Beiträge von Maus1970

    Wow, vielen Dank für die vielen Antworten. Ihr seid einfach super!
    Wie ich euren Antworten entnehme waren meine Gedanken zur Planung anscheinend ja schon ganz richtig. ;)
    Auf den Ansatzpunkt werde ich ganz besonders achten. Die Trail Länge ist recht kurz gehalten.
    Was das Alter des Trails angeht bin ich mal gespannt. Wir werden knappe 3 Stunden einmal versuchen. (Ist eine organisatorische Frage) und schauen wie die Hunde damit klar kommen.
    Ich werde dann mal hier berichten wie es gelaufen ist.

    LG

    Franziska mit Till

    @wildsurf und @RiseAgainst

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Wildsurf deine Tipps werden wir auf jeden Fall beachten und die anderen Hundehalter auf die, möglicherweise etwas veränderte, Kommunikation hinweisen. Gleicht das in etwas dem, als würde der Hund genauer "hinschauen" müssen um den Trail erkennen zu können. Also ähnlich dem was ich von Till kenne wenn er eine sehr schwierige Aufgabe zu lösen hat und ganz genau "schauen" muß? ( Wie zum Beispiel bei sehr schwierigen Windverhältnissen) Um den Haltern, gerade beim ersten mal, mehr Sicherheit zu geben ist geplant, daß Hundeführer und Flanker den Trailverlauf kennen. Ich denke das bringt einfach ein Stück mehr Sicherheit in den Trail. Normalerweise laufen wir als Halter auf frischen Trails alle blind. Oftmals sogar double blind. ... und danke fürs viel Spaß wünschen. :D

    RiseAgainst, Bis auf meinen Hund und mich arbeiten alle Teams zum ersten Mal einen älteren Trail. Wie lange habt ihr bereits getrailt bevor ihr das erste Mal einen älteren Trail gearbeitet habt? Unsere Hunde sind alle schon recht lange dabei und haben dem entsprechend bereits einiges an Erfahrungen. Von daher hoffe ich mal, daß sie mit einer knapp 3 Stunden alten Spur klar kommen werden. Aber ich werde mir das noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

    Ich werde euch davon berichten. Vielleicht sogar mit Video.

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo ihr Lieben!

    @BerndFfm und @wildsurf Schön, daß ihr so tolle Seminare hattet.


    Ich habe mal eine Frage zum legen eines älteren Trails. Wir planen privat zu Trailen und dabei einen Trail zu arbeiten der bereits einige Stunden alt ist. Unser Plan: Wir haben uns dafür einen Rundweg ausgesucht. Das heißt die Versteckperson geht vom Parkplatz aus den Rundweg in einer Richtung entlang und geht an einer bestimmten Stelle ins Versteck. Dann geht sie aus dem Versteck und den Rundweg bis zum Auto zu Ende. Dort steigt sie sofort ins Auto und fährt fort. Ein paar Stunden später treffen wir uns wieder zum Training. Die Versteckperson parkt auf demselben Parkplatz und geht nun als erstes den Rundweg anders herum bis ins Versteck. Damit die Hunde auf keinen Fall den neuen Trail in die Nase bekommen, werden sie ein gutes Stück vom Auto der Versteckperson entfernt direkt am alten Trail angesetzt. ( Die Hunde arbeiten zum ersten Mal einen älteren Trail. Bisher kennen sie nur Frische; von daher möchten wir den Ansatz dieses Mal so einfach wie möglich halten. Die Geruchsträger ( Taschentücher ) werden das selbe "Alter" haben wie der Trail.
    Fällt euch noch etwas ein worauf wir unbedingt achten sollten?

    LG

    Franziska mit Till

    @anfängerinAlina

    Ich bin der Meinung, daß eine Verknüpfung von fundiertem theoretischem Wissen und Bauchgefühl optimal ist. Das theoretische Wissen ist sehr wichtig um zu verstehen wie ein Hund lernt und denkt, wie bei einem Hund Verknüpfungen entstehen usw. Auf der Basis seines theoretischen Wissens sollte man sich immer wieder selbst reflektieren und sein Verhalten entsprechend anpassen.
    Aber dennoch halte ich das Bauchgefühl für sehr wichtig um zu erkennen wie sich der Hund fühlt, wie gewisse Dinge auf ihn wirken und wie er mein Handeln empfindet. Auch das ist wichtig um zu sehen ob ich mit meinem Hund auf dem richtigen Weg finde.
    Als Beispiel: Die Theorie sagt: "Je hochwertiger die Belohung, desto höher die Motivation und um so besser der Lernerfolg." Mein Hund sagt: "Supersuperleckerchen als Belohnung? Muß ich so unbedingt haben, daß ich dir gar nicht mehr wirklich zuhören und lernen kann." :D Da ist es dann wichtig seinem Gefühl, daß dem Hund die Ausssicht auf das Superlecker unnötig schwer macht sich zu konzentrieren, zu vertrauen und entsprechend zu handeln. Außerdem sind in meinen Augen Lebewesen und Emotionen untrennbar miteinander verbunden. Also kann ich nur dann einem Lebewesen vollkommen gerecht werden und es optimal trainieren wenn ich seine Emotionen mit einbeziehen und meine natürlich auch.

