Beiträge von Maus1970

    2600 € für den Pomeranian aus dem Link im Eingangspost empfinde ich schon als sehr viel Geld für einen Hund mit einem zuchtausschließendem Fehler. Wobei für mich dann schon die Frage wäre wie viel Zeit der Züchter in die Sozialisation und in den Aufbau des Grundgehorsams gesteckt hat. Wenn ich da einen Hund bekomme der, seinem Alter entsprechen, über einen sehr guten Gehorsam verfügt, ließe das für mich den Preis doch wieder in einem etwas anderen Licht erscheinen...

    Was die Frage Züchter- oder Tierheim/Tierschutzhund angeht vertrete ich auch den Standpunkt, daß das jeder für sich selbst entscheiden muß.
    Es gibt einfach Situationen in denen ein Hund aus dem Tierschutz, aus den verschiedensten Gründen, nicht passt. Und ich denke es zeugt auch von Verantwortungsbewusstsein sich und die eigenen Lebensumstände und das eigene Umfeld richtig einzuschätzen.
    Was den Tierschutzgedanken angeht ist für mich auch die Aufnahme eines Welpen aus seriöser Zucht aktiver Tierschutz. Denn die verantwortungsbewussten Züchter sorgen dafür, daß die nächste Generation von Hunden so gesund an Leib- und Seele heran wächst wie möglich. Um das tun zu können sind sie darauf angewiesen, daß die Welpen aus einem Wurf, die nicht beim Züchter verbleiben können, ein gutes zu Hause bekommen. Kein Züchter kann immer alle Hunde aus einem Wurf behalten.

    Wer die Aufnahme eines Welpen kategorisch ablehnt, sollte sich dann auch fragen, welche Hunde sich dann in Zukunft vermehren sollten, wenn alle dem Folge leisten würden und nur noch Tierheim/ Tierschutzhunde aufgenommen werden würden.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Habe Milo von Anfang an ebenso verboten zu jagen, auch Blätter etc. Bälle werfe ich gar nicht. Da darf er nur mal mitspielen, wenn seine beste Freundin den Ball geworfen bekommt.

    Wüsste nicht, wie ich ihm, als Jäger, das Jagen komplett aus seinem Hirn rausbekommen sollte :???: Er weiß, dass Jagen tabu ist, schaut mich auch an, sobald er Wild etc. sieht. aber an manchen Tagen muss ich eingreifen und ihn vorsichtshalber zu mir pfeifen, oder sogar zurückpfeifen, sofern er doch meint lossprinten zu müssen. Klappt auch...aber, dass er bei Sichtung ganz ruhig neben mir stehen würde, so als würd ihn das nicht interessieren... pah..... vielleicht schaff ich das beim nächsten Hund..... :ugly:

    Ich glaube das kann man auch gar nicht und ich denke das sollte man auch gar nicht.
    Ich finde es entscheidend, daß man einen Weg findet damit umzugehen und ihr habt da doch einen guten Weg gefunden.

    LG

    Franziska mit Till

    [quote="Lakritz12"]Immer dieselbe Runde wäre mir persönlich zu langweilig, ich mag die Abwechslung beim Spazieren gehen. Deshalb testen mein Hund und ich immer mal neue Wege aus. Natürlich haben wir auch Standardwege, die gerade unter der Woche öfter gelaufen werden, weil sie eben gut erreichbar sind. Langweilig findet meine Hündin auch die Standardrunden nicht, aber gegen neue Spazierwege hat sie ebenso wenig was.
    quote]

    Bei uns ist das ähnlich. während der Woche gehen wir häufig unsere Standardrunde. Am Wochenende und wenn wir Urlaub haben sind wir aber häufig auch mal woanders unterwegs.
    Ich habe auch keinesfalls den Eindruck, daß mein Hund sich auf unserer Standardrunde langweilt. Wir treffen dort auch immer viele Hunde, was er besonders liebt.
    Allerdings hat es schon den Anschein, daß Till neue Runden durchaus auch sehr genießt.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Auch ein Privatgrundstück erhebt einen HH nicht über die Aufsichtspflicht.

    Wenn z.B. der auf dem eigenen Grundstück befindliche Hund über den Zaun springt und in ein Auto rennt ist auch weder der Autofahrer noch der Erbauer des Zaunes Schuld.
    Wenn fremde Personen das Grundstück betreten darf der Hund diese trotzdem nicht verletzen, auch, wenn es 100Mal der eigene Grund und Boden ist!

    Man hat seinen Hund SICHER gesichert oder unter Aufsicht zu halten!.

    Ja, klar das stimmt schon. aber Hunde sind nun einmal unterschiedlich groß. Der Zaun kann ja durchaus hoch genug sein, daß der 40 cm große Rüde, der dort lebt nicht hinüber kommt. Die 55 cm große Hündin hingegen schafft es vielleicht. Der Rüde der dort lebt war in meinem Beispiel gesichert. Die Hündin ist auf das Privatgrundstück eingedrungen und der Rüde hat auch niemanden verletzt oder ähnlicher.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Die einzigen Ansprüche, die aus solch einem ungewollten Deckakt m.E. erwachsen können, sind "Schadenersatzansprüche" - und zwar normalerweise auf Seiten des Eigentümers der Hündin.
    Dem Halter des Rüden entsteht kein Schaden und sonstige Ansprüche auf Übertragung eines der Welpen existieren nicht.
    Ob es im Garten des Eigentümers des Rüden oder sonst wo passiert, ist egal.

