Beiträge von Maus1970

    Für mich ist die Frage ob Hundesport nötig, überflüssig, schädlich oder nützlich ist wie eigenlich alles im Leben eine Frage des was, wie und wieviel.
    - Hundesport im Verein kann für Hund und Halter etwas unwährscheinlich Schönes und Bereicherndes sein.
    wenn der für das Team richtige Sport im für das Team richtige Maß ausgeübt wird.
    - Hundesport kann schädlich sein wenn zum Beispiel zu großer Ehrgeiz im Spiel ist oder das Maß oder die Sportart
    nicht passen.
    - Hundesport im Verein kann überflüssig sein wenn sie das Hund-Halterteam außerhalb eines Vereins für sich
    passend miteinander beschäftigen
    - Kein Hundesport im Verein kann schädlich sein wenn dem Halter ohne den Verein die Anregung fehlt sich
    passend mit seinem Hund zu beschäftigen...
    - ?
    ich denke denke da könnte man noch eine ganze Menge Punkte aufzählen die aufzeigen wie individuell man diese Frage betrachten sollte.

    Was die Vertäglichkeit mit anderen Hunden angeht wäre für mich nicht die Frage: "Muß sich ein Hund mit anderen Hunden vertragen?" Sondern eher: "Warum verhält sich der Hund so wie er es tut?" und, vor allem "Geht es ihm gut damit.?"

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Und wo besteht der Unterschied für den Hund?

    Mara wurde als reiner Familienhund "angeschafft". Durch die Welpen- und Junghundestunde im Verein kamen wir dann zum THS. Mara liebt es und ich auch. Und es ist - wenn man auf Vierkampf trainiert die perfekte Mischung aus Action (Laufdisziplinen) und ruhigem Gehorsam (Unterordnung).

    Müsste ich mir jetzt einen Hund zulegen, würde ich definitiv eine Rasse wählen, die vom Standard her auch für THS geeignet ist. Ergo würde ich mir einen Hund FÜR den Sport kaufen. Warum sollte es diesem Hund dann bei mir schlechter gehen als Mara jetzt?
    Wichtig ist nur eines meiner Meinung nach: Egal ob Sporthund oder Couchpotatoe: Man sollte immer das Wohl des Hundes im Auge behalten. Und ich - und das ist meine Meinung - kenne mehr Tutnixe, die gerne was tun würden, Herrchen meint aber "neee, keine Lust, der geht 3x am Tag Gassi", als überdrehte und überforderte Sporthunde, denn mit solchen Hunden macht Sport schlicht und ergreifend überhaupt keinen Spaß.

    Der Unterschied besteht für mich darin, daß ihr es mit Mara so genommen habt wie es kam. Ihr habt durch die Hundeschule THS kennen gelernt und für euch entdeckt. Du bist also ohne Erwartungen an die Sache heran gegangen. Folglich konnte Mara auch keine enttäuschen. Wäre Mara für THS vollkommen ungeeignet gewesen wärst du vermutlich auch nie auf die Idee gekommen es mal mit ihr ausprobieren und hättest auch nichts vermisst. In dem Moment in dem man sich einen Hund aussucht mit dem man eine bestimmte Sportart machen kann besteht immer die Gefahr, daß man den Hund irgendwo hineindrückt wo er nicht hinein passt, weil man selbst den Hundesport gerne betreiben möchte.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Kalle wurde ganz gezielt für den Sport gekauft. Das finde ich auch in keinster Art und Weise schlimm. Wieso auch?

    Ich finde das im Prinzip auch nicht schlimm. Zu einem Problem wird es, in meinen Augen, nur dann wenn ein Hund die sportlichen Erwartungen seines Halters nicht erfüllt (es besteht ja immer die Gefahr, daß sich ein Hund anders entwickelt wie gedacht) und dann mit Macht in etwas hineingedrängt wird, was ihm nicht liegt und gut tut. (Ich meine damit jetzt nicht dich persönlich)

    Ansonsten kann ich mich nur denen anschließen die geschrieben haben, daß man das sehr individuell beurteilen und den Hund unbedingt immer im Blick haben muß. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß mein erster Hund auch ohne Hundesport glücklich und zufrieden war. Ich hatte nie das Gefühl, daß ihm da etwas fehlte. Für meinen jetzigen Hund und mich hingegen ist der Hundesport (Mantrailing und nur für uns Dummy/Apportiertraining) etwas wunderschönes. Es macht uns Beiden großen Spaß zusammen zu arbeiten und gemeinsam etwas zu erreichen...
    Wobei auch die Wahl des richtigen Hundesports sehr wichtig ist.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Aber wir waren doch alle selbst mal welche :???: Und ich weiß, dass ich oftmals nicht sooo sett zu Insekten und Co. war... :hust:

    ...und das hat bei Kindern oftmals weniger mit quälen wollen zu tun als damit, daß die Insekten ihren Schmerz nicht so äußern können, wie Kinder es verstehen. Wenn ein Kind Beispielsweis einer Spinne ein Bein ausreißt fängt diese nicht vor Schmerz an zu schreien oder zu weinen wie ein Kind es erwarten würde; sondern bleibt total stumm. Die Kinder bekommen von dem Insekt keine unmittelbare Rückmeldung, daß sie ihm weh tun. Gerade kleine Kinder folgen dem Denken: "Was ich nicht sehe, ist auch nicht da" (die meisten kennen die Situation, daß sich ein 2 jähriges Kind die Hand vor Augen hält und glaubt es ist nicht mehr zu sehen, da es selbst seine Umwelt nicht mehr sieht) Kinder können sich einfach nicht vorstellen, daß sie dem Tier weh tun, weil es dabei weder weint noch schreit. Auch wenn wir Erwachsenen den Kindern das erklären bedarf es einer gewissen geistigen Reife bis ein Kind diese abstrakte Denkleistung vollbringen können.

