Beiträge von Grinsekatze1

    Ich würde dem Hund erst einmal das Kommando "schau" antrainieren. Immer wenn er Dich anschaut kommt ein Leckerli. Das lässt sich in allen Alltagssituationen gut antrainieren.

    Wenn es zu Hundebegegnungen kommt, musst du rechtzeitig das "schau" einfordern, Hund aus der Blickrichtung holen und ordentlich Leckerli verteilen bis der Hund vorbei ist. Alles eine Übungssache und auch da wird es zu Rückschritten kommen an denen Du nicht verzweifeln solltest.

    Später kannst Du das Leckerli durch sein Lieblingsspielzeug ersetzen. Wenn der Hund was im Maul hat, kann er nicht bellen.

    Klar könnte ich der jetzt an der Tür bei Besuch einmal kräftig was auf den Deckel geben (Wurfkette, Rappeldose...) und das Thema wäre sicher erledigt. Geht aber auch anders...ein "Nein" bauen wir positiv auf, ohne Stubbser, ohne Meideverhalten. Funktioniert alles, wenn man es nur will.

    Das setzt aber voraus, dass man mit seinem Hund langfristig an dem Problem arbeiten will.

    Bei der Dackelfamilie bezweifele ich das. Die wollten schnell das Problem abstellen, ohne minimalen Einsatz und schon gar nicht dauerhaft daran arbeiten.

    Ich denke, das wußte auch Rütter!

    Zum Dackel:