Beiträge von Moosmutzel

    Wenn der Leidensdruck für alle Beteiligten sehr hoch ist, dann würde ich es mit dem Chip versuchen. Vorher aber wirklich in mich gehen und ergründen wie ich erzieherisch etwas an der Situation ändern kann, um es ohne Eingriff in den Hormonhaushalt hinzukriegen.
    Niemand kann vorhersehen wie sich der Hund unter dem Chip oder nach einer Kastration entwickeln wird.

    Ich habe den Chip für meinen Hund testen können und bin für uns zu dem Schluss gekommen, dass wirklich nur im Notfall eine Kastration in Frage kommt. Es geht meiner Meinung nach auch nicht so sehr um die Anzahl der Argumente auf den Seiten "Für und Wider", sondern auch um die Gewichtung einzelner Punkte
    Ein einziger Punkt der Wesensveränderung meines Hundes hatte so große Einschnitte in unserem gemeinsamen Zusammenleben gebracht, dass ich von einer Kastra in jedem Fall absehe.

    Als der Chip nun die Wirkung verlor und das Testosteron wiederkam, war das Chaos auch erstmal perfekt,
    der Hund unruhig, mäkelte am Futter, verlor Gewicht, bekam Magen-Darmbeschwerden, die Prostata vergrößerte sich wieder (wenn auch minimal) und der Urin war auffällig. Ich bzw. wir hielten allerdings durch und nun ist Hund gesund und rundum zufrieden, weil die Hormonumstellung vollzogen ist.
    Nur: Toi toi toi, dass die Prostata nie wieder Probleme macht.

    Wie man lesen kann ist die Ganze Sache sehr individuell und macht die Entscheidung daher nicht einfach.
    Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung wünsch ich! :dafuer:

    Ich benutze einfach meine Umhängetasche die ich im Alltag trage, da sie für mich praktischer Weise auch als Gassitasche fungiert.
    Es befindet sich als Standardinventar ein Zeckenspray, ein Taschenmesser, Kotbeutel, Zeckenzange, Feuerzeug, ein kleines Döschen mit Leckerlies und ein Halsband darin, dann noch Geldbeutel, Handy und Schlüssel..

    Und mein Gott ja! Es gibt sie die faulen Halter, die die sich ausruhen auf der Ausrede: Die Rasse ist eben so und so. Aber es gibt auch zu Hauf "andere".
    Die die schon Fortschritte gemacht haben, die ein oder andere Baustelle in den Griff bekamen, es dann aber einfach nimmer geht. Die die sich aufgeopfert haben den Hund zu erziehen, die die irgendwann auch einfach nimmer können, weil der Anspruch den die Umwelt, die Mitmenschen an die Hundehaltung und die Hunde haben, viel, viel zu hoch ist.
    Irgendwann muss auch mal gut sein, dann muss es reichen, dass Niemand zu Schaden kommen kann.

    Im Grunde hat Hummel aber recht.
    So wird ja immer argumentiert wenn im Training was falsch läuft und der Hund eben nicht gleich begreift. Man ist ja völlig zu Recht da der Meinung, dass es am Menschen und seinem Umgang mit dem Hund hakt, und es nicht an einem Unvermögen des Hundes liegt. Daher ist die Argumentation mehr als schlüssig.

    Ich weiß nicht, aber ich es ist doch einfach so, dass bestimmte Hunde(rassen) einfach nicht wollen und nicht machen, weil für sie eben nicht im Vordergrund steht das zu tun was Mensch sich wünscht.
    Da wird vom Hund eben jede Situation neu bewertet und demnach gehandelt.
    Und warum sollte sich immer nur der Hund Anerkennung durch den Menschen verdienen, warum nicht auch einmal andersrum?!
    Ist der Mensch dann auch unerzogen wenn er mit dem Hund nur macht was er will?! (Obwohl die Frage wirklich nicht ernst gemeint ist, weil man die Dinge eben nicht miteinander vergleichen kann.)

    Beim Grundgehorsam wird den Hunden oft unterstellt sie würden Kommandos ignorieren, weil sie "gerade keine Lust dazu haben diese auszuführen", aber so allgemein wird ihnen abgesprochen auch sich einfach konsequent (also immer) Dingen (diverse Hundesportarten z.B.) zu verweigern?!

    Außerdem ist Gehorsam und Erziehungsanspruch auch individuell. Man kann alles durchgehen lassen, wenn Mensch und Tier nicht gefährdet werden und der Hund ein angemessenes Leben hat.
    Da muss man nicht so tun, als wären Halter unfähig oder ignorant wenn sie in der Erziehung des Hundes ab einem bestimmten Punkt an ihre Grenzen gelangen und dann einfach nur leben.

    Auch wenn man einen anderen Anspruch hat und eine andere Meinung dazu, muss man nicht so tun, als wären die Halter nur faul und würden sich auf dem Argument ausruhen, dass Vertreter bestimmter Rassen eben nun mal so seien.
    Manchmal soll es eben auch einfach nur eine Erklärung sein und keine Ausrede!

    Allerdings kann ich dem was Helfstyna schrieb,

    Es ging im Ausgangsbeitrag um einen Podenco der in KEINER Situation für seine Besitzerin ansprechbar war und das ist in meinen Augen unerzogen.

    was abgewinnen, auch wenn ich das Wort "unerzogen" "nur" weil Frauchen dem Hund quasi am Arsch vorbei geht so nicht wählen würde. Eben weil der Hund einfach nur noch nicht gemerkt, dass es was bringt wenn er sich Frauchen anschließt und mit ihr kooperiert.

    Für meine zwei gab es heute Kalbsleber mit Nudeln, Staudensellerie, Kohlrabi und Heidelbeeren.

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