    LG

    Franziska mit Till

    Soweit ich weiß, muß sich die Polizei um einen Fundhund kümmern und ihn auch vorübergehend in Obhut nehmen, weil ein herrenlos herumlaufender Hund eine Gefahr für die allgemeine Sicherheit darstellt und es durch einen solchen Hund zu schweren Unfällen kommen kann.
    Ich hatte auch schon mal urplötzlich einen fremden Hund bei mir im Haus. ;) Ich habe dann draußen überall nachgeschaut, gewartet und Passanten gefragt. Aber kein Halter in Sicht. Auch ich habe mich, so wie du, an die Polizei gewandt und wurde ebenfalls gefragt ob ich ihn zunächst bei mir behalten könne, da sich die Halter erfahrungsgemäß sehr schnell bei der Polizei melden, da sie ihren Hund suchen. Da der Fundhund sich gut mit meinem Hund vertragen hat, habe ich zugestimmt. Und in der Tat wurde er dann später von seinen aufgelösten Haltern abgeholt.
    Von daher würde ich mir nicht allzu große Sorgen machen, daß der Hund nicht im Tierheim angekommen ist. Vermutlich haben die Halter sich später bei der Polizei gemeldet, weil sie ihren Hund nicht selbst finden konnten und ihn dann dort abgeholt. Die diensthabenden Polizisten werden wahrscheinlich mit dem Anruf beim Tierheim noch eine Zeitlang gewartet haben, da sich die Halter erfahrungsgemäß recht bald bei ihnen melden.

    Aber schön, daß du dich darum kümmerst. Ist er Morgen nicht im Tierheim würde ich bei der Polizei noch einmal nachfragen, damit du beruhigt sein kannst.

    LG

    Franziska mit Till

    Wir benutzen Beides. Bei uns ist es so, daß die Leine am Halsband für unseren Hund bedeutet, daß er absolut Leinenführig laufen soll. Stehen bleiben und schüffeln oder die Seiten wechseln sind dann nicht erlaubt. Er läuft am Halsband quasi wie im Fuß, nur eben an der Leine.
    Befindet sich die Leine hingegen am Geschirr darf er auch stehenbleiben und schnüffeln und auch die Seiten wechseln. Selbst wenn er dann mal etwas zieht ist das in Ordnung.
    Wir haben das in der Hundeschule so gelernt. Der Hintergrund ist, daß man, auf diese Art und Weise, hinreichend Zeit hat die Leinenführigkeit ohne Druck und Stress zu üben und dabei zu fast 100% konsequent sein kann.
    Besonders als wir mit unserem Hund als Welpe begonnen haben die Leinenführigkeit zu üben war das sehr praktisch. Wenn wir Zeit, Ruhe und Nerven hatte mit ihm die Leinenführigkeit zu trainieren haben wir ihn ans Halsband genommen. Dann sind wir halt bei jedem Zug auf die Leine stehegeblieben, haben ihn wieder zurück gelockt und im Gegenzug jeden guten Schritt bestärkt. Sobald wir gemerkt haben, daß seine Konzentration zur Neige ging, die Situation auf Grund von Ablenkungen zu schwer wurde; oder u n s e r e Zeit, Ruhe oder Nerven zur Neige gingen :D haben wir ihn einfach wieder ans Geschirr genommen und konnten Leinenführigkeit getrost Leinenführigkeit sein lassen ohne uns das Training wieder zu nichte zu machen.
    Heute machen wir es von der jeweiligen Situation abhängig ob die Leine ans Halsband oder ans Geschirr kommt. Sind wir in der Stadt, an viel befahrenen Straßen oder sonst irgendwo unterwegs wo es mir sinnvoll erscheint ihn eng bei mir zu haben kommt die Leine ans Halsband. Ansonsten läuft er ohne Leine oder die Leine kommt ans Geschirr. Wobei ich ihm im Freilauf das Geschirr abmache und in die Hand nehme. Gerade wenn er dann andere Hunde trifft und ordentlich tobt und spielt, was er liebend gerne tut :D , finde ich das sicherer.

    LG

    Franziska mit Till

    Die Idee sich im Vorfeld bereits um einen Sitter, eine Betreuung zu kümmern finde ich vom Prinzip her sehr gut. Wobei ich mir die Frage stelle ob so ein unregelmäßiger Alltag, Fremdbetreuung außer Haus, logischer Weise auch unregelmäßig, für einen Hund aus dem Tierheim/Tierschutz oder auch für einen Abgabehund, auf Grund ihrer Vorgeschichte, das Richtige ist.
    Ich denke, daß diese Hunde wohl docch einen regelmäßigeren Alltag und die Betreuung durch ihre Hauptbezugsperson brauchen. (Wobei es mit Sicherheit auch Hunde geben wird die damit gut zurecht kämen, aber die bilden dann doch wohl eher die Ausnahme.)
    Von daher käme, an dieser Stelle, die Frage nach einem selbstbewußen, stabilen Welpen von einem seriösen Züchter wieder auf. Der würde dann in diese Struktur hineinwachsen können.

    LG

    Franziska mit Till