Beiträge von Maus1970

    Zitat

    Ich kann die TE schon verstehen und finde das Verhalten der Huta ehrlich gesagt auch nicht ganz richtig.

    Irgendwas ist ja passiert und wenn mein Hund nach so einem Aufenthalt derart ausgewechselt ist und mir die Huta lapidar vor den Latz knallt, es sei nichts gewesen und abkassiert, wäre bei mir aber auch Kopfkino .... ich glaube niemand kann sich davon freimachen! Wie würdet ihr euch bitte fühlen, wenn ihr euren Hund nach einer Woche wo abholt und ihr ihn nicht mehr wieder erkennt?

    Gute Besserung für deinen Hund!
    Hoffe sie wird wieder die Alte.

    Ich kann Beide Seiten gut Verstehen. Auf der einen Seite sehe ich es so wie Bonadea. Wenn man als Halterin seinen Hund aus der Betreuung abholt und es geht ihm sichtlich sehr schlecht, dann fände ich es auch befremdlich wenn die Betreuer vor Ort mir dann nur sagen: "Ich weiß auch nicht was los ist. Hier ist nichts vorgefallen" Denn ich bezahle sie ja um meinen Hund zu beaufsichtigen und, mal ganz unabhängig von der Schuldfrage, irgendetwas ist ja passiert. Sonst wäre der Hund nicht verletzt. Außerdem würde ich als Halterin mir darüber Gedanken machen, warum, wenn man schon nicht gesehen hat was passiert ist, nicht jedenfalls später gemerkt hat, daß mit dem Hund etwas nicht stimmt und entsprechend gehandelte wurde; wie zum Beispiel dafür sorgen, daß der Hund einen ruhigen Platz hat wo er sich ausruhen kann und von den anderen Hunden nicht gestört wird und die Halterin informieren. Allerdings weiß man auch hier nicht wann genau was geschehen ist. Vielleicht ist es erst 5 Minuten vor dem abholen passiert und deshalb am Hund noch nichts aufgefallen? Man weiß es nicht.
    Auf der anderen Seite können Unfälle leider schnell passieren und man kann manchmal gar nicht so doof denken wie es kommt. Manche Situationen sehen harmlos aus und man würde nie auf den Gedanken kommen, daß sich der Hund dabei verletzt haben könnte, aber es ist leider doch so. In wiederum anderen Situationen denkt man: "Jetzt ist es passiert, daß Bein ist gebrochen und der Hund rennt munter weiter, zum Glück und alles ist gut. Vielleicht war auch jemand einen Moment unachtsam. Auch das ist normal. Niemand kann eine Gruppe Hunde permanent im Blick haben.
    Ich kann mir gut vorstellen, daß hier auch ein Kommunikationsproblem vorlag.
    Wenn eine Halterin ihren Hund abholt dem es sichtlich sehr schlecht geht ist sie, verständlich und berechtigter Weise, erst einmal aufgebracht und geschockt. Ihr tut ihr Tier leid. Wenn man dann so aufgebracht, logischer Weise, nachfragt was denn passiert ist ruft das beim Gegenüber, den Betreuern in der Huta, oftmals spontan eine Abwehrreaktion hervor. Auch wenn das Gegenüber sich nichts vorzuwerfen hat. Das ist menschlich aber trotzdem wenig professionell. Denn auch in einer solchen Situation sollten professionelle Hundebetreuer zum Ausdruck bringen können, daß es ihnen sehr leid tut, daß es dem Hund schlecht geht und sie an sehr daran interessiert sind heraus zu finden was geschehen ist. Die beste und professionellste Reaktion wäre in meinen Augen gewesen zu sagen: "Es tut uns leid, daß es ihrem Hund schlecht geht. Wir haben nicht gesehen was passiert ist. Aber wir sind sehr daran interessiert es heraus zu finden. Alle Kollegen werden noch einmal genau überlegen ob es irgend etwas gab was im ersten Moment harmlos aussah aber solche Folgen gehabt haben könnte. Bitte rufen sie uns doch sofort an wenn sie beim Tierarzt waren und sie wissen welche Verletzungen ihr Hund hat. Vielleicht hilft das weiter und dann reden wir noch einmal in Ruhe darüber."

