Beiträge von Maus1970

    Ich habe unseren Tierarzt damals auch danach gefragt. Er hat mir gesagt, daß Till die Treppen ruhig laufen solle sobald er das kann, und das es ihm keines Falls schaden würde die Treppe die paar Male am Tag zu laufen die es notwendig ist. Unnötiges Treppensteigen sollten wir jedoch vermeiden.

    LG

    Franziska mit Till

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    Ich hab's auch nicht so mit Welpen, dementsprechend waren alle meine Hunde (bis auf unsere Familienhuendin, als ich ein Kind war) schon erwachsen.

    Klar ist Sozialisation auch wichtig, aber ich finde, oft werden Dinge mit "schlechte Erfahrung beim Vorbesitzer" erklaert oder entschudigt, die gar nichts damit zu tun haben. Es ist ein bisschen die Frage nach der Henne und dem Ei - wurde ein schwieriger Hund abgegeben, weil er Probleme machte, oder ist er schwierig, weil er abgegeben wurde?

    Fuer mich ist die natuerliche Veranlagung (oder wer will kann's auch Genetik nennen) sehr viel wichtiger, als das Alter, in dem ich den Hund uebernehme. Und wie ein Hund so drauf ist sieht man einfach bei erwachsenen Hunden viel besser.
    Ein Nervenbuendel, mit dem der Besitzer seit der Hund 8 Wochen alt ist jeden Tag Bus faehrt kann als erwachsener Hund sehr wahrscheinlich besser Bus fahren als derselbe Hund, der das nicht gemacht hat. Aber das heisst noch lange nicht dass Hund 1 (der, der als Welpe Bus gefahren ist) z.B. weniger Angst vor Pferden hat. Man kann einen von Natur aus nervoesen oder aengstlichen Hund nicht auf "alles was jemals passieren kann" sozialisieren. Ein nervenstarker Hund dagegen, der als Welpe nicht viel kennengelernt hat, kann das als erwachsener Hund meistens ganz gut ausgleichen.

    Nova ist ein Ex-Streuner und hat bevor sie zu uns kam nie in einem Haus gelebt. Klar mussten wir ihr Stubenreinheit und so erst beibringen, und das hat moeglicherweise auch laenger gedauert, als wenn sie das als Welpe gelernt haette.
    Aber ich mag ihre Art einfach gern. Sie ist sozialvertraeglich (laesst sich aber auch nicht die Butter vom Brot nehmen, wenn ihr jemand dumm kommt), hat Nerven wie Drahtseile, geht neugierig auf neue Dinge zu, und hat immer gute Laune. Sie ist schlau, denkt selbstaendig mit, und hat z.T. sehr kreative Methoden, wie sie das bekommt, was sie gern moechte (das kann mal ein bisschen anstrengend sein :) ). Man zeigt ihr Sachen ein mal und sie merkt es sich.

    Waer's einfacher gewesen, wenn wie sie schon als Welpen gehabt haetten? Vielleicht fuer manche Alltagsdinge. Aber die Tatsache, dass sie erst mit zwei zu uns kam, hat sie sicher nicht schwierig gemacht...


    Das ist wirklich ein Punkt in dem ich finde, daß es mit einem Welpen einfacher ist als mit einem "secondhand" Hund. Gibt es mit einem Hund Probleme, weiß ich bei einem Hund der schon von Welpenbeinen an bei mir lebt, daß das Problem bei mir entstanden ist. Ich weiß was mein Hund bisher erlebt hat und wie ich bisher gehandelt habe. Was bei der Ursachenforschung und dem Finden des richtigen Trainingsansatzes mit Sicherheit von großem Vorteil ist. Bei einem "secondhand" Hund ist das Ganze schwieriger. Oft weiß man nicht was der Hund bisher erlebt hat und wie darauf reagiert wurde. Es ist wesentlich schwerer heraus zu finden, was zu dem problematischen Verhalten geführt hat. Somit wird auch das Erarbeiten des richtigen Trainingsansatzes erschwert. Von daher würde ich das gar nicht als "Ausrede" bewerten; sondern als ein Resultat der Umstände.
    Ansonsten denke ich, daß man Welpen und "secondhand" Hund nur schwer vergleichen kann. Welpen sind Hundebabys mit ihren besonderen Ansprüchen und somit etwas ganz anderes als ein erwachsener Hund.

