Beiträge von Grinsekatze1


    Meine Oma litt unter Demenz, sie war am Ende im Stadium "Vegetieren" und lag nur noch im Bett. Sie wurde zu Hause gepflegt. Sie hat niemanden mehr erkannt, verweigerte meistens das Essen oder hat es einfach vergessen zu essen.
    Sie hat über ein halbes Jahr gebetet, dass der liebe Herrgott sie holen soll, irgendwann hat ihr Körper dann aufgegeben.
    Und ganz ehrlich, ich kann mir gut vorstellen, dass sie gesagt hätte, lasst mich gehen, aber diese Möglichkeit haben wir ja in Deutschland nicht.
    So hat sie sich wirklich gequält und das war mehr als traurig anzusehen :( :

    Wenn noch jemand beten kann, dann kriegt er noch eine ganze Menge von seinem Umfeld mit.

    Sorry, ich muss Dir hier zum Teil widersprechen.

    Da wäre ja eigentlich der Nachbar gefordert hier Abhilfe zu schaffen, denn schließlich ist es sein Hund der da ausbüxt und Nachbars Katze dabei verletzt.
    Ist der Nachbar uneinsichtig?

    Dann würde ich den Terrier einmal einpacken und im nächsten Tierheim abgeben. Die Auslöse kostet dann etwas Geld und vielleicht passen Nachbars dann besser auf.

    Ich bin ja in der Altenpflege tätig und damit kriege ich sehr viel über Demenz mit ;)
    Demenzkranke haben sehr wohl viel Stress und fühlen sich nicht wohl mit dem, was mit ihnen passiert. Dies merken sie vor allem, wenn sie mal einen guten Moment haben, es stürzt eigentlich alles über sie rein.
    ......................................................................
    .....................................................................

    :streichel:

    Ich bin auch in der Pflege tätig und ich kann nicht alle Deine Aussagen hier bestätigen und eigentlich gehört es ja nicht zum Thema. Wir sind ja hier im Hundeforum. Dennoch möchte ich das so nicht stehen lassen.

    Demenzkranke im Anfangsstadium, wo Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, teilweise örtliche Orientierungsstörungen usw. vorliegen, leiden wirklich. Sie wissen um ihre Defizite und versuchen diese zu kaschieren.

    Im Stadium der absoluten Demenz stört sie nur ein ungeregelter, ständig wechselnder Tagesablauf, wechselndes Personal (jeder geht anders mit ihnen um) usw. Das ist Stress, der sie wirklich stört! Leiden sieht für mich jedoch anders aus.

    Demenzkranke brauchen einen strikten geregelten Tagesablauf und die gleichen Bezugspersonen.

    Die Wahrnehmung geht bei Demenzkranken über das Körpergefühl, das Berühren oder die Stimme. Sie sind feinfühlig, sehr sensibel. Sie spüren das, was Menschen nicht verbal ausdrücken!

    Ich behaupte, dass ich meinem alten Hund - auch, wenn nicht mehr diese Freundlichkeit entgegenkommt, durch Berühren und Streicheln doch sehr nahe bin. Ich hole sie aus ihrer "misslichen Situation" (wenn sie sich verläuft) raus und gebe ihr das Gefühl "ich regele das für Dich".

    Mein Hund ist auch nicht mehr der, der er einmal war. Sie ist anders; aber anders eben auch liebenswert. So lange sie frisst und noch beweglich bleibt, so lange ist es wie es ist.

    Ich habe eine jetzt 16 jährigen Hund und da verläuft es ähnlich. Abendliche Unruhe (kann durch das Herz verursacht werden), sie verliert Kot, aber kein Urin.

    Beim Hochheben schnappt sie; würde aber nie wirklich ernsthaft beissen. Dennoch ich merke, dass sie das eigentlich gar nicht will - muss aber sein!

    Mein Hund ist sehr pflegeintensiv, muss öfters raus, klappt nicht immer; heute bei dieser Affenhitze ging eigentlich gar nichts.

    Ich habe dennoch keinen Gedanken ans Erlösen verschwendet. Ich nehme sie eben wie sie ist. Sie hat es einfach verdient, dass ich für sie da bin: Auch, wenn unsere Beziehung zwischenzeitlich eine ganz andere geworden ist.

    Heute geht es nur noch darum, da sein zu dürfen, leben zu können (vielleicht auch oft in ihrer eigenen Welt), umsorgt zu werden.

    Klar, Tiere kann man aus ihrem "Zustand" erlösen. Haben wir immer das Recht den Zeitpunkt zu bestimmen? Geht es nicht auch darum den Hund auch in schlechten Zeiten anzunehmen?

    So lange mein Hund keine Schmerzen hat, körperlich noch kann, werde ich ihn nicht erlösen lassen.

    Ich habe jetzt nur die Threadstellung gelesen und muss sagen: bestärkt mich mal wieder meine Hunde mit keinem Hund an der Leine in Kontakt treten zu lassen und sich auf Aussagen, von wem auch immer, nicht zu verlassen.

    Ich persönlich würde das Ganze als "dumm gelaufen" und "selber Schuld" verbuchen und die Tierarztrechnung ohne in Anspruchnahme der Versicherung begleichen.

    Am Ende droht das Ordnungsamt mit Wesenstest oder sonstigen Auflagen; wer weiß was der Doggendame noch so alles einfällt!

    Die Verletzung ist jetzt nicht so, dass es ein imense Tierarztrechnung geben wird.

    Ich würde die Angelegenheit per acta legen und die Dame künftig links liegen lassen.

    Das ist schon sehr krass!

    Ich bin auch in einem Verein; arbeite derzeit im Nachtdienst. Bin in einigen Übungsstunden nicht dabei, weil der Dienstplan es nicht her gibt, oder ich gerade an dem Tag aus dem Nachtdienst komme und zu den bevorstehenden Übungsstunden platt bin.

    Arbeitsstunden im Verein leiste ich keine; bin aber bereit zu Sachspenden, wenn Feiern oder ein Event ansteht. Ansonsten kann jeder gerne mit mir Sprechen und wenn es passt, mache ich vieles möglich!

    Wenn ich kann, bin ich da, ansonsten nicht!

    Sorry, aber ich kann meine Arbeit, meine Arbeitskraft nicht über einen Verein stellen. Entweder die haben Verständnis, oder die haben mich gesehen!