Beiträge von Janosch2011

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    Für mich würden Riesenrassen deswegen tatsächlich gar nicht gehen, das Hundeleben ist doch schon so schrecklich kurz. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.


    Und genau hier liegt die Krux in der Diskussion grade. Für Dich geht das nicht.
    Andere entscheiden sich dennoch bewusst für eine solche Rasse und ihre Eigenschaften im Wissen um die durchschnittliche Lebenserwartung. Und ja, dies ist einfach eine persönliche Entscheidung.

    Klar, wenns nach mir ginge würde mein Hund eher zwanzig, dreißig oder vierzig Jahre alt werden. Aber die Realität ist nunmal so, dass die meisten Rassen (und auch Mischlinge) vielleicht so um die 15 Jahre haben. Theoretisch sollte man also eigentlich gar keinen Hund halten, weil sie so oder so zu früh gehen.

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    Ich treffe regelmäßig einen schönen blauen Doggenrüden, deren Besitzerin mir gesagt hat, sie hätte ganz bewusst diese Rasse angeschafft, in 6-7 Jahren wären ihre Kinder aus dem Haus und da wollen sie sich eh neu orientieren. Tja..


    Ich denke, dass ich hier für die meisten Hundehalter spreche, dass das für MICH keineswegs ein Grund ist. Ich habe mich für die Rasse entschieden, weiß um die Lebenserwartung und hoffe dennoch (da selbst auch schon erlebt) dass er weit über 10 Jahre wird. Das wäre als würde ich schreiben, dass ich jemanden kenne der sich bewusst für einen Kleinhund entschieden hat um den die ganze Zeit in der Handtasche durch die Gegend zu tragen und daher nun jedem Interessenten unterstellen, dass dies der Grund für die Anschaffung wäre. Den Aufschrei der Kleinhundhalter hier möchte ich nicht erleben :lol:

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    Die Erkenntnis, dass die extreme Größe ungesund ist, ist doch schon Jahrzehnte alt. Und bisher hat sich nicht viel getan.


    Das kann man nicht so pauschal sagen. Natürlich läuft (bei sehr sehr vielen Rassen egal ob klein oder groß) immer noch einiges mächtig schief, aber hier liegt die Verantwortung auch beim Halter der sich den Hund aussucht.
    Vielmehr ist es aber doch so, dass grade erst in den letzten 20-30 Jahren der Trend in die Richtung "oben" ging. Mein Großvater hat in der ehemaligen DDR Bernhardiner gezüchtet. Seine Hunde und auch die ich in der Zeit bei Ausstellungen etc. kenngelernt habe hatten keine extremen Hängelefzen und -lider, sie waren relativ klein und schlank gebaut und hatten richtig Power. Meine persönlichen Erfahrungen sind die, dass ich erst seit etwa Mitte der 1990er diese "riesen" Bernhardiner gesehen habe, die tatsächlich manchmal kaum noch laufen konnten, ständig entzündete Augen hatten und natürlich auch keine lange Lebenserwartung...und dass erst in den letzten 10/15 Jahren ein langsames Umdenken stattfindet. Aber es finden sich natürlich auch immer noch zahlreiche Abnehmer - wie gesagt, die Verantwortung liegt bei dem der den Hund kauft.

    Wenn Rassezuchtvereine wie der SSV beim Berner Sennen schon Zuchtwertmerkmale wie Lebensdauer eingeführt haben, dann ist das doch ein Schritt in die richtige Richtung und doch genau was Du forderst, nämlich Zucht mit einem klaren Ziel. Aber zu sagen, es hätte sich nichts getan ist einfach nicht richtig.
    Von heute auf morgen geht so etwas nunmal nicht. Dies nun aber als Argument zu nehmen, eine alte Rasse mit einer kulturellen Bedeutung (und das ist die Dogge nunmal) aussterben zu lassen, ist meiner Meinung nach der falsche Weg.

    Darüber hinaus kannst Du eine geringe durchschnittliche Lebenserwartung nicht gleich mit Hundeleid gleichsetzen. Ja, die Hunde zeigen früher alterstypische Probleme und sie sterben früher. Aber deswegen ist es nicht so, dass jeder Hund (aus einer gesunden Linie) ein leidvolles Leben führt. Zumal, wie Pirschelbär schreibt, ein Hund keine zeitliche Vorstellung davon hat, dass er nun schon mit 7 Jahren zum alten Eisen gehört während der JRT aus dem Nachbarsgarten scheinbar grade erst die Pubertät überwunden hat. Das ist eine zu menschliche Betrachtungsweise.

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    ja aber wenns allein nach gesundheitlichen problemen geht ... bei welcher rasse fängts an und bei welcher hörts auf ... risiko hast du da doch bei sovielen.


    Richtig. Egal ob Kleinsthund, Kleinhund, die mittleren Größen oder die ganz Großen. Jede Rasse hat ihre spezifischen Probleme, die natürlich auch die Mixe in sich tragen. Nur bei ganz wenigen Rassen kann man relativ sicher sagen, dass sie gesund sind.