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo Kawaii!

    Schön zu hören, daß es bei euch momentan gut läuft und euch das Training in der neuen Gruppe Spaß macht und ihr gut voran kommt. :gut:
    Ich finde es auch erstaunlich wie viel man über die Kommunikation seines Hundes beim Mantrailing lernen kann.

    LG

    Franziska mit Till

    Ja Wildsurf, da hast du absolut Recht. Mit schwierigen Windverhältnissen gut umgehen zu können ist eine Sache der Erfahrung. Ich habe mich beim ersten Mal, als wir bei wirklich starkem Wind getrailt haben nur gewundert warum mein Hund in die Gasse usw. zog. :lol: :hust: Bis mir unsere Trainerin erklärte warum er das tut.
    Wir haben sogar ein Video davon, da ist das ganz gut darauf zu sehen.Wie immer: Hund super, Frauchen muß noch viel lernen. :lol:

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Sehe das wie Regula.
    Meine Mutter hat "Man weiss ja nicht, was sie schon alles erlebt hat" gepaart mit "Das bekommt man aus den Hunden nie wieder raus" sehr gern angebracht.

    Fakt ist, dass meine Hündin sicher nicht die nervenstaerkste Hündin ist, die es gibt. Ob das jetzt einfach auf ihre Art zurückzuführen ist oder auch darauf, was der Vorbesitzer vllt. gemacht hat- ich weiss es nicht. War auch für mein Handeln sehr irrelevant.
    Klar, wenn der Vorbesitzer sie wirklich als Welpe/ Junghund vor der Kneipe liegen lassen hat, während er sich einen reinloetet- dann erklärt das vllt. das ein oder andere....jedoch bin ich bei solchen Geschichten immer sehr vorsichtig: es ist nämlich egal, ob mein Hund aus Unsicherheit Menschen anbellt, weil sie früher von wem verkloppt wurde oder ob es ihr einfach nur so unheimlich ist. Unterm Strich soll sie lernen, dass es keinen Grund zum Nerven verlieren gibt.


    Diese Sätze begegnen mir einfach so oft als Ausrede, ohne dass dabei ein angemessenes Handeln auf die Situation kommt. Fatal, sich auf der Vergangenheit auszuruhen.

    Ich meinte das eben nicht als Ausreden sondern denke, daß es um so schwieriger ist den richtigen Trainingsansatz zu finden desto weniger man über den Hund weiß. Damit meinte ich nicht, daß man nicht trainieren soll.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich habe unseren Tierarzt damals auch danach gefragt. Er hat mir gesagt, daß Till die Treppen ruhig laufen solle sobald er das kann, und das es ihm keines Falls schaden würde die Treppe die paar Male am Tag zu laufen die es notwendig ist. Unnötiges Treppensteigen sollten wir jedoch vermeiden.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Ich hab's auch nicht so mit Welpen, dementsprechend waren alle meine Hunde (bis auf unsere Familienhuendin, als ich ein Kind war) schon erwachsen.

    Klar ist Sozialisation auch wichtig, aber ich finde, oft werden Dinge mit "schlechte Erfahrung beim Vorbesitzer" erklaert oder entschudigt, die gar nichts damit zu tun haben. Es ist ein bisschen die Frage nach der Henne und dem Ei - wurde ein schwieriger Hund abgegeben, weil er Probleme machte, oder ist er schwierig, weil er abgegeben wurde?

    Fuer mich ist die natuerliche Veranlagung (oder wer will kann's auch Genetik nennen) sehr viel wichtiger, als das Alter, in dem ich den Hund uebernehme. Und wie ein Hund so drauf ist sieht man einfach bei erwachsenen Hunden viel besser.
    Ein Nervenbuendel, mit dem der Besitzer seit der Hund 8 Wochen alt ist jeden Tag Bus faehrt kann als erwachsener Hund sehr wahrscheinlich besser Bus fahren als derselbe Hund, der das nicht gemacht hat. Aber das heisst noch lange nicht dass Hund 1 (der, der als Welpe Bus gefahren ist) z.B. weniger Angst vor Pferden hat. Man kann einen von Natur aus nervoesen oder aengstlichen Hund nicht auf "alles was jemals passieren kann" sozialisieren. Ein nervenstarker Hund dagegen, der als Welpe nicht viel kennengelernt hat, kann das als erwachsener Hund meistens ganz gut ausgleichen.

