Beiträge von Maus1970

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    Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich den Hund zunächst ohne ihn zu berühren blocke oder vielleicht sacht mit den Händen stoppe oder ob ich ihn mit Voll-Speed gegen mein Bein rasen lasse.

    Es ging hier ja auch nicht um eine Ernstsituation, wo Falbalas Hündin oder der Welpe eine ernstzunehmende Gefahr gewesen wäre. Es gab keine Horror-Beißerei, o.ä., wo ein schnelles, sofortiges Handeln nötig gewesen wäre und wo es auf wenige Sekunden angekommen wär.

    Wenn ich einen Hund habe, der nicht verträglich ist, ein anderer läuft auf mich zu und mein Hund ist in Beschädigungsabsicht, dann wähle ich das kleinere Übel. Genauso wenn ein fremder Hund in Beschädigungsabsicht zu uns rennt.
    Aber in so einer Situation, wie Falbala sie beschreibt, kann ich das nicht nachvollziehen.

    Aber gut, ich schein da eh eigen zu sein, da ich nicht das Bedürfnis habe jede Handlung meines Hundes im Spiel mit Kleinsthunden oder jede Handlung meines Kleinsthundes im Spiel mit Großhunden ununterbrochen zu überwachen.

    Gut das kann man wohl so oder so sehen. Zwar waren keine Agressionen im Spiel, jedoch kann ein tolpatschiger Welpe der weder seine Kraft richtig einschätzen noch seine Bewegungen hinreichend Koordinieren kann einem Hund der 4 Mal leichter ist trotzdem schnell gefährlich werden.
    Wobei es hier wohl auch entscheident darauf ankommt, in wie fern der Kleinsthund dem Welpen adäquart und unmißverständlich deutlich machen kann wo seine Grenzen liegen und wie Ernst er dem entsprechend genommen wird. Das wiederum ist eben abhängig vom jeweiligen Hund.
    Mir ist es sehr wichtig, daß meine Hunde mit Hunden jeglicher Rasse und Größe gut klar kommen und mit ihnen adäquart umgehen können. Das setzt allerdings voraus, daß ich als Halterin die Verantwortung überneheme und meinen Hund beobachte und ein entsprechendes Fehlverhalten korrigiere. Ansonsten lernen Hunde sehr schnell Dinge die wir nicht möchten. Hat sich das gewünschte Verhalten verfestigt, kann ich meinem Hund auch vertrauen und brauche nicht permanent zu kontrolieren.
    Mein erster Hund Gino zum Beispiel war ein Golden Retriever. Bei Hundebegegnungen also in aller Regel der Größte. Der Umgang mit Kleineren und Kleinsten also zwangsläufig täglich "geübt" So konnte ich mich da schon sehr früh 100% auf ihn verlassen. Er hat sich schon sehr früh auf den jeweiligen Hund eingestellt und sein Verhalten dem angepasst.
    Till gehört ja nun eher zu den Kleineren und war von Anfang an in Hundeschule und auf Spaziergängen eher von Großen umgeben. Sehr schnell hat er gelernt sich da adäquart zu behaupten. Bei Kleinsthundkontakten stand ich zu Beginn zunächst neben ihm, da er es einfach nicht gewohnt war und ich sehen wollte wie er sich von sich aus verhält. Sehr schnell habe ich gemerkt, daß ich auch ihm da voll vertrauen kann und er sich seinem Gegenüber anpasst. Nun kontroliere ich auch ihn da nicht mehr permanent.
    Aber zu wissen wie sich der eigene Hund verhält und eventuell einzugreifen liegt, meiner Meinung nach, in der Verantwortung des Halters.

