Beiträge von Maus1970

    Ich halte gegenseitige Rücksichtnahme für sehr wichtig. Mein Hund (ein Beagle) darf, nach Absprache, gerne Kontakt zu Hunden jeglicher Größe haben. Allerdings achte ich sehr darauf wie der Kontakt abläuft und das beide Hunde sich wohlfühlt. Hat er Kontakt zu wesentlichen kleineren Hunden schaue ich darauf, daß er nicht zu wild oder gar gemobbt wird (was ich bei ihm allerdings noch nie erlebt habe) Als er, im Alter von 6/7 Monaten das erste Mal einen 3 Kilohund traf habe ich ihn zunächst an der Leine gelassen um zu schauen wie er mit der Situation umgeht. Mittlerweile kann er das sehr sehr gut selbst einschätzen.
    Wenn er Kontakt mit wesentlich größeren Hunden hat schaue ich ebenfalls genau hin ob sich Beide noch wohlfühlen. Aber mein Hund ist da recht selbstbewusst und tobt und spielt gerne auch mal körperbetont. Von daher kommt er auch mit wilderen Großhunden in aller Regel gut klar. Sollte ich das Gefühl haben, daß ein Jagdspiel ins Mobben zu kippen droht löse ich die Situation in aller Regel so in dem ich mich verabschiede und dann einfach weiter gehe. Dann gibt es keine unnötigen Diskussionen und alle Halter sammeln ihren Hund ein und wir gehen weiter.

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo liebe TS!

    Mir fallen spontan zwei Dinge ein. Wenn sich dein Hund nicht viel und intensiv Bewegen soll/darf solltest du ihn intensiv geistig auszulasten. Es gibt sehr sehr viele Such- und Denkspiele die den Hund geistig fordern und ihn so zufrieden machen. Besonders toll wäre es wenn dein Hunde einer "richtigen Arbeit" nachgehen könnte. Wenn er gerne mit der Nase arbeitet könntest du mit ihm Beispielsweise Mantrailing machen. Dabei wird er köperlich nur sehr wenig, dafür geistig um so mehr gefordert. Das kann man auch schon mit sehr jungen Hunden beginnen. Und diese ernsthafte Aufgabe tut Hunden häufig sehr gut. (Wenn du gerne mehr darüber wissen möchtest kann ich dir gerne über PN mehr darüber erzählen. Die geistige Auslastung wird nicht unwesentlich dazu beitragen, daß die eigentlichen Probleme um einiges leichter zu bearbeiten sein werden.
    Als zweites: Gibt es Hunde die ruhig und souverän sind mit denen du deinen Hund zusammenlassen kannst ohne, daß das ganze so ausartet, daß es gesundheitlich für ihn bedenklich wird (eventuell ältere Hunde die gut zu bremsen sind und deinen Hund ausbremsen) ums so seinem Bedürfnis nach Kontakt zu Artgenossen so gut wie möglich nachzukommen?

    Das wären meine Gedanken dazu

    LG
    und alles Gute

    Franziska mit Till

    Zitat

    Das finde ich einen wichtigen Punkt, wenn es heißt, der Hund nimmt nach der Kastration zu.
    War das Rütter oder wer hat das gesagt, dass der Hund ja schließlich nicht selbst zum Kühlschrank geht und sich Futter holt :-)

    Das Futter unserer Hunde wiege ich täglich auf 5 Gramm genau ab und wenn es Zeiten gibt, wo die Bewegung mal weniger ist, wird da ratzfatz mal um 10 % reduziert :rollsmilie3: Ich bin gemein, ich weiß :lol:

