.
    Da du geschrieben hast, dass ihr ihn vielleicht an dem WE holen wollt, an dem du Geburtstag hast, wollte ich nur vorsichtig anmerken, dass ich das nicht tun würde, wenn dann Besuch ins Haus kommt. Lieber alles ganz in Ruhe: erst Geburtstag feiern und später den Hund holen. Sonst kann die Freude über den Stress schnell getrübt werden und der Hund sollte erstmal bei euch ankommen dürfen.
    Ich finde es übrigens toll, wie du bei der Suche nach einem Hund vorgegangen bist, habe hier immer mal still mitgelesen. Viel Spaß mit Nestor, Berner sind einfach tolle Hunde (habe selbst eine Bernerin). Oh, und hier im Forum gibt es auch eine Berner Sennen Pinnwand =) .