Beiträge von Maus1970

    Aber Dreamy wieviel möchtest du denn verdienen? Wenn der Hundetrainer 50 Euro bekommt, dann muß er davon seine gesamten Kosten tragen, inklusive Steuern, Versicherungen und vor allem Sozialversicherungen. Da kann man sich relativ schnell ausrechnen wie viel da noch für den Trainer übrig bleibt. Da bleibt dann nicht viel mehr übrig als ein guter Stundenlohn.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Diesen (Kosten)Vergleich habe ich auch nicht angestellt. Was sich dagegen vergleichen lässt ist der tatsächliche Arbeitsaufwand. Und diesen betreffend habe ich lediglich von meinen eigenen Erfahrungen mit Sitterhunden berichtet. Als nicht-gewerbliche Urlaubsbetreuung kann ich mir meine Pfleglinge immerhin noch selbst aussuchen. ;)

    Wobei diese Punkte hier


    sicherlich auch nicht auf jede Pension zutreffen.

    Aber ich denke auch, dass Betreuung auf Gegenseitigkeit eine gute Alternative darstellt. Wie gesagt, falls hier jemand ein paar empfehlenswerte Seiten kennt oder es Interessenten aus dem Bereich Hamburg-Lübeck gibt - gerne auch per PN - immer her damit! :smile:

    Ich denke der springende Punkt bei der gewerblichen Hundebetreuung ist einfach, daß der Sitter davon leben können muß. Es ist sein Brotverdienst mit dem er sich und seine Familie ernähren muß. Denn wer eine Hundepension betreibt oder tagsüber generell fremde Hunde betreut kann logischer Weise nicht noch anderweitig Arbeiten gehen. Was die Sache in meinen Augen so teuer macht ist die Tatsache, daß man als Hundesitter nur eine gewisse Anzahl von Hunden zur selben Zeit betreuen kann, wenn man ihnen gerecht werden möchte. (Spaziergang, Beschäftigung etc.) Von den Haltern dieser Hunde muß man dann halt soviel nehmen, daß man davon leben kann.

    Und es ist ja schon ein Unterschied ob man für eine gewisse Zeit mal einen Pflegehund aufnimmt, weil man es möchte und weiß, daß es passt. Hat man sich aber täglich um so viele Hund zu kümmern sieht das dann ganz anders aus.

    LG

    Franziska mit Till

    So handhaben wir das auch. Bei uns gibt es auch einen kurzen Abschiedssatz und dann gehen wir. Mir war es auch sehr wichtig, daß mein Hund die Möglichkeit hatte von vornherein unterscheiden zu können ob ich nur im Haus unterwegs bin oder wirklich weggehe. Wir haben Till seit dem er 8 Wochen alt ist. Ca. 1,5 Wochen später sind mein Mann und ich wieder zur Arbeit gegangen. Da war es mir sehr wichtig, daß er von vornherein wußte ob ich nun wirklich weggehe oder nur im Haus unterwegs bin, damit er nicht dem Stress ausgesetzt wird ständig aufpassen zu müssen ob ich nun wieder weggehe.
    Bei uns funktioniert das sicher und Till bleibt problemlos alleine.
    P:S Till muß und mußte nicht unseren gesamten Arbeitstag alleine bleiben. Wir wohnen mit meiner Schwiegermutter in unserem Haus in dem jeder seine Wohnung hat. Tagsüber ist Till also bei meiner Schwiegermutter.

    LG

    Franziska mit Till

    Wenn ich nach Hause komme kommt Till freudig angeschossen und springt um mich herum. Dann wird er begrüßt und kurz durchgeknuddelt und danach mache ich weiter.
    Ich finde es ehrlich gesagt nicht schlimm, daß er mich so freudig begrüßt ich freue mich ja auch sehr ihn wieder zu sehen. Allerdings beruhigt er sich auch sofort wieder und hat absolut keine Probleme mit dem Alleinbleiben, so daß er dabei keinen großen Stress hat. (Außerdem komme ich dann nach einem kompletten Arbeitstag nach Hause, war also wirklich lange weg.)
    Wenn ich gehe sage ich kurz einen bestimmten Abschiedssatz zu ihm, streichle ihn dabei kurz über den Kopf und gehe dann. Ich habe das eigeführt damit er von Welpe auf an eine Möglichkeit hatte zwischen "Frauchen ist hier im Haus unterwegs" und "Frauchen geht weg" unterscheiden zu können. Er war etwa 1,5 Wochen bei uns als ich wieder arbeiten mußte. (Er mußte und muß allerdings nicht alleine bleiben. Meine Schwiegermutter lebt in ihre eigenen Wohnung unten im Haus und passt tagsüber auf ihn auf.) Von daher war es mir wichtig, daß er nicht anfängt mir die ganze Zeit hinterher zu laufen, weil ich ja wieder so lange weggehen könnte.

