Beiträge von Carmen2610

    Hallo,

    also jetzt erstmals vielen Dank für die vielen Antworten - ich hoffe ich kann auf alles eine Antwort geben.


    1. der Hundenapf steht abseits, Hund bekommt morgens von mir sein Futter und Abends von der Tochter. Er muss sich setzen, sie schüttet das Futter in den Napf, sagt ihm "vaersgo" (dänisch für Bitte) und dann verlassen wir den Raum (Eingangsbereich). Er darf in Ruhe essen. Den Futternapf habe ich ihm ab und zu weggenommen, wobei unser Trainer, der im Haus war, meinte das solle man lassen und den Hund in Ruhe fressen lassen. Wenn dann könnte man eher das Gegenteil machen und ihm noch ein bisschen Futter obendrauf geben, während er frisst, damit er lernt, hier geschieht nix schlimmes

    2. in dem Moment, als der Vorfall geschah, hatten wir nicht die 100% Aufmerksamkeit beim Hund, d.h. wir haben kurz beide weggeschaut und konnten somit erst reagieren, als der Hund versuchte auf die Tochter los zu gehen. Reagiert haben wir sicher falsch, wir waren leicht geschockt. Ich habe den Hund zurück gezerrt, heftigst nein gesagt und den Hund erstmals raus geschickt, damit unsere Tochter sich beruhigen konnte. War sicher nicht ganz richtig.

    3. Ja, der Hund wird schon etwas streng erzogen und "unten" gehalten, wie es erwähnt wurde. Es leuchtet mir ein, dass das wohl ein Fehler ist. Wir dachten das sei der richtige Weg.


    Wie geschrieben haben wir Hundeerfahrung, sind beide mit Hunden aufgewachsen, hatten bereits 2 Hunde, die allerdings schon etwas älter waren (ca. 2 J.) als wir sie bekamen - Frodo ist unsere erste Welpe.....

    Wir möchten jetzt halt nix verkehrt machen. Der Hund ist freudig, liebt Menschen, ist verspielt und sehr gehorsam. Er ist/war von Anfang an nicht der Draufgänger. Auf dem Hundeplatz, wenn mehr als 1 Hund mit ihm spielt ist er raus aus dem Spiel und hält sich bei mir auf. Als ob er das Ganze nicht überblicken könnte.

    Unser 2. Problem mit ihm ist, dass er extrem Menschen anspringt, aus Freude, aber wir kriegen das nicht weg. Das Blöde für uns ist, dass wir so viele verschiedene Tipps und Ratschläge bekommen, dass wir gar nicht mehr wissen, wir wir reagieren sollen.
    Sobald Besuch kommt, tickt der Hund aus, springt und hüpft wie ein Blöder. Ein Aus akzeptiert er nicht, auf seinem Platz bleibt er schon mal gar nicht. Die Meisten gehen leider auf sein Gehüpfe ein und streicheln ihn (total falsch, aber manchen Menschen sind leider nicht belehrbar).

    Wenn wir draußen sind, und es kommen Menschen vorbei habe ich einen lebenden Hüpfball an der Leine.

    Wie bitte bekommt man das weg ?

    Lg. Carmen

    Danke für die vielen Antworten :-)

    Wie ich ja schon geschrieben habe, leben wir in Dänemark, dort sind die Hundeschulen und taugliche Trainer nicht gerade großflächig verteilt. Ja, wir hatten einen Hundetrainer im Haus, seit 25 Jahren Hundebesitzer - er gab uns den Tipp, Kind nicht alleine mit Hund lassen, Hund beim Fressen in Ruhe lassen (ist klar), Kind sollte ihm abends das Futter in den Napf tun und erst bei Kommando an den Napf (machen wir und klappt auch).

    Aber was wir machen sollen, um dem Hund klar zu machen, das sein Verhalten "too much" war, sagte er nicht. Aus reinem Instinkt heraus - glaube aber das es ein großer Fehler wäre - würde ich diese Situation nochmals herausfordern. Also sprich, wenn alle Beteiligten - außer Hund - darauf vorbereitet sind. Und wenn er dann wieder so doof reagiert, ihn dann gleich stellen bzw. ihm klar machen, bis hierhin und nicht weiter. Das würde ich gerne tun, denn sonst weiß ich ja nie, wie er denn reagieren würde, sollte sowas nochmals geschehen.

    Von daher hätte ich schon ganz gerne eine Art Trainingsanleitung. Aber nächste Woche geht es wieder auf den Hundeplatz, mal sehen ob ich dort jemand Kompetenten erwischen kann.

