Ich gehöre zu jenen, die lieber ohne Schlepp arbeiten, gerade beim Rückruf. Schlepp brauche ich nur gezielt in bestimmten Situationen zur Sicherung. Rückruf baue ich grundsätzlich ohne auf. Rückruf ist auch was anderes als das lockere Mitkommen. Ach ja, mein Rückruf wird natürlich über positive Verstärkung aufgebaut. 
Erstens solltest du dir mal überlegen, was für Henry in welcher Situation eine tolle Belohnung darstellt. Dann überlegst du dir, welches Signal du nutzen willst. Ich habe so einen unverbindlichen "Gummi-Rückruf", da bin ich nicht sehr konsequent und der Hund darf sich ruhig etwas Zeit lassen. Und mein HIER!, auf das der Hund sofort angesaust kommen sollte. Das habe ich anfangs nur genutzt, wenn ich sicher war, dass der Hund kommen wird! Ohne Konsequenz beim üben wird es aber nichts werden.
Man fängt an ablenkungsarmen Orten (zB im Haus) und auf ganz kurze Distanz an. Ruf dein Signal fröhlich, wenn der Hund ohnehin zu dir kommt, oder auch mal, wenn er eh schon da ist, und dann gleich tolle Belohnung! Kannst du auch machen, bevor du die Futterschüssel hinstellst. Dann langsam den Abstand steigern. Nie rufen, wenn der Hund grad total abgelenkt ist - die Erfolgsquote sollte möglichst nah an 100% sein! Sei auch kreativ, was Belohnungen betrifft.
Wenn du dann die Ablenkung steigerst, wieder runter mit der Distanz, und umgekehrt. Und dazwischen immer wieder leichte Rückrufe - es soll einfach nur toll sein, für den Hund, zu dir zu sausen!
Und widersteh der Versuchung, den neuen Rückruf in Situationen einzusetzen, in denen der Hund ziemlich sicher drauf nicht reagieren wird.
Kannst dich auch hier einlesen: https://www.dogforum.de/der-doppelte-ruckruf-t126830.html Kann man mit oder ohne Schlepp machen - ohne muss man halt immer sehr penibel kleinschrittig aufbauen.