    LG

    Franziska mit Till

    Trainieren wirst du wohl oder übel müssen, denn von alleine wird sich das nicht ändern. Allerdings würde ich mit dem Training zunächst etwas weiter vorne ansetzen. Ich würde noch gar nicht mit dem Bus oder der Straßenbahn fahren sondern nur einmal kurz ein und sofort wieder aussteigen und ihn dabei kräftig loben und mit Leckerli belohnen.. Wenn du dir eine ruhige Haltestelle dafür aussuchst und eine Zeit in der es im Allgemeinen ruhig ist sind viele Bus- oder Straßenbahnfahrer dich kurz einmal ein und aussteigen zu lassen ohne das du zahlen mußt.
    Hast du selbst eine Monatskarte? Wenn ja gibt es Zeiten in denen du den Hund kostenlos mitfahren lassen kannst.

    LG (aus Bremen nach Bremen :D )

    Franziska mit Till

    Mir gefällt Sundris Beitrag auf der vorherigen Seite sehr gut und ich kann ihr nur zustimmen.
    Für mich gibt es auch einen deutlichen Unterschied zwischen Strafe/Gewalt und Konsequenz und noch einmal einen großen zu einer Notsituation.

    LG

    Franziska mit Till

    Wie das bei Rettungshunden ist weiß ich nicht, aber daß sehr starker Wind bzw. Sturm während des Traillegens ein großes Problem darstellen, kann ich mir sehr gut vorstellen. Die Partikel verwirbeln dabei so sehr, daß sie letztendlich keinen "lesbaren" Trail mehr für den Hund bilden.

    LG

    Franziska mit Till

    Was den Vorfall im Biergarten angeht so hätte ich wohl nach dem zweiten Mal dem sich das Kind meinem Hund nähert meinen Hund aus der Schußlinie genommen. (Entweder Hund ist Auto/nach Hause bringen, Hund an einen Platz im Lokal, direkt neben mir, legen an dem niemand einfach so an den Hund gelangen kann oder eben gehen, aber nicht ohne Kind und Eltern zuvor gesagt zu haben was ich von ihrem Verhalten halte.) Zumindest dann wenn ich einen Hund habe der Kontakt zu Kindern oder Menschen überhaupt nicht mag.
    So rücksichtslos und unreif wie das Verhalten der Eltern auch gewesen sein mag und so unerzogen das Kind auch gewesen ist; mir wäre es in dieser Situation am Wichtigsten meinen Hund und das Kind zu schützen. Mein Hund muß nach einem Beißvorfall gegebenenfalls mit Auflagen wie Maulkorb und Leinenzwang für den Rest seines Lebens leben. Ebenso wie das Kind schlimmstenfalls mit lebenslangen körperlichen Beeinträchtigungen und Narben; und Beide können nichts dafür. Auch wenn es mir gewaltig gegen den Strich gehen würde gehen zu müssen weil Andere so extrem rücksichtslos sind und es würde mich unbeschreiblich ärgern. Aber letztendlich heißt erwachsen sein und Verantwortung zu übernehmen in diesem Falle darüber zu stehen und die Konsequenzen zu ziehen, weil es sonst eh die Falschen ausbaden müssten.
    Aber einen Vorwurf würde ich dem Hundehalter keines Falls machen wollen. Ich denke mal der ist nach der zweiten deutlichen Ansage, auch verständlicher Weise, davon ausgegangen, daß Kind und Eltern es nun begriffen haben; und ich will keines Falls behaupten das es mir nicht auch so gegangen wäre.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Maus 1970: ich finde es schon anmaßend, wenn einem Halter gesagt wird, sein Verhalten sei daneben, weil der die Eltern ersucht hat, die Kinder davon abzuhalten, auf den eigenen Hund schreiend zuzurennen. Wenn Wollschaf für sich entscheidet, sich dann hinzuhocken und Kontakt zu ermöglichen, ist mir das egal - das kann jeder halten, wie er will, aber daneben finde ich es nicht, wenn jemand mit zwei Hunden, von denen einer ängstlich ist, das nicht tut und sich statt dessen an die Eltern wendet.

    Ich gestalte solche Situationen, aber nicht aus jeder Situation heraus.

    Das habe ich doch aber nie behauptet.