    LG

    Franziska mit Till

    Zwar etwas OT aber mir kam da beim Lesen von Falbalas Post ein Gedanke:
    Ich glaube der Beitrag mit dem Welpen von Falbala ist ein gutes Beispiel dafür, was ein verpflichtender Sachkundenachweiß v o r Anschaffung eines Hundes positives Bewirken könnte. Denn ich kann mir gut vorstellen, daß die Halterin des Welpen die ganze Situation aus Unwissenheit oder Unerfahrenheit einfach falsch eingeschätzt hat. So nach dem Motto: "Die Spielen doch nur." und alles andere wollte als deinen Hund zu ängstigen. (Vielleciht war es ja sogar ihr Ersthund) Ich könnte mit gut vorstellen, daß solche Leute durch eine Schulung wie einen Sachkundenachweiß gut zu erreichen wären.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich finde das Anliegen der Themenstarterin ja absolut berechtigt und kann ihren Ärger sehr gut verstehen. Allerdings finde ich den agressiven Ton in dem der Eingangspost verfasst wurde schon recht heftigt und ich muß da Britta zustimmen, für mich schwingt da in dem Thread auch schon fast Hass gegenüber den anderen Hundehaltern mit. (Meine ganz persönliche Wahrnehmung dessen was im Eingangspost geschrieben wurde.) Das erschrickt mich schon etwas.
    Sich, berechtigter Weise, über etwas ärgern ist das Eine; aber derart Abfällig und zum Teil auch pauschal über andere Menschen zu schreiben und zu urteilen über die man sich geärgert hat, und sei es noch so berechtigt, halte ich persönlich nicht für in Ordnung.
    Jeder von uns macht Fehler von daher sollte auch jeder von uns Fehlern Anderer gegenüber toleranz üben und Toleranz und Respekt sollten können keine Einbahnstraßen sein.
    Und letztendlich steht liegt dem Wunsch, daß der eigene Hund keinen Kontakt zu anderen Hunden haben soll ja nicht selten die Tatsache, daß man mit dem eigenen Hund eine, mehr oder weniger große "Baustelle" hat zu Grunde. Auch das sollte man nicht vergessen.

    Wie gesagt, ich kann das Anliegen der Themenstarterin durchaus verstehen und finde es berechtigt finde es aber bei der Formelierung im Eingangspost doch deutlich über das Ziel hinaus geschossen.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich würde dir auch raten deine Freundin anzurufen und zu versuchen die Angelegenheit mit ihr zu klären. Wichtig fände ich es ihr auch zu schildern wie der fehlende Vertrag anfängt sich negativ auf die Beziehung und die Bindung zwischen dir und dem Hund auszuwirken und dich hemmt. Ich denke das ist etwas was deine Freundin mit Sicherheit nicht möchte. Scheue dich auch nicht anzusprechen, daß du dich allmählich fragst ob sie den Übergabevertrag überhaupt unterschreiben will und dir langsam Bedenken kommen als kostenlose Pflegestelle mißbraucht zu werden, da du schon so lange um die Unterzeichnung des Übergabevertrages bittest und bereits so häufig aktiv geworden ist; der Vertrag von ihr aber noch nicht unterzeichnet wurde. Vielleicht ist ihr gar nicht klar wie wichtig dir die Unterschrift ist und wie du dich fühlst. Möglicherweise ist es für sie nur ein Blatt Papier dem sie keine besondere Bedeutung beimißt und deshalb keine Priorität bei ihr besitzt.
    Wenn das Gespräch positiv verläuft solltest du anschließen innerhalb kürzester Zeit den unterschriebenen Vertrag in den Händen halten. Schlimmsten Falls wird sie dir eröffnen, daß sie den Hund zurück haben möchte. Wie das dann rechtlich aussieht kann ich dir leider nicht sagen. Ich denke da müßtest du dir gegebenen Falls professionellen Beistand holen.
    Sollte sie dich weiterhin hinhalten solltest du dir einen Rechtsanwalt nehemen. Der kann dir am Besten sagen wie du am cleversten weiter vor gehen solltest. Vermutlich wäre es sogar ratsam sich bereits vor dem Gespräch mit der Freundin rechtlichen Rat zu holen. Möchtest du das nicht oder ist ein Rechtsanwalt finanziell nicht drin würde ich ihr einen Brief per Einschreiben schicken in dem du ihr die Pistole auf die Brust setzt und ihr ein Ultimatum stellst bis zu dem dir entweder der Vertrag unterschrieben vorliegen oder aber sie ihren Hund bei dir abgeholt haben muß. Ansonsten würdest du ihr für die gesamte Zeit, auf jeden Fall von dem Zeitpunkt an, die Kosten für Pflege und Unterhalt regelmäßig in Rechunung stellen. Lege schon mal eine Auflistung bei. Da du durch das Einschreiben beweisen kannst, daß sie deinen Brief erhalten hat wirst sie ihn nicht einfach ignoieren können, weil sie wieiß das du nun Beweise hast.


