Ich glaube, Du hast von Anfang an einen Denkfehler begangen: Du hast geglaubt, weil Retriever leicht erziehbar sind, ist es der Rattler auch. Beides sind jedoch vom Wesen grundverschiedene Hunde.
Der Retriever bringt sein "Will to please", seine leichte Erziehbarkeit von seiner Rasse her mit. Der Rattler ist gerade das Gegenteil: eigenwillig, bellfreudig und ein kleiner Hans Dampf in allen Gassen.
Hinzu kommt, dass Du einen Hund bekommen hast, der 6 Monate jung war, bereits schlecht erzogen worden ist und ganz offensichtlich Umweltdefizite hatte.
Du bist bei einer Trainerin, mit der Du befreundet bist, die Dir und Deinem Hund jedoch keine wirkliche Hilfe ist.
Alles zusammen keine glückliche Kombination.
Wenn man die Fehler erkennt, kann man auch daran arbeiten. Versagt hast Du dennoch nicht! Nur das "Pferd" von hinten aufgezäumt.
Sehe mal in Deinem Hund den Hund der er wirklich ist: ein Temperamentsbündel, das mit Deinem vorhergehenden Hund nichts gemeinsam hat. Er ist eben anders! Er tickt auch anders!
Fange mit der Erziehung noch einmal ganz von vorne an. Am besten übst Du alleine; nur Du und Dein Hund. Wähle einen ruhigen Ort, wo wenig oder keine Ablenkung ist. Gehe schrittweise vor und vergiss dazwischen auch das Spiel mit Deinem Hund nicht! Das wird Euch gemeinsam verbinden und ihr könnt Euere Beziehung zueinander wieder aufbauen, festigen.
Momentan sieht es so aus, dass Dein Hund auch durch Dich sehr verunsichert ist und nicht durchblickt. Du bist mit Dir selbst uneins und das spürt auch Dein Hund. Bleib mal klar in Deiner Aussage und auch in Deinen Handlungen!