    Ich bin absolut gegen Qualzuchten, aber Lebensdauer als Qualzuchtmerkmal hinzustellen ist eine sehr einseitige Betrachtungsweise.

    Und ja Menke, ich finde es richtig und wichtig Interessenten auf gesundheitliche Dispositionen und natürlich bei der einer solchen Rasse auch aufs Lebensalter hinzuweisen. Aber das kann man eben auch tun ohne zu schreiben, dass man sich doch lieber eine andere Rasse aussuchen sollte und noch dazu einen schlechten Menschen aus jedem Halter von großen Hunden zu machen, weil er ja dem Hund Lebensjahre wegnimmt ;)

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    Was ist ChiChi?


    Brimborium bzw. unnötiges Drumherum.

    Keine Sorgen, es werden keine Chis in Hundefutter verarbeitet :lol:

    Edit: Josera würde ich als ein günstiges Futter auch empfehlen. Wobei es natürlich auch noch bessere Futter gibt, die dann aber ein bisschen teurer sind.

    Jetz muss ich mal fragen, welcher Schaden ist der Rüdenbesitzerin denn entstanden?

    Der Hund hat keine ZZL, also ist kein Ausschluss zu erwarten.
    Die Besitzerin der Hündin hat (sorry wenns nicht stimmt, kenn den Thread nur beiläufig) die Kosten für TA und Aufzucht.
    Die Besitzerin der Hündin hat die Arbeit und auch die Gefahr, dass Ihrer Hündin bei Trächtigkeit und Geburt was passiert.

    Ich sehe weder einen finanziellen Schaden für die Besitzerin des Rüden noch sehe ich Anlass für eine Decktaxe - ist ja kein preisgekrönter Deckrüde.

    Aber wer überzeugt davon ist, im Recht zu sein, soll klagen...solange er die Kosten selbst trägt und nicht die Allgemeinheit, bitte sehr :doh:

    Wieso muss die TS sich nach einer kleineren Rasse umschauen, wenn sie doch explizit für eine Dogge und die damit verbundenen Rasseeigenschaften (gehe ich jetzt mal von aus) entschieden hat?

    Natürlich haben Doggen und Co. durchschnittlich keine lange Lebenserwartung und natürlich sind bei den Riesenrassen in den letzten Jahren viele Fehler gemacht wurden indem vorrangig auf Größe und/oder Masse gezüchtet wurde, aber deshalb pauschal von einer Rasse abzuraten finde ich nicht angebracht. Wenn alle Interessenten sich vom Lebensalter abschrecken lassen würden, würden eine tolle alte Rasse nach und nach "aussterben". Viel wichtiger ist doch das Augenmerk darauf zu legen, eine Rasse wieder gesund zu züchten.

    Daher fände ich es angebrachter, darauf hinzuweisen, dass die TS entsprechend umsichtig bei der Züchtersuche sein sollte und die Linien speziell auch nach Lebensdauer durchleuchten sollte. Ich persönlich schaue speziell auch nach kleineren Rassevertretern, also Zuchten, die nicht so vordergründig auf Masse ausgerichtet sind...vorallem auch wichtig, da irgendwann ein Bernhardiner bei uns einziehen soll. Und auch diese Rasse ist massiv belastet.

    Oh, das klingt doch gut. Hoffentlich lags dann wirklich nur daran.

    In diesem Zusammenhang hab ich was zum Besten zu geben: Eines Abends, als das Fliegviehzeug grad wieder anfing aktiv zu werden, ist Janosch abends plötzlich aus dem Schlaf aufgesprungen, kam panisch ins Wohnzimmer gerannt und hat sich mit Blick zum Flur neben mich gestellt. Ich dachte natürlich sofort: Einbrecher. Nein, es war eine dicke Brummfliege die am Fenster über Janoschs Schlafkissen saß und die ihn (toller Wachhund) so erschreckt hat, dass der keine andere Wahl gesehen hat, als sich bei Frauchen in Sicherheit zu bringen :headbash:

    Manchmal sind Hunde komisch ;)

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    Mir kommt deine Frage merkwürdig vor.
    Warum fragst du nicht bei der Familie des Hundes nach? Immerhin kommt er aus der Stadt, in der du lebst.


    :???: Irgendwie verstehe ich den Zusammenhang nicht. Ich dachte das sind einfach Bilder aus dem Internet. Wo steht denn, dass der Hund aus der Stadt kommt in der die TS wohnt und dass sie die Familie des Hundes kennt? Ist hier zwischendrin was gelöscht worden?

    Wie alt ist sie denn?

    Die Frage ist ja, was könnte auf der Strecke vor den letzten 200 m passiert sein? Mal ganz blöde Idee...vielleicht wurde sie gestochen. Das merkt man als Halter ja gar nicht unbedingt - und Hundi hat sich so erschreckt über den plötzlichen Schmerz, dass sie nun ein bisschen panisch ist?

    Ansonsten würde ich sie nicht groß locken und betüdeln, sondern ruhig und konsequent raus gehen. Wenn Du sie jetzt noch beruhigst, fühlt sie sich ggf. darin bestätigt, dass etwas ganz furchtbares vorgefallen ist.