Hallo Hundemammi777!
Ich habe ja selbst auch einen Beagle und auch für meinen gibt es kaum etwas tolleres als das Toben mit anderen Hunden. Mit 4 Monaten ist es allerdings wirklich noch sehr sehr viel verlangt aus einer spielenden Gruppe von Hunden abrufbar zu sein. Ich denke nicht, daß es ein Problem ist wenn du dir momentan deinen Hund in solchen Situationen einfach schnappst, anleinst und dann mit ihm gehst; solange die anderen Hunde noch eine zu große Ablenkung für ihn darstellen. Wenn du Sorge hast, daß er dich dann mit: "Das Vergnügen ist zu Ende" verbindet kannst du ja auch während des Spielens immer mal ganz dicht an deinen Hund heran gehen ohne das du irgendetwas tust. Funktioniert der Abruf denn wenn du dich ganz dicht an ihn heran stellst und dann rufst? Das wäre der erste Schritt. Dabei wäre es auch egal, wenn du quasi neben ihm stehst. Im ersten Schritt ist nur wichtig, daß er lernt sich, bei einer solchen Ablenkung, überhaupt ersteinmal nach dir umzuwenden, wenn du rufst. Dann kannst du die Distanz gaaaanz langsam immer e t w a s verlängern.
Wie gut kennst du denn die anderen Hundebesitzer? Wie sind die denn so "`drauf" ? Eine andere Möglichkeit wäre es nämlich mit den anderen Hundehaltern gemeinsame Sache zu machen. Vielleicht können ja z.B alle immer mal zwischendurch kurz ihre Hunde zu sich rufen und du rufst deinen als letztes. Dann wird es ihm vermutlich viel leichter Fallen, da das Spiel eh unterbrochen ist. Oder ihr legt alle mal eine "Sitz" Pause beim Spielen ein? Vielleicht sind die anderen Hundehalter ja so nett und rufen ihre Hunde zu sich wenn du gehen möchtest?
Ansonten fleißig den Rückruf weiter trainieren und jede Gelegenheit nutzen in Anwesenheit von anderen Hunden mit ihm zu üben. Möglicherweise ja auch in einer Hundeschule? Denn gerade den Grundgehorsam unter Ablenkung durch andere Hunde ist ja etwas, daß man in einer Hundeschule sehr gut trainieren kann.
Ich wäre allerding sehr sehr vorsichtig damit einfach zu gehen, wenn er nicht kommt. Das kann, gerade bei einem Beagle, sehr schnell komplett schief gehen. Der Beagle ist ein Hund einer sehr selbständigen Rasse, was bedeutet, daß diese Hunde tendenziell eher kein Problem damit haben auch mal alleine auf Streifzug zu gehen. Besonders wenn du ein selbstbewußtes Kerlchen hast und noch dazu in einem Gebiet in dem er sich schon auskennt und regelmäßig spazieren geht. Außerdem haben Beagle eine exellente Nase. Glaube mir so schnell wirst du vermutlich gar nicht weit genug wegkommen können, als daß dein Hund dich nicht ruckzuck und ohne Probleme findet wenn er dich wirklich sucht und einmal seine Nase an den Boden "klebt"
Was ich damit sagen möchte: Bei einem Beagle kann es dir sehr gut passieren, daß er sich eben nicht erschrickt, wenn du plötzlich weg bist und deshalb in Zukunft gut darauf achtet wo du bist, sondern daß er das tut, was er auf der Jagd auch tun würde und was er instinktiv kann, nämlich die Nase an den Boden und per Geruchssinn zurück zu Frauchen. Wenn er dich dann ruckzuck in der Nähe findet, denn allzuweit wirst du ja auch nicht weggehen können ohne ihn zu gefährden denkt er nämlich vermutlich nicht: "Wie furchtbar Frauchen ist weg" Sondern eher: Ich ignoriere Frauchens Rückruf= Frauchen beginnt ein super tolles Suchspiel. Cool das will ich immer!!!
Womit ich nicht sagen möche, daß diese Methode generell nicht funktioniert. Aber eben für einen Beagle halte ich sie nicht für die erste Wahl.
LG
Franziska mit Till