    Ihr habt schon vollkommen Recht, daß man es als Halter in der Hand hat was und wie viel der Hund zu fressen bekommt und man dadurch sein Gewicht regulieren kann. Aber wenn man einen Hund hat, der bereits von Natur aus ein guter Futterverwerter ist; also ein Hund der eh schon wenig Futter braucht, weil er die Nährstoffe aus seinem Futter sehr gut verwertet und der dann, auf Grund der Kastration, nun auch noch einen geringeren Bedarf an Nährstoffen hat, kann es halt schnell dazu kommen, daß die Menge die der Hund fressen darf um sein Gewicht zu halten, einfach nicht ausreicht um den Magen auch nur Ansatztweise zu füllen und der Hund hat ständig Hunger. Das das für alle belastend ist, kann ich mir vorstellen. Ich würde, in diesem Falle, versuchen irgendetwas mit kaum Kalorien zum Magenfüllen für den Hund zu finden.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Wenn mir jemand frontal entgegen kommt, hast du natürlich recht. Ich würde dann nicht verlangen, dass er wegen mir wieder nach Hause geht. ;)

    Ich denke da eher an Wege mit drei- vier Abzweigungen. Also da, wo man die Wahl hat. Ich würde aus Rücksicht einen anderen Weg wählen, wenn ich sähe, dass jemand vor mir wegläuft.

    Also ganz ehrlich? An der Stelle hört bei mir die Rücksichtnahme definitiv auf. Ich möchte schon gerne den Weg gehen den ich mir ausgesucht habe. Wenn jemand nicht möchte, daß ich hinter ihm her gehe, weil sein Hund Probleme damit hat, dann kann derjenige mich gerne fragen wo ich lang gehen möchte und sich dann selbst für einen anderen Weg entscheiden. Letztendlich hat mein Hund kein Problem damit ohne den geringsten Stress hinter einem fremden Hund zu laufen und dabei auf Distanz zu bleiben. Das Problem liegt in diesem Fall also beim anderen Halter.Hunde die keinen Kontakt wollen werden von meinem komplett ignoriert. Die interessieren ihn nicht im Geringsten. Warum soll ich dann bitte nicht da lang gehen wo ich lang gehen möchte?
    Ich bin gerne bereit so weit es geht Platz zu machen und dabei zu helfen möglichst viel Distanz zwischen uns und dem fremden Hund zu schaffen. Und ich bin auch gerne bereit ein Stück in einen anderen Weg hinein zu gehen und dort zu warten bis ihr vorbei seid, wenn ihr in unsere Richtung möchtet und wir in eure; damit wir gut an einander vorbei kommen. Aber ich möchte schon dort lang gehen wo ich möchte. Darauf zu verzichten geht mir, ehrlich gesagt zu weit. Zumal meine Wegwahl ja nicht selten auch bestimmte Gründe hat. Auch wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin.
    In deinem Post davor schriebst du, dich nerven Hundehalter die meinen sie seien alleine auf der Welt und eben nicht ausweichen. Aber genau das seid ihr eben auch nicht.
    Weißt, du wenn ich das hier so geballt lese, dann kommt es mir schon fast wie eine Hetzjagd auf die Halter von gut sozialisierten und gut erzogenen Hunde vor. ( Das hat jetzt nichts mehr nur mit dir zu tun) Es kommt da bei mir irgendwann das Gefühl auf als wäre es den Haltern von unverträglichen Hunden am liebsten es gäbe nur solche Hunde; dann hätten alle Halter das selbe Interesse. Und Halter von gut erzogenen und sozialisierten Hunden sind allenfalls nur dafür da ihnen zu helfen und ansonsten sollen die gefälligst verschwinden. Es kommt mir vor, als würde nicht im geringsten gesehen werden, daß diese Halter eben auch, genau so wie ihr, Arbeit in die Erziehung ihrer Hunde gesteckt haben und als würde da der Respekt fehlen.
    Wie gesagt, daß sind Gefühle die bei mir aufkommen, wenn ich das in so einem Thread so geballt lese.