    LG

    Franziska mit Till

    kawaii Ja, da hast du recht. Es gibt wirklich vieles zu bedenken und zu beobachten

    Wir sind letzten September mit dem Mantrailen angefangen und es gibt jedem Trail den man geht wieder etwas neues zu entdecken und lernen. Das finde ich gerade das Spannende daran.
    Am Anfang war es, Beispielsweise, sehr schwer für mich zu erkennen, ob mein, jagdlich sehr ambitionierter, Beagle, beim Trail im Wald wirklich nur den Trail oder alle anderen möglichen tollen Wildgerüche im Kopf hat. Weil er oberflächlich die gleiche Körpersprache zeigte, ob er nun tollen Wildgeruch oder den spannenden Trail in der Nase hatte. Aber irgendwann sieht man dann die kleinen, entscheidenden Unterschiede. Eine Zeitlang hat er sich sehr davon ablenken lassen, aber mittlerweile konzentriert er sich wieder ganz toll auf den Trail.

    Wir waren gerade mit ihm im Urlaub und mein Mann hat dort einen Trail für ihn gelegt der ihn mitten durch das Hotel geführt hat, auf Wegen die wir, auch am selben Tag, schon häufiger gegangen waren. Der Trail führte dann aus dem Hotel heraus und mein Mann hat sich hinter einer geschlossenen Pforte versteckt.
    Das war mal eine tolle Erfahrung und Herausforderung. Till hat sie echt super gemeistert.

    Ist es bei euren Hunden auch so, daß sie wesentlich leichter auf Asphalt und ähnlichem arbeiten können als in Wald und Flur?

    LG

    Franziska mit Till

    Ich arbeite auch fast ausschließlich über positive Verstärkung. Auch Grenzen werden positiv Verstärkt bzw. mit positiv verstärkten Kommandos durchgesetzt. Warum? Weil ich weiß, daß es bei meinem Hund funktioniert :D
    Hemmende Maßnahmen, Strafen, lautes Schimpfen sind bei ihm halt absolut kontraproduktiv. (Ich denke als Jagdhund ist er genetisch so "programmiert", daß er für Freuden einfach sehr vieles in Kauf nimmt. Bei der Jagd tun sich die Hunde ja auch oftmals weh und es ist entscheidend, daß sie dann eben nicht aufgeben sobald es unangenehm wird.)
    Aber ich weiß genau so gut, daß es Hunde gibt bei denen das vollkommen anders aussieht und folglich auch andere Handlungsstrategien im Umgang mit dem Hund entwickelt werden müssen.

    Was ich allerdings nicht so ganz verstehen ist die Tatsache, daß bei einem "Nein" immer sofort davon ausgegangen wird, daß es sich dabei um etwas Negatives für den Hund handelt. Für meinen Hund beinhaltet das "Nein" genau so eine Information wie ein "Sitz" Es ist für ihn mit nichts Negativem im Sinne: "Du hast etwas falsch gemacht" verbunden, sondern sagt ihm nur, daß sein Verhalten Momentan nicht erwünscht ist.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich habe zwei verschiedene, positiv aufgebaute, Abbruchssignale.
    Zum Einen das "Nein". Nein bedeutet bei uns, daß er eine Aktion abbrechen, bzw. etwas sein lassen soll was aber nicht prinzipiell verboten ist. Gehen wir zum Beispiel an einem See spazieren und ich möchte, daß er heute dort nicht hineingeht sage ich "Nein" Denn schwimmen im See ist nicht generell verboten. Ich möchte es nur heute nicht.
    "Veto" heißt für ihn das dieses Verhalten generell nicht erwünscht ist. Wie z.B jagen.

    LG

    Franziska mit Till

    Und genau das stört mich an deinen Aussagen, obwohl ich dir Inhaltlich durchaus in vielen Punkten absolut zustimme. Diese Aussage von dir suggeriert als würde man anders als durch deine Methode keinen Erfolg haben können. Und das ist einfach nicht richtig.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Labradora, ein toller Beitrag.

    Mir ist zum Thema negative Verstärkung und dass kareki ein in die Situation werfen für unfair und unanwendbar hält: Dann ist wohl fast jeder Welpenbesitzer hier ein unzumutbarer Hundehalter, denn was macht man denn anderes als negative Verstärkung mit nem Hundekind, was man einfach wenn es keine Ruhe geben will in die so hochgelobte Box steckt? Nix anderes als es die Situation aushalten zu lassen und ihm erst dann den Erfolg zu geben, wenn das gewünschte Verhalten, Ruhe geben eingetroffen ist.
    Selbes Prinzip wie die Leine stramm zu ziehen und nachzugeben, sobald der Hund Sitz macht. Ersteres findet man in jedem zweiten Erziehungsbuch, letzteres ist aber Tierquälerei?

    Nur fürs Protokoll: Ich hatte keine Box für meinen Welpen und mag sie auch nicht, aber vielen hier hilft sie eben in genau dieser Problematik und kein Hund kriegt davon nen Schaden.


