Linchen7 Ich sehe das im Grunde genau so wie du. Wir Hundehalter sind in der Pflicht unsere Hunde zu sichern und, genau so wie du, bin ich der Meinung, daß man nicht alles vorhersehen und verhindern kann. Das ist halt leider das berühmte Restrisiko. (Ähnlich ist es ja wenn ein 5 jähriges Kind mit seiner Mutter zusammen mit dem Fahrrad unterwegs ist, gegen mein Auto fährt und mit dem Lenker eine Delle in mein Auto haut. Da bezahle ich den Schaden als Autohalterin dann auch komplett alleine. Das Kind ist noch nicht Haftpflichtig also zahlt keine Haftpflichtversicherung, die Mutter war dabei somit war das Kind beaufsichtigt ergo keine Aufsichtspflichtverletzung sondern ein Unfall der jeden passieren kann. Heißt Restrisiko für mich als Autobesitzerin)
Wenn Kinder meinen Hund traktieren wollen, ist meine Pflicht als Halter meinen Hund davor zu schützen. Da hilft es nichts auf die Kinder zu schimpfen oder gar zu sagen: "Dann lasse ich meinen Hund sich mal wehren. Dann hören die schon auf" Sondern nur, den Hund aus der Situation zu holen. Anschließend gäbe es eine Megastandpauke für die Kinder. Sollte das alles nichts helfen und die Kinder ihr Verhalten nicht ändern würde ich gegeben Falls die Vorgänge protokollieren und die Familie beim Jugendamt melden und bei der Polizei anzeigen.
Auch wenn das zunächst keine großartigen Folgen haben sollte, da die Kinder noch Strafunmündig sind dürfte in vielen Fällen alleine der Ärger mit Polizei und Ordnungsamt ausreichen um dafür zu sorgen, daß die Eltern ihren Kindern dann doch einmal erklären, daß sie damit aufzuhören haben...
Ich persönlich halte es nicht unbedingt für normal, daß ein Hund dem man einmal versehentlich auf den Schwanz tritt gleich nach vorne geht und abschnappt. Jemand schrieb hier bereits, ich weiß leider nicht mehr wer, daß er ja auch nicht gleich zuschlagen würde, wenn ihn jemand versehentlich auf die Füße tritt. Das sehe ich auch so. Ich empfinde das schon als eine ziemlich niedrige Reizschwelle bei einem Hund. Zumal der ja nicht gerade im Tiefschlaf gelegen haben dürfte im Park. Von daher fände ich eine Wesensüberprüfung und Einschätzung des Aggressionspotential von professioneller Seite schon sehr wichtig. Als Halterin der Dogge würde ich das, egal was von offizieller Seite kommt, aus eigenem Antrieb in die Wege leiten.
So gesehen wäre ich mir, aus diesem Grunde, nicht einmal sicher ob ich als Mutter des Kindes nicht auch Anzeige erstattet hätte. Denn in aller Regel kenne ich die Halter ja nicht so gut, daß ich einschätzen kann ob die von sich aus die richtigen Schritte in die Wege leiten und die notwendigen Konsequenzen ziehen. Letztendlich möchte ich als Mutter ja auch nicht, daß einem anderen Kind später schlimmeres passiert, weil ich nichts gesagt habe und deshalb nichts passiert ist.
Natürlich hätte ich meinem Kind noch einmal ganz deutlich klar gemacht, daß es in Zukunft beim Rennen und Toben besser aufpassen muß wo es hinläuft damit es niemandem weh tut. Egal ob Hund oder Mensch oder sonst wem.
LG
Franziska mit Till