    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Chili weiß auch genau wann sie gemeint ist.
    Soll sie nur irgendwie zu mir kommen sage ich "komm".
    Da meine Tochter unterwegs gerne trödelt sage ich auch zu ihr häufig komm oder komm mit. Obwohl ich dabei auch ziemlich den selben Tonfall verwende fühl sich Chili absolut nicht angesprochen.
    Ich sage ihren Namen vorher wenn ich sie meine und ich schaue sie dann auch an. So weiß sie das sie gemeint ist.

    Und genau wie Muecke schrieb hört auch meine Chili absolut nicht auf meine Tochter obwohl sie die selben Kommandos und die selben Handzeichen benutzt. Bei anderen Leuten hört sie auch nur wenn sie Lust hat. Sie hat die Kommandos also eh mit meinem Mann und mir verbunden und da ist es ihr egal was andere zu ihr sagen.

    Ich glaube das ist es nicht ganz worum es geht. Till weiß auch ganz genau wann er mit "Komm`her" oder "Nein" gemeint ist und im Alltag benutze ich diese Worte auch häuftg. Allerdings bedeuten seine fremdsprachigen Komandos noch etwas anderes für meinen Hund. Dadurch, daß er sie nicht ständig hört und absolut positiv belegt sind und sehr präzise und sorgfälltig aufgebaut wurden versetzen sie ihn auch unter größer Ablenkung und bei höchster Trieblage (Wildsichtung eines Beagles) in absolute (positive) Alarm- und Reaktionsbereitschaft und ich dringe auch in solchen Situationen zuverlässig zu ihm durch. Das schaffe ich mit den Alltagsworten nicht.

    LG

    Franziska mit Till

    Till hat zwei Komandos für die wir bewußt ein Wort in einer fremden Sprache gewählt haben. Zum einen sein Rückrufwort und zum Anderen sein Abbruchkomando. Wir haben das bei uns in der Hundeschule aber auch explezied so gelernt. Der Hintergrund ist, daß der Halter auf diese Weise, gerade beim Aufbau der Komandos, diese ganz gezielt dem Ausbildungsstand des Hundes entsprechend einsetzen und trainieren kann ohne Gefahr zu laufen, daß er selbst oder Familienmitglieder die Komandos versehentlich unbedacht verwenden weil sie einfach so fest in der Alltagssprache verankert sind, daß man sie benutzt ohne groß darüber nachzudenken.
    Wählt man ein Komando in einer fremden Sprache ist es wesentlich einfacher dieses nur ganz gezielt und bewußt einzusetzen, weil es eben nicht zu unser Alltagssprache gehört. Was allerdings nicht bedeutet, daß ein Hund nicht trotzdem lernt die Alltagssprache zu verstehen.
    Till reagiert, trotz des fremdsprachlichen Rückrufkomandos, auch auf seinen Namen und auf "Komm her" ebenso wie er weiß, was "Nein" bedeutet, weil man es halt täglich in der Alltagssprache verwendet.
    Die gezielt aufgebauten Komandos jedoch funktionieren, gerade in schwierigen Situationen, schneller und zuverlässiger.

    LG

    Franziska mit Till