    Und genau da gibt es eben die unterschiedlichsten Ansätze an die Thematik heranzugehen. Sowohl an das Thema Ruhe halten als auch an das Thema "Sitz" zu lernen wie auch bei allen anderen Fragen. Das entscheidende ist doch, und ich glaube da sind wir uns einig, daß der Ansatz zum jeweiligen Mensch-Hund Team passt; und da gibt es halt die unterschiedlichsten Voraussetzungen, Ressourcen und Bedürfnisse die bei der Methodenwahl berücksichtigt werden müssen. (Tierschutzrelevante Methoden einmal ausgenommen)
    Ich stimme da, wie du, Labradora besonders in dem Punkt zu in dem sie sagt, daß es weniger das Problem ist einem Hund durch positive Verstärkung beizubringen was er bei einem bestimmten Kommando tun soll, sondern, es in erster Linie darum geht dem Hund nachhaltig deutlich zu machen, daß Kommandos immer befolgt werden müssen und das kann sehr unterschiedlich aussehen. Bei meinem z.B war wirklich ignorieren das Mittel der Wahl. Bei anderen Hunden bewirkt das gar nichts. Genau so wie bei meinem Hund die häufig zitierte: "Deutliche Ansage" keinerlei Effekt hat.

    LG

    Franziska mit Till

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    Ich gehöre zu jenen, die lieber ohne Schlepp arbeiten, gerade beim Rückruf. Schlepp brauche ich nur gezielt in bestimmten Situationen zur Sicherung. Rückruf baue ich grundsätzlich ohne auf. Rückruf ist auch was anderes als das lockere Mitkommen. Ach ja, mein Rückruf wird natürlich über positive Verstärkung aufgebaut. :smile:

    Erstens solltest du dir mal überlegen, was für Henry in welcher Situation eine tolle Belohnung darstellt. Dann überlegst du dir, welches Signal du nutzen willst. Ich habe so einen unverbindlichen "Gummi-Rückruf", da bin ich nicht sehr konsequent und der Hund darf sich ruhig etwas Zeit lassen. Und mein HIER!, auf das der Hund sofort angesaust kommen sollte. Das habe ich anfangs nur genutzt, wenn ich sicher war, dass der Hund kommen wird! Ohne Konsequenz beim üben wird es aber nichts werden.

    Man fängt an ablenkungsarmen Orten (zB im Haus) und auf ganz kurze Distanz an. Ruf dein Signal fröhlich, wenn der Hund ohnehin zu dir kommt, oder auch mal, wenn er eh schon da ist, und dann gleich tolle Belohnung! Kannst du auch machen, bevor du die Futterschüssel hinstellst. Dann langsam den Abstand steigern. Nie rufen, wenn der Hund grad total abgelenkt ist - die Erfolgsquote sollte möglichst nah an 100% sein! Sei auch kreativ, was Belohnungen betrifft.

    Wenn du dann die Ablenkung steigerst, wieder runter mit der Distanz, und umgekehrt. Und dazwischen immer wieder leichte Rückrufe - es soll einfach nur toll sein, für den Hund, zu dir zu sausen! :D Und widersteh der Versuchung, den neuen Rückruf in Situationen einzusetzen, in denen der Hund ziemlich sicher drauf nicht reagieren wird.

    Kannst dich auch hier einlesen: https://www.dogforum.de/der-doppelte-ruckruf-t126830.html Kann man mit oder ohne Schlepp machen - ohne muss man halt immer sehr penibel kleinschrittig aufbauen.

    Ganz ähnlich haben wir das auch gemacht. Wir haben zunächst einen Rückruf durch klassisches Konditionieren aufgebaut. Dabei haben wir ein Wort gewählt, daß wir und auch niemand anders im Alltag wirklich nie verwenden. Darauf haben wir ihn zunächst einmal eine ganze Zeitlang in ruhiger Situation zu Hause nur konditioniert. (Also Hund war auf mich konzentriert-Superwort gesagt- und sofort Superleckerli gegeben. (Kann alternativ auch eine andere Belohnung sein. Je nach dem was dem Hund am Liebsten ist. Bei einem Beagle natürlich Futter. :D ) Ich habe darauf geachtet, daß zu dem auch die ganze Situation für ihn emotional toll war. Also ganz in Ruhe, mit liebevoller freudiger Ansprache und so weiter; damit der Rückruf auch emotional mit etwas ganz Schönem und einem: Ich fühle mich beim Rückruf extrem wohl verknüpft wird. Danach haben wir das Superwort Kleinschrittig in den Alltag integriert. Zunächst haben wir nur dann gerufen wenn wir 110% sicher waren, daß er kommen wird. Danach in ganz einfachen, ablenkungsarmen Situationen angewandt. Anschließend den Schwierigkeitsgrat immer schrittweise erhöht. Heute funktioniert, daß auch bei größter Ablenkung.
    Im Alltag nutze ich auch häufig ein "Komm` hier" oder auch schon mal ein "Komm` mal bitte" :D Das heißt für meinen Hund soviel wie: "O.K jetzt geht es langsam weiter." Eben immer dann wenn ich weiter will, es aber nicht erforderlich ist, daß er sofort alles stehen und liegen lässt und mit Volldampf angerannt kommt.
    Beim Rückruf mit Superwort hingegen erwarte ich das.

    LG

    Franziska mit Till