    Da bin ich mir eben nicht so sicher. Es kann, meiner Meinung nach, ja von einem Rüdenhalter nicht verlangen, daß er seinen Hund im eigenen, gesicherten, Garten nicht mal aus den Augen lässt. Ansprüche von Seiten des Halters der Hündin dürften da, meiner Meinung nach, dann doch nicht erwachsen.

    LG

    Franziska mit Till

    In dem Zusammenhang stellt sich mir eine Frage:
    Wie sähe das aus, wenn eine Hündin von zu Hause entläuft und zu einem Rüden in der Nachbarschaft rennt, der sich, unbeobachtet, im eingezäunten Garten seiner Halter befindet und sich dort von dem Rüden decken lässt? Hat der Halter des Rüden in diesem Fall irgendwelche Ansprüche. Schließlich hat er seinen Hund ja auf seinem Privatgrundstück gesichert. Dort hat die Hündin ja nichts zu suchen.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, daß der Frau auch nur ein Cent zusteht.
    Allerdings würde ich mich auf keinerlei Diskussionen mit ihr einlassen, sondern ihr höchstens noch einmal zu sagen, daß es von dir weder Geld noch Welpen geben wird und sie, sollte sie nicht von sich aus gehen, des Grundstücks verweisen.
    Dann wird sie sich darum kümmern müssen das Geld einzuklagen wobei sie vermutlich, spätestens dann, merken wird, daß ihr Unterfangen sinnlos ist und du dürftest deine Ruhe haben.

    LG

    Franziska mit Till

    Unser Training war so aufgebaut, daß wir vermieden haben, daß es überhaupt erst zu Situationen kam in denen der Hund nicht auf seinen Rückruf gehört hat. Wir haben so trainiert, daß wir nur in Situationen abgerufen haben in denen wir zu 100% sicher waren, daß der Hund hört. Waren wir uns da nicht sicher sind wir ganz ruhig und liebevoll hingegangen und haben ihn eingesammelt (ihm also das Gefühl gegeben, daß er nichts falsch gemacht hat.) Dann haben wir ihm das Einsammeln noch durch ein Leckerli schmackhaft gemacht. Das hat bei uns sehr gut funktioniert. Wenn wir uns dann doch mal vertan hatten, was wirklich sehr, sehr selten vorkam, haben wir noch einmal gerufen. Da für ihn Futter die tollste Belohnung ist haben wir es so gehandhabt, daß er für einen sofortigen prompten Rückruf sein "Superlecker" bekommen hat/bekommt. Hörte er erst aufs zweite mal gab es Trockenfutter. Bei unserem Hund hat das sehr gut gepasst. Dadurch, daß er auch für das aufs zweite Mal hören noch etwas bekam hat er gelernt es lohnt sich auch noch beim zweiten Mal zu kommen. Das hat verhindert, daß er gelernt hat: "Beim zweiten Ruf kommen lohnt sich nicht, dann gibt es nichts mehr" und dem zur Folge gar nicht mehr kommt. (Im Ernstfall ist es mir ja lieber er kommt auf den zweiten Ruf als gar nicht) Dadurch, daß Futter soooo hochwertig für ihn ist, war die Motivation das "Superlecker" zu bekommen und beim ersten Mal zu hören trotzdem noch höher; als das er gelernt hätte: "Hör`ich halt beim zweiten Mal, gibt es auch was für" Dafür liebt er sein "Superleckerli" zu sehr. :D
    Aber das muß nicht auf jeden Hund passen.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    [Gleiches beim Beispiel der Umweltbelohnung "geh Schnüffeln". Funktioniert hervorragend, wenn ich das Schnüffeln limitieren kann, aktiv als Verstärker hinzufügen kann (um die Definition eines Verstärkers zu erfüllen) und Selbstbelohnung bei unerwünschtem Verhalten verhindere. Geht prima mit nem angeleinten Hund ;)

    Stimmt, dafür müsste der Hund zunächst, in den allermeisten Fällen, angeleint sein. Aber trotzdem ist es, meiner Erfahrung nach, sehr effektiv mit solchen Verstärkern zu arbeiten, weil sie die Motivation des Hundes für den Gehorsam sehr erhöht und den Halter gleichzeitig in eine Lage bringt vom Hund als super toller Spaßbereiter wahrgenommen werden zu können.
    Ein klassisches Beispiel wäre da der Hund der zu anderen Hunden durchstartet und in solchen Situationen die Ohren komplett auf Durchzug stellt. Wenn man einen solchen Hund an die Flexi- oder Schleppleine nimmt; ihn dann zu sich ruft und animiert zum Halter zu kommen sobald ein anderer Hund in Sicht kommt; wäre es für den Hund die wirksamste und nachhaltigste Belohnung ihn dann von der Leine und Kontakt haben zu lassen, sobald er beim Halter ist. (Natürlich nach Absprache mit dem anderen Halter und in einem entsprechend sicherem Gebiet)
    Bei konsequentem Training wird das dann, in den meisten Fällen zumindest, nach einiger Zeit auch ohne Leine funktionieren. Von daher ist das, in meinen Augen, eine durchaus gute Traininigsmethode.

    LG

    Franziska mit Till