    Danke und lg. Carmen

    Hallo,

    wir haben einen 9,5 Mon. alten Labrador/Rottweiler-Mischlings-Rüde. Bekommen haben wir ihn mit 16 Wochen, in die Hundeschule gehen wir seit er 18 Wochen alt ist. Unsere Tochter ist 6 Jahre alt.

    Hund und Kind waren von Anfang an ein tolles Team, unsere Tochter ist sehr verständig, liebt Tiere und kam noch nie auf die Idee unsere Hund zu piesacken oder ähnliches. Muss dazu sagen, dass wir einen Hund hatten, als sie zur Welt kam - Schäferhund-MIschling, 45 kg, aus dem Tierheim, zum Zeitpunkt der Geburt unserer Tochter 6 Jahre alt. Es gab nie Probleme zwischen den beiden. Also ganz Hunde unerfahren sind wir nicht.

    Unser jetziger Hund hört bereits sehr gut, im Moment befindet er sich in der Pubertät :roll: .

    An Heiligabend haben wir folgende Situation erlebt:
    wir waren beim gemeinsamen Frühstück, während wir Essen muss unser Hund auf seinem Platz liegen (ist aber in der Nähe). Nach dem Essen dachte ich (wohl dumme Nuss) ich tue unserem Hunde was Gutes und habe ihm ein 1/2 Brötchen mit Leberpastete geschmiert. Wohlgemerkt, er bekommt sonst nie was vom Tisch. Er nahm das erste Stück in den Mund, ging ein Stück weg vom Tisch, legte das Stück auf den Boden und hat es geleckt und dann gegessen. Während er das Stück fraß, stand unsere Tochter auf und ging in die Küche. Um dorthin zu gelangen, musste sie am Hund vorbei - war kein Problem.
    Als sie zurückkam, forschen Schrittes, erschrak unser Hund, schaute auf unsere Tochter, auf seinen Leckerbissen und fraß den dann ganz schnell. Wir haben das bemerkt, wunderten uns und sagten aber zu unserer Tochter, dass sie doch bitte von ihm weg bleiben solle. Tat sie auch. Hund verspeiste die letzten 3 Stücke und als er fertig war mit dem letzten Stück, schnupperte er noch etwas auf dem Boden herum. Währenddessen ging meine Tochter einen Schritt auf unseren Hund zu und da geschah es: er krümmte sich, klemmte seinen Schwanz ein, fletschte mit den Zähnen, knurrte fürchterlich und ging auf den Arm unserer Tochter los. Er hat sie nicht gebissen, Tochter spürte nur seine feuchte Nase auf ihrem Arm.

    Wir sind sehr erschrocken darüber, weil es noch nie irgendein Problem zuvor gab. Kurz nach Weihnachten hatten wir einen Trainer vom Hundeplatz bei uns, er war 2 Stunden bei uns, beobachtete Hund und Kind und meinte, dass er keine Aggressionen erkennen könne. Er wertet diesen Vorfall als Futterneid ein, und aufgrund der Körperhaltung des Hundes - eingeklemmter Schwanz und gekrümmter Körper - als "unsicheren" Hund.

    Es scheint wohl, dass unsere Tochter in der Rangordnung gefallen ist, entspricht ja auch der Phase, in der sich der Hund gerade befindet

    Andere Situation: wir waren am Strand (leben in Dänemark) und waren am Bernsteinsuchen, viele Menschen um uns herum, auch Kinder, Hund schnüffelte im Seegras, fand einen toten Fisch und machte an diesem herum, als meine Tochter mit ihrer Freundin dazukam (Hund war an der Leine). Hund schaute wieder erschrocken auf die Kinder und dann auf den Fisch. Mein Mann reagierte gleich und schickte die KInder weg.

    Ich bin nun einfach extrem unsicher im Umgang mit ihm, was sich leider insofern auswirkt, dass er doch mehr die Nähe meines souveränen Mannes sucht. Ich beobachte ihn sehr sobald er in die Nähe unserer Tochter kommt. Sie selbst versteht es nicht, warum sie jetzt auf einmal nicht mehr mit ihm umgehen darf wie vor diesem Vorfall. Aber ich kann einfach nicht über meinen Schatten springen. Es ist ja auch nicht gerade ein kleiner Hund, er kann schon großen Schaden anrichten.


    Ich hoffe auf viele Tipps und Ratschläge :-) - vielen Dank

    Carmen