    Nova ist ein Ex-Streuner und hat bevor sie zu uns kam nie in einem Haus gelebt. Klar mussten wir ihr Stubenreinheit und so erst beibringen, und das hat moeglicherweise auch laenger gedauert, als wenn sie das als Welpe gelernt haette.
    Aber ich mag ihre Art einfach gern. Sie ist sozialvertraeglich (laesst sich aber auch nicht die Butter vom Brot nehmen, wenn ihr jemand dumm kommt), hat Nerven wie Drahtseile, geht neugierig auf neue Dinge zu, und hat immer gute Laune. Sie ist schlau, denkt selbstaendig mit, und hat z.T. sehr kreative Methoden, wie sie das bekommt, was sie gern moechte (das kann mal ein bisschen anstrengend sein :) ). Man zeigt ihr Sachen ein mal und sie merkt es sich.

    Waer's einfacher gewesen, wenn wie sie schon als Welpen gehabt haetten? Vielleicht fuer manche Alltagsdinge. Aber die Tatsache, dass sie erst mit zwei zu uns kam, hat sie sicher nicht schwierig gemacht...


    Das ist wirklich ein Punkt in dem ich finde, daß es mit einem Welpen einfacher ist als mit einem "secondhand" Hund. Gibt es mit einem Hund Probleme, weiß ich bei einem Hund der schon von Welpenbeinen an bei mir lebt, daß das Problem bei mir entstanden ist. Ich weiß was mein Hund bisher erlebt hat und wie ich bisher gehandelt habe. Was bei der Ursachenforschung und dem Finden des richtigen Trainingsansatzes mit Sicherheit von großem Vorteil ist. Bei einem "secondhand" Hund ist das Ganze schwieriger. Oft weiß man nicht was der Hund bisher erlebt hat und wie darauf reagiert wurde. Es ist wesentlich schwerer heraus zu finden, was zu dem problematischen Verhalten geführt hat. Somit wird auch das Erarbeiten des richtigen Trainingsansatzes erschwert. Von daher würde ich das gar nicht als "Ausrede" bewerten; sondern als ein Resultat der Umstände.
    Ansonsten denke ich, daß man Welpen und "secondhand" Hund nur schwer vergleichen kann. Welpen sind Hundebabys mit ihren besonderen Ansprüchen und somit etwas ganz anderes als ein erwachsener Hund.

    LG

    Franziska mit Till

    Trainieren wirst du wohl oder übel müssen, denn von alleine wird sich das nicht ändern. Allerdings würde ich mit dem Training zunächst etwas weiter vorne ansetzen. Ich würde noch gar nicht mit dem Bus oder der Straßenbahn fahren sondern nur einmal kurz ein und sofort wieder aussteigen und ihn dabei kräftig loben und mit Leckerli belohnen.. Wenn du dir eine ruhige Haltestelle dafür aussuchst und eine Zeit in der es im Allgemeinen ruhig ist sind viele Bus- oder Straßenbahnfahrer dich kurz einmal ein und aussteigen zu lassen ohne das du zahlen mußt.
    Hast du selbst eine Monatskarte? Wenn ja gibt es Zeiten in denen du den Hund kostenlos mitfahren lassen kannst.

    LG (aus Bremen nach Bremen :D )

    Franziska mit Till

    Mir gefällt Sundris Beitrag auf der vorherigen Seite sehr gut und ich kann ihr nur zustimmen.
    Für mich gibt es auch einen deutlichen Unterschied zwischen Strafe/Gewalt und Konsequenz und noch einmal einen großen zu einer Notsituation.

    LG

    Franziska mit Till

    Wie das bei Rettungshunden ist weiß ich nicht, aber daß sehr starker Wind bzw. Sturm während des Traillegens ein großes Problem darstellen, kann ich mir sehr gut vorstellen. Die Partikel verwirbeln dabei so sehr, daß sie letztendlich keinen "lesbaren" Trail mehr für den Hund bilden.

    LG

    Franziska mit Till