Beiträge von Janosch2011

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    Ich finde ein Hund braucht einen Liegeplatz, ein Halsband mit Leine, Futter- und Wassernapf und - besonders wenn es ein junger Hund ist - etwas, auf dem er rumkauen darf.
    Ein Spielzeug braucht er im Prinzip nicht. Natürlich ist es nett, wenn er mal etwas durch die Luft wirbeln oder herumtragen darf, dafür sind sicher "Zergelzöpfe" super. Ansonsten entdeckt der Hund draußen so viele Dinge mit denen er sich beschäftigen kann...


    Finde ich auch.

    Janosch hat genau zwei Spielzeuge - Nr. 1 ein Zahnreinigungsknochen, so ein Naturgummiding mit Noppen. Da kaut er gern drauf, schmeißt es mal in die Luft, verbuddelt es unter seinen Decken und bringt es vorallem gerne angeschleppt wenn ich nach Hause komme ;) Nr. 2 ist ein Tennisball. Den gibts aber nur wenn wir Schwimmen gehen, weil er es liebt ihn aus dem Wasser zu holen und man ihn schön weit reinschmeißen kann.

    Allgemein schmeiße ich nicht so gern. Erstens gibt es Hunderassen (und ein Border ist nunmal so eine Rasse) die sich leicht in so ein Spiel reinsteigern, zweitens grade beim jungen Hund sind die abrupten Stopps beim Hinterherhetzen nicht grade gut für die Gelenke.

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    Ha, Socken sind eine wunderbare Erfindung :headbash: :headbash:


    Janosch haben die nie interessiert. Shelby wiederum war nur glücklich wenn er irgendwo ein paar alte zusammengeknotete Socken hatte.

    Richtig, vorallem die Pinkelstellen können in einem sehr kleinen Garten zum Problem werden. Viele übergießen sie immer mal wieder (oder sogar nach jedem Pipi) mit Wasser, damit der Urin verdünnt wird und so der Duft nicht so intensiv wird.

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    Treppen können Hunde ohne Massiven Gelenk schaden schon laufen aber wen sie krank oder verletzt sind musst du sie die ganzen Treppen hoch und runter tragen


    Genau das ist das Problem. Was ist mit dem Hund wenn er krank ist, wegen HD/ED dauerhaft kaum noch Treppen laufen soll oder im Alter? Trägst Du einen 50 kg Hund mehrmals täglich hoch und runter?

    Dazu kommt, dass wild lebende Wölfe und Hunde wesentlich seltener als unsere Haushunde über 10 Jahre alt werden. Und ja, es ist ein Unterschied ob ein Hund einen Berg runterläuft oder eine Treppe runterhopst. Das merkst Du doch selbst in den Gelenken dass das eine andere Belastungsart ist, wenn Du beides mal ausprobierst.

    Insofern ist tägliches mehrfaches Treppenlaufen tatsächlich eine Belastung für die Gelenke, vorallem bei einem jungen Hund mit entsprechend weichen Knorpeln. Genauso wie das Laufen in schlechten Schuhen eine Belastung für unsere Gelenke ist oder täglich sitzende Arbeit. Es gibt schon Gründe warum heute jeder zweite Mensch in den Industrienationen unter Rückenschmerzen leidet, wobei es die Problematik bei Naturvölkern nicht gibt - wenn wir mal bei solchen Vergleichen bleiben wollen ;)

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    Hallo Silvie,

    ich suche genau das: einen sportlichen Begleiter für den Alltag. Einen Hund, den ich in meine Familie integrieren kann, mit dem ich aber auch mehr anfangen kann als um den Block zu laufen.


    Dann sag ich Dir ganz ehrlich - verabschiede Dich von Spezialisten. Es gibt viele Hunderassen, die durchaus sportlich und fordernd sind ohne, dass sie einen Ottonormalhundehalter überfordern. Wie Zroadster schon schreibt, es sitzen viele Vizslas im TH weil er im Moment ein Modehund ist. Ein Vizsla ist aber ein Spezialist. Man kann ihn natürlich als Familienhund halten. Dann aber muss man sich klar darüber sein, dass dieser Hund im Zweifelsfalle viel will. Natürlich gibt es mal Ausnahmen, aber ich würde nie mit einer Ausnahme rechnen.

    Wir treffen auf unseren Spaziergängen immer mal eine ältere Dame mit einem Großen Münsterländer. Sie geht täglich 3 Stunden (eine Runde!) mit ihm spazieren und führt ihn zusätzlich jagdlich. Sie sagt selbst, wäre sie nicht im Vorruhestand, könnte sie diesem Hund niemals gerecht werden.

    Du musst selbst ganz kritisch entscheiden, wieviel Aktivität Du in Deinem täglichen Leben neben Arbeit, Familie etc. wirklich für den Hund aufbringen kannst.

