Beiträge von Maus1970

    Bei uns in der Gruppe lobt auch niemand zwischendurch. Ich denke wenn man einen Hund für den Realeinsatz ausbildet wird es mit mit dem Lob auf dem Trail schwierig werden, denn im Ernstfall weißt du ja nicht ob der Hund richtig ist.
    Bisher habe ich es allerdings auch nie vermisst.

    LG

    Franziska mit Till

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    Ich bin stolz auf meine Biene und vertrau ihr immer mehr auf den Trails. Noch vor ein paar Monaten hat sie sich immer mal wieder von Fremdspuren ablenken lassen und ist denen erstmal schön hinterher, sodass ich irgendwann an jeder Abzweigung besonders im Wald gezweifelt habe und sie nicht immer lesen konnte, ob es jetzt Wild oder unsere Person ist, die sie da in der Nase hat. Und ich weiß nicht wie genau wir das jetzt hinbekommen haben, aber das Vertrauen ist jetzt wieder da, Mia ist absolut sicher auf der Spur und korrigiert sich super selber, riecht auf Kreuzungen mal in die anderen Wege rein und entscheidet sich dann für den Richtigen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich in manchen Situationen immer noch nicht sicher bin, ob das jetzt ne Wildspur ist, obwohl sie selbst wenn sie da mal eine hat nur noch kurz die Nase in die Richtung steckt und dann eigentlich gleich weiterläuft.

    Hihi, daß scheint Beagle typisch zu sein. :D Ich habe mit Till ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich empfand es auch am Anfang als sehr schwer zu erkennen, was er nun gerade in der Nase hat. Wobei es bei Till so war, daß er zwar nie einer falschen Spur hinterher gegangen ist, er aber eine Zeit lang der Meinung war er könne neben dem Trailen noch mal eben nebenbei ein paar andere Gerüche abchecken und entsprechend unkonzentriert war. Wir haben dann die Trails zunächst kurz aber anspruchsvoll gehalten. So kam er zwar schnell zum Erfolg, hat aber auch gemerkt, daß er seine Aufmerksamkeit ganz auf das Trailen lenken muß. Das hat sehr gut funktioniert. Mittlerweile ist er sehr konzentriert und kaum ablenkbar.

    Ist es bei euch auch so, daß der Unterschied in der Körpersprache zwischen "Ich rieche Wild" und "Ich bin voll auf dem Trail" relativ gering ist? Es würde mich interessieren ob das vielleicht sogar etwas Beagle typisches ist.
    Bei Till ist es so, daß er um so weniger pendelt, je fokussierter er auf den Trail ist. Insgesamt ist seine Körperhaltung beim Trailen weicher und lockerer als bei einer Wild Spur. Da ist er eher etwas steifer.

    Beim letzten Mal haben wir einen sehr langen Trail mit 2 Unterbrechungen gearbeitet. Ich war total stolz, daß er das so gut gemeistert hat. Er ist jedes Mal problemlos wieder in die Arbeit gekommen.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich Belohne meinen Hund sehr viel mit Futter. Warum? Ganz einfach weil er, als Beagle, das Fressen nun einmal liebt und er sich dadurch sehr gut motivieren lässt. Allerdings nicht so, daß es für ihn Existenziell ist. Er bekommt Morgens, seit jeher, etwa 1/3 seiner Tagesration in seinen Napf und einen ganz kleinen Teil am Abend. Den Rest bekommt er als Belohnung für Gehorsam. Das funktioniert sehr gut und ich bin mir sicher, daß ich mehr für meinen Hund bin als ein reiner Futterautomat. Ich bestätige richtiges Verhalten zwar mit Futter aber das ist ja nur ein Teil unserer Beziehung/Bindung. Der Andere besteht aus gemeinsamem Arbeiten, wie zum Beispiel Mantrailing, Apportieren, Suchspiele jeglicher Art, gemeinsamen Spielen und natürlich kuscheln. :D
    So gesehen sehe ich keinen Grund mir das Leben unnötiger Weise schwerer zu machen, in dem ich auf die Form der Belohnung verzichte die mein Hund am Besten findet.
    Für mich kann Futterbelohnung lediglich eine Art der Bestätigung sein, Bindung muß aber durch andere Dinge entstehen.
    Das der Rhodesien Ridgeback erst durch Hungern dazu gebracht werden musste seinem Frauchen Aufmerksamkeit zu schenken ist traurig, aber war in dieser Situation wohl nur notwendig und das Apportieren kann nur ein Teil dessen sein was geschehen muß um Bindung entstehen zu lassen.