    LG

    Franziska mit Till

    Bei uns ist es so, daß Till gerne Kontakt zu anderen Hunden haben darf. Mir ist es allerdings wichtig, daß er nicht einfach durchstartet sondern wir uns gemeinsam dem anderen Hund nähern. Ich finde es nicht in Ordnung wenn mein Hund auf 500 Meter Entfernung einen anderen Hund sieht und dann nicht mehr zu kontrollieren ist. Letztendlich kann auch mal eine Straße zwischen ihm und dem andern Hund sein... Oder der anderen Halter keinen Kontakt wünschen. Deshalb habe ich ihn immer zurückgerufen wenn er bei Fremdhundsichtung durchstarten wollte. Er kam dann zurück, wurde belohnt und es ging weiter. Wollte er erneut durchstarten, ging das gleich Spiel noch einmal von vorne los. :D bis wir in akzeptabler Nähe war. Zwischenzeitlich habe ich mit dem anderen Halter kurz abgesprochen ob Kontakt in Ordnung ist. ( Das war häufiger nötig, da die anderen Hundehalter oftmals dachten ich würde keinen Kontakt wollen, weil ich zurückgerufen habe. Aber das ließ sich mit ein paar Worten klären. War Kontakt in Ordnung, was in 98% der Fälle so war, durfte er Spielen und Toben. Heute ist es so, daß ich gar nichts mehr sagen muß und er trotzdem in meiner Nähe bleibt und erst Kontakt aufnimmt wenn wir in akzeptabler Nähe sind.
    Mit einem Hund der noch nicht so gut abrufbar ist würde ich es an der langen Leine üben. Also gezielt in Hundereiche Gebiete gehen. Bei Hundesichtung den Hund abrufen. Gehorcht er aufs erste Wort, dann wird er belohnt und anschließend kommt die Leine ab und er darf zum anderen Hund. Haben die Hunde zusammen gespielt käme die Leine wieder an den Hund um bei der nächsten Hundebegegnung eine Zugriffsmöglichkeit auf den Hund zu haben.
    Wenn er nicht sofort hört wird der Rückruf mit Leine durchgesetzt. Ganz zu beginn käme bei mir die Leine dann trotzdem ab, auch wenn er nicht sofort gehört hat, damit der Hund überhaupt die Chance hat die Verknüpfung; Hundesichtung = Rückruf = bei erfolgtem Rückruf = Leine ab und Hundekontakt. Sobald ich mir ganz sicher bin, daß der Hund das fest verknüpft hat würde ich den Schwierigkeitsgrad steigern und er gäbe nur dann Hundekontakt wenn der Rückruf sofort befolgt worden wäre. Beim nächsten Hund bekäme er dann eine neue Chance.
    So begreifen die Hunde in aller Regel schnell was man von ihnen möchte.

    LG

    Franziska mit Till

    Ah, ok. Dann sieht das für mich auch schon anders aus. Wenn du nur allerhöchstens 6 Stunden außer Haus bist, würde eine Gassigänger der sich sich so eine halbe Stunde bis Stunde um den Hund kümmert durchaus reichen.
    Ach, was mir noch einfällt: Einen Gassigänger müßte man vermutlich seinen Haustürschlüssel anvertrauen.

    LG

    Franziska mit Till

    @Leinenträger
    Aber es hat doch niemand geschrieben, daß sein Hund nie Kontakte haben soll. Den Haltern geht es doch darum, den Hund auch in solchen Situationen sicher kontrollieren zu können. Das ist doch der Hintergrund der Frage. Ich glaube niemand möchte seinen Hund sämtliche Kontakte verbieten; doch man möchte sie steuern können.
    Meinen Hund kann ich auch überall dort problemlos ableinen wo er nicht durch Straßenverkehr gefährdet ist und er ist sehr zuverlässig abrufbar. Er hat mit Sicherheit seine Freiheiten zum schnüffeln, spielen und toben. Allerdings gilt ein Kommando bei uns immer, zu jeder Zeit, unverzüglich und in jeder Situation. Ansonsten wäre es für mich wertlos. Denn w e n n ich meinem Hund ein Kommando gebe dann hat das seinen Grund und dann muß ich mich darauf verlassen können, daß er hört. Ansonsten würde ich es ihm nämlich nicht geben. :D Ich denke es wäre für einen Hund ansonsten auch schwer zu unterscheiden was ich nun verbindlich meine und was nicht. Es sei denn du meinst bestimmte Kommandos die immer sofort befolgt werden müssen und andere bei denen du es weniger eng siehst. Das kann ein Hund sicherlich unterscheiden.
    Was ich damit sagen möchte ist, daß hinter dem Gedanken dem Hund Hundebegegnungen auch mal verbieten und davon wegrufen zu können nicht der Wunsch steckt den Hund zu versklaven und alle seine Bedürfnisse zu mißachten und ihm jegliche Freiheiten zu nehmen, sondern lediglich sie zu steuern, so daß die Sicherheit gewahrt bleibt.
    Ich weiß zwar nicht wie du auf Leckerlies kommst, aber ja ich nutze sie und das aus guten Grund. Es wäre in meinen Augen, gelinde gesagt, nicht besonders klug, bei einem so fressbegeisterten Hund wie einem Beagle diese super Möglichkeit der Bestätigung aus der Hand zu geben. :D Warum auch. :D

    LG

    Franziska mit Till