    LG

    Franziska mit Till

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    Das hat mit Verständnis nicht das Geringste zu tun. Wenn ein Kind auf meinen Hund zurennt, dann habe ich in meinen Augen als erstes den Auftrag, das Kind zu schützen und als zweites, den Hund zu schützen. Wenn es dazu notwendig ist, das Kind zu stoppen, tue ich das ohne wenn und aber.Aber genau das tut Wolfsschaf doch auch. Sie hat geschrieben, daß sie sich erst einmal zwischen Kindern und Hund stellt und den Hund aus der "Schußline" nimmt. Erst dann spricht sie mit den Kindern. Also schützt sie zunächst den Hund und Kind Wenn es dazu notwendig ist, die Eltern drum zu ersuchen, ihr Kind einzusammeln, dann tue ich das auch. Mein Hund ist kein Erziehungshilfsmittel. Er muss nicht für seine Rasse werben, er muss Kinder nicht mal mögen, denn er hat nicht entschieden in unserer Umwelt zu leben. Nein, das ist er nicht und muß er nicht. Aber was spricht dagegen das Zepter selbst in die Hand zu nehmen und den Kontakt so zu gestalten, daß er für alle in Ordnung ist? Das kann auch bedeuten, daß man dem Kind erklärt, daß der Hund nicht gestreichelt werden darf, weil er es nicht mag. Nichts anderes versucht Wolfsschaf. So habe ich es zumindest verstanden. Ihn zu schützen ist mein Job. Woher sollte denn bei einem Fehler unsererseits Toleranz rühren, nur weil ich mal ein Kind habe meinen Hund in einer für den Hund doofen Situation streicheln lassen? Das ist doch an den Haaren herbei gezogen.Wie gesagt, daß muß es in meinen Augen nicht heißen

    Deeskalieren heißt nicht, dass man sich nach den Wünschen der Anderen zu richten hat. Nein, daß heißt es für mich auch nicht. Wenn Eltern ein Kind durhbrennt, dann setzen sie sich hoffentlich in Bewegung, wenn sich ihr Kind in Gefahr bringt, aber tun sie das nicht und machen damit ihr Kind zu meinem Problem, dann stehe ich nicht daneben und entschulduge das mit Floskeln, wie Kinder sind heutzutage so, oder die Eltern wissen es einfach nicht besser. Deeskalieren bedeutet in diesem Zusammenhang für mich die Situation so anzunehmen daß es für den Hund und das Kind so angenehm und fruchtbar ist wie möglich. Die Eltern kannst du nicht ändern, aber bei den Kindern kann man ansetzen, deshalb finde ich es toll wenn jemand wie Wolfsschaf sich die Mühe macht den Kindern etwas zu vermitteln. Denn genau so wenig wie die Hunde etwas für die Fehler ihrer Halter können, sie aber letztendlich ausbaden müssen und ihrem Haltern ausgeliefert sind geht es den Kindern mit ihren Eltern. Das hat in meinen Augen nichts mit entschuldigen zu tun, sondern mit dem Versuch etwas auszugleichen was die Eltern versäumen. Natürlich ist das Verhalten der Eltern total daneben wenn sie ihren Kinder nicht daran hindern und eventuell noch pöbeln, aber warum nicht bei den Kindern ansetzten und etwas tun.

    Warum sollte in so einer Situation eine Deeskalation nötig sein? Ich gehe nicht davon aus, dass die Eltern oder wir uns drum Schlagen werden, wer den Hund jetzt anfassen darf.

    Was ich mit Deeskalation meine habe ich ja schon geschrieben.
    Ich fand es einfach nur so schade, daß der Versuch bei den Kindern anzusetzen und denen etwas zu vermitteln gleich so negativ abgetan wurde. Ich finde ihn gut. Das heißt nicht das die Eltern richtig gehandelt haben.

    LG

    Franziska mit Till

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    Das ist nicht dein Ernst, oder? Wieso soll man den Eltern nicht zurufen, dass sie ihre Kinder davon abhalten sollen schreiend auf Hunde zuzurennen????

    Wenn das ein Halter tut, dann würde ich als Elternteil davon ausgehen, dass der Hund ein Problem mit Kindern hat und da ist im Zweifelsfall das Kind der erste Leidtragende. Meine Hunde müssen nicht für jedes Kind den Hampelmann machen. Wenn ich Kindern Hunde nahe bringen will, dann unter Bedingungen, die für beide Seiten sicher und geschützt sind, nicht einfach mal so, weil unerzogene Kinder wie die Wildsau auf mich zurasen.

    Na, ja aber wenn du das so siehst, darfst du auch kein Verständnis dafür erwarten wenn dir oder deinem Hund einmal ein Fehler unterläuft. Natürlich ist es nicht in Ordnung wenn Eltern nicht dafür sorgen, daß ihre Kinder nicht auf fremde Hunde wie eine wilde Horde auf einen fremden Hund hinrennen. Aber warum nicht deeskalieren wenn man es kann?

    LG

    Franziska mit Till