    LG

    Franziska mit Till

    Wenn du deinen Sittern vertrauen kannst und dein Hund sie bis dahin gut kennt würde ich mir nicht all zu viele Gedanken machen. Hunde kommen, in aller Regel, viel besser damit klar als wir denken. Oftmals haben Frauchen und Herrchen viel größere Probleme damit als der Hund. :D
    Mitnehmen würde ich den Hund auch nicht. Zum einen ist der Flug sehr lang, den er, je nach Größe, ohne dich in der Transportbox im Frachtraum verbringen müsste. Zum Anderen müssen Hunde die nach Amerika einreisen, meines Wissens nach, zunächst in Quarantäne. Da bin ich mir allerdings nicht ganz sicher.
    Ich würde das Bleiben beim Sitter ohne dich auch nicht großartig üben. Im Vorfeld würde ich rechtzeitig eine Probeübernachtung machen, damit du ein besseres Gefühl hast; und ihr sehen könnt ob es, widererwarten, doch größere Probleme gibt.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Das sind für mich immer noch Äpfel und Birnen und die Wissensvermittlung kann genauso gut in zu belegenden Pflichtstunden stattfinden. Am "Problem", das ich rein statistisch so gar nicht nachvollziehen kann, ändert das nichts. Ginge es um Verhinderung von Beißvorfällen, würde auch in der Bevölkerung angesetzt werden und vermittelt, was wir als Kinder noch gelernt haben - nicht schreiend auf Hunde zu rennen, nicht ungefragt anfassen, nicht schreiend wegrennen, höflich mit dem anderen Lebewesen umgehen. Das "Problem" wird aber immer nur einseitig angegangen und das mit der fadenscheinigen Begründung, dass schließlich vom Hund die Gefahr ausginge. Das tut sie von meinem Baseballschläger auch, aber dafür brauche ich keinen Führerschein, obwohl ich damit mehr Schaden machen kann. Wieso kamen wir eigentlich vor 20 Jahren mit Hunden aus, ohne dass alles überreguliert wurde?

    Und wenn wir schonmal beim Überregulieren sind? Warum schafft man nicht vorher einheitliche Testanforderungen oder sinnvoller Weise verschiedene Tests für verschiedene Rassen? Wieso sorgt man nicht dafür, dass die Prüfer erst mal auf einem einheitlichen und vor allem zeitgemäßen Stand sind?

    Wieso müssen die HH mal wieder einen Haufen Kohle für eine schwachsinnige Maßnahme abdrücken, die ihnen dann für sinnvolle Dinge wie evtl. ja sogar das Training mit dem Hund fehlt. Weil es für andere Sachen Füherscheine gibt, reicht mir da nicht als Begründung und auch keine an den Haaren herbeigezogenen Was-wäre-wenn-Fälle. Es würde durchaus reichen, wenn wir uns als Gesamtbevölkerung mal wieder selbst in die Pflicht nehmen würden, die eigenen Gehirne einschalten, leben und leben lassen.

    Leihund, wenn ich den Unsinn schon lese - ich kann auch mit einem Plüschhund durch die Straße marschieren, von dem geht garantiert nur die Gefahr aus, dass sich andere über ihn schlapp lachen.


    Aber du willst mir doch auch nicht erzählen, daß es nicht leider viele Hundehalter gibt, die sich in aller Öffentlichkeit wie eine offene Hose benehmen, oder? Also liegt das Problem a u c h bei den Hundehaltern. ( ich sage bewußt "auch" und nicht "ausschließlich" ) Von daher finde ich es in Ordnung, daß auch dort, bei den Haltern, angesetzt wird. ( Kindern den richtigen, respektvollen Umgang mit Hunden und Lebewesen im Allgemeinen beizubringen ist mit Sicherheit auch sehr wichtig und eine gesellschaftliche Aufgabe )
    Daran, daß Halter z.B nicht verhindern, daß ihre Hunde Jogger jagen, Passanten anspringen oder die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht beseitigen, um nur einige Beispiele zu nennen, können ausschließlich die Halter etwas ändern und niemand anders. Also ist der Ansatz beim Halter durchaus auch berechtigt.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich denke ich habe verstanden was du meinst.
    Ich denke ich würde in diesem Fall versuchen mit einem sehr gut getimten "Nein" zu arbeiten.
    Also sobald du dir ganz sicher bist, daß dein Hund sich den Porzellanhunden und nicht mehr den Trail zuwendet, ihm das Kommando "Nein" geben. Sobald er wieder auf dem Trail ist sofort kurz loben.