    Für einen sportlichen Begleiter im Alltag, würde ich keinen Spezialisten aussuchen. Die wenigsten Hunde sind mit einer Runde um den Block zufrieden und ausgelastet. Nicht mal mein fauler Berner :hust: Ein Labrador ist auch ein wahnsinnig agiler Hund, nur ist er in der Regel kein Spezialist mehr wie eben ein Vizsla, Weimaraner, Münsterländer etc.. Und wie schon geschrieben - einen Schäferhund würde ich für Deine Anforderungen auch sehr passend finden ;)

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    Meinst Du damit die Abnahme eines Vizslador-Welpen oder die Mischlinge allgemein? Vizsladore gibt es (wie ich jetzt auch erkannt habe) ziemlich viele in Tierheimen.


    Das Problem bei Designerdogs wie Vizslador (was ein bescheuerter Name, sorry) ist, dass diese mit großen Versprechungen belastet werden und auch recht teuer verkauft werden. Natürlich ist ein Mischlingswelpe aus dem Tierheim im Zweifelsfalle bezüglich der Charaktereigenschaften genauso ein Überraschungspaket wie Vizslador, Labradoodle und Co. Nur, dort preist Dir keiner einen Welpen unter falschen Versprechungen an. Das ist denke ich der große Unterschied.

    Wenn Du eine spezielle Rasse mit ganz spezifischen Eigenschaften suchst und so kommt es in Deinem Eingangspost ja rüber, wirst Du um einen Züchter eventuell nicht herumkommen. Du benennst ja in Deinem Eingangspost ne ganze Menge Dinge, die Du mit Deinem Hund tun willst. Die Frage ist halt nur - was genau suchst Du. Suchst Du nun wirklich einen Hund speziell für den Hundesport? Oder suchst Du einen sportlichen Begleiter für den Alltag?

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    Mit Kaukram das gleiche ...das schleppt er grundsätzlich raus und frisst es lieber dort als drinnen, (womit er uns Menschen ja auch ´nen Gefallen tut :D )


    Oh, ein großer Vorteil den ich vergaß: Janosch liegt grade draußen und knabbert an seinem Kalbsknochen...und ich bin froh, dass ich nicht anfangen muss zu wischen, wenn er fertig ist. Ihm wiederum gefällt es, dass er seinen Knochen vergraben und wieder rausholen kann, wenn er Lust darauf hat.

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    Wenn der Züchter wirklich gute Vorarbeit in Sachen Grunderziehung, Alltagsgewöhnung, Leinenführigkeit und Stubenreinheit geleistet hat, würde ich mich IMMER für einen 14 Wochen alten Junghund entscheiden.

    Ist der Welpe isoliert auf einem Grundstück sich selbst und den anderen Hunden überlassen aufgewachsen, würde ich die Finger davon lassen.

    Die " verpasste Tapsigkeit" empfinde ich als so gar kein schlüssiges Argument. Erst einmal ist diese Zeit superschnell vorbei, der gute Züchter gibt es Fotos von Anfang an mit und ich finde es deutlich wichtiger, daß der Hund, gerade in Anfängerhänden, schon gut vorbereitet auf sein späteres Leben ist, als das er "so süss" ist!
    LG von Julie


    Sehe ich genauso.
    Shelby war 13 Wochen als er zu uns kam, Janosch 11 Wochen. Ich habe nicht das Gefühl irgendwas verpasst zu haben, weil mir 5 bzw. 3 Wochen "fehlen". Wobei ich die Welpen jeweils aber auch schon vorher (mit 3 Wochen bzw. mit 5 Wochen) kennengelernt habe.
    Bei einem guten Züchter, der auf das o.g. achtet, gibts eigentlich (meiner Meinung nach) nichts besseres was Dir passieren kann. Der Hund schaut sich viele Verhaltensweisen von den adulten Hunden des Züchters ab und ist schon "alltagstauglicher" wenn er zu Dir kommt. Was grade beim ersten Hund sehr helfen kann den Welpenblues nicht allzu ausgeprägt werden zu lassen.

    Wahrscheinlich ist das aber ein Thema wo die Meinungen stark auseinander gehen - die Einen,die für eine Abgabe mit 8 Wochen plädieren und die, die das halt viel zu früh finden. Ich finde es zwar nicht zu früh, aber etwas später find ich besser ;)

    PS: Was soll es denn für ein Hund werden, wenn ich fragen darf?

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    Ich kenne jedoch auch jemanden, der mit Garten lebt und die Hunde kommen max. 1 x pro WOCHE raus zum Spazieren :mute: .


    Das ist hier bei uns im Dorf gang und gäbe. Es gibt noch einen Hundehalter mit einer Leonberger-Hündin (Janoschs große Liebe). Der geht auch täglich mit dem Hund und hält sie im Haus. Dann gibt es noch einen Berner-Halter, der zwar auch täglich eine Stunde geht (zur Not auch in der Mittagshitze :mute: ) aber den Hund sonst im Zwinger bzw. auf dem Hof hält. Manche Hunde treffen wir mal am Wochenende, andere höre ich nur hinterm Zaun und hab sie noch nie gesehen. Okay, es sind alles große Grundstücke. Aber dennoch - meine Vorstellung von Hundehatung ist das nicht.