    LG

    Franziska mit Till

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    Dazu muss ich jetzt was sagen: liebe Te, bitte höre nicht auf diesen Ratschlag. Abgesehen davon dass ich das Knurren für pure Unsicherheit und kein Territorialverhalten halte solltest du deinen Hund auf keinen Fall auch noch für sein Geknurre loben. Sowas kann ganz schnell nach hinten losgehen. Ziel sollte sein dass er lernt dass DU solche Dinge regelst. Nur wird das noch seine Zeit brauchen, manche Hunde benötigen Monate um sich einzugewöhnen.

    Das sehe ich genau so Dreamy :gut:
    Liebe Melanieundbalu ich finde es toll, daß du nach Wegen suchst euren Hund ohne Angst an sein Leben bei euch zu gewöhnen. Was du dazu allerdings brauchen wirst sind Liebe (hört sich so an als wäre das kein Problem :D ) und vor allem auch Geduld.
    Du solltest zunächst dafür sorgen, daß fremde Menschen deinen Hund nicht bedrängen. Bitte euren Besuch Balu bei der Ankunft zunächst komplett zu ignorieren. Zeitgleich mußt du eurem Hund ganz klar sagen was er tun soll.
    ( z.B auf seinen Platz schicken. ) So hat er eine klare Orientierung und erfährt, daß du solche Situationen souverän managest. Das gibt ihm Sicherheit und schafft vertrauen.
    Später, wenn der Besuch in der Wohnung ist und Balu sich entspannt hat kannst du beginnen, daß der Besuch vorsichtig Kontakt zu ihm aufnimmt; aber, und das ist besonders wichtig, nur so, daß der Hund sich nicht bedroht und sich wohl fühlt. Das kann z.B so sein, daß der Besuch Balu am Anfang nur ein paar Leckerli aus der Entfernung zu wirft. Später mag er dann ja vielleicht sogar näher können.

    LG

    Franziska mit Till

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    Ah okay, dann hab ich das offenbar falsch verstanden, danke! :smile:

    Diese Frage stellte sich mir und Noora auch schon. Ich habe es ebenfalls so verstanden wie Sacred. Noora geht davon aus, daß der Hund beide Male angeleint war. Ich habe die Themenstarterin auch schon um Aufklärung gebeten. Bisher leider vergeblich.

    LG

    Franziska mit Till

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    Klar gibt es Kinder mit übertriebenen Ängsten. Aber es fällt mir halt in manchen Posts halt doch sehr auf, daß das Verhalten der Hunde sehr schnell mit Arttypisch u.s.w entschuldigt wird, während es dann bei Kindern heißt, die müssen es wissen oder Eltern aufpassen. ( Denn ich empfinde es durchaus auch nicht als normal wenn ein Hund einem Kind hinterher rennt auch wenn es noch so schnell wegrennt. Hunde wissen normaler Weise sehr gut, daß man Menschen nicht jagt )

    LG

    Franziska mit Till

    Panik kann man nicht zu Schau stellen. Panik hat man. Panik hat nichts mehr mit Rationalität zu tun sondern ist eine genetisch bedingte Reaktion auf extrem angstauslösende Reize in dem wir Menschen nur noch Angriff oder Flucht kennen. So reagiert jeder Mensch. Lediglich was eine solche Panik auslöst und wie stark der Reiz sein muß ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden.
    Und wenn du nun fragen solltest ob es normal ist, daß ein Kind vor einem Hund solche Angst hat, dann antworte ich dir ganz klar mit "Ja, ist es." Auch dank solcher Hundehalter wie dir, die sich eben nicht fragen ob sie einen Fehler gemacht haben und nicht reflektieren ob ihr Verhalten diese Angst nun auch noch gerade verstärkt hat.

    LG

    Franziska mit Till