    LG

    Franziska mit Till

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    Klar sind wir das, Miri, hätte mich bei dem Thema sonst auch gewundert. :D

    Franziska, klar, dafür ist der Leihhund natürlich schon hilfreich, wobei ich gesehen muss, dass mir persönlich das wie cheaten vorkäme. Ich hoffe ja noch, dass sie meine jahrelange ehrenamtliche Trainertätigkeit anerkennen und ich um den Kram drumrum komme, denn die Kohle kann ich wesentlich besser investieren. In Leckers für die Pfleglinge etwa. =)

    Das kann ich gut nachvollziehen. :D Gerade bei Einführung solcher Neuerungen trifft es auch immer Halter die es eigentlich nicht nötig hätten, da sie Erfahrung haben. Das wird man wohl kaum vermeiden können. So etwas reguliert sich dann mit der Zeit.
    Ich finde auch nicht alles gut, so wie es momentan läuft und sehe auch noch Optimierungsbedarf. Aber gut finde ich, daß da etwas auf die Beine gestellt wurde.
    Sicher für einige ist der Sachkundenachweis unsinnig, diese Halter haben das Wissen und handeln entsprechend.
    Dann gibt es die unbelehrbaren, die es durchziehen weil sie müssen, danach aber tun was sie wollen. Da helfen nur Kontrollen und Strafen bei wirklich wesentlichen Verstößen.
    Aber es gibt bestimmt auch sehr viele Halter die sich auf Grund des Tests noch einmal intensiv mit der Hundehaltung und Rasseeigenschaften und hundische Kommunikation auseinander setzen und einiges lernen, was sie später umsetzen.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat


    Aber bei deinem Beispiel wird doch ganz klar das Verhalten des Hundes geprüft.

    Diego ist zB Leinenaggressiv. Der kann einfach noch nicht sitzen bleiben, da ist seine Frustrationstoleranz zu gering für. Dann laufe ich Bögen, drehe um oder bugsiere meinen pöbelnden Hund im Notfall irgendwie an dem Feind vorbei. Ich kann meinen Hund halten, wir haben Fortschritte im Training, aber dennoch könnte ich durchfallen, weil Diego meint rumspinnen zu müssen. Das kann doch nicht sein!! Da sind diese naiven Hundebesitzer, die ihre lieben Hunde zu jedem lassen viel "unfähiger", aber dennoch würden die wahrscheinlich einfach bestehen. :/

    In deinem Fall dürftest du nicht durchfallen. Wenn du einen Bogen läufst und deinen Hund so händeln kannst, daß er für keinen eine Gefahr darstellt ist es, meinem Verständnis nach, vollkommen in Ordnung ob er nun in der Leine steht und pöbelt oder nicht. Wichtig ist einzig wie du damit umgehst.

    LG

    Franziska mit Till

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    Hm, ich denk das wär vorne zu wenig gepolstert und drückt dann trotzdem. Die Auflagefläche ist ja eigentlich wie bei einem normalen Führgeschirr, nur das der Ring fehlt. Aber die lassen Janosch sehr viel mehr keuchen als z.B. die Norweger.

    Polsterung und Gurtbreite kann man individuell wählen. Ich halte bei Till alles möglichst schmal, weil das bei ihm, dadurch, daß er für einen Beagle sehr schalen Körperbau hat, am besten passt.
    Aber es gibt die Gurte auch wesentlich breiter und mit zusätzlicher Polsterung.

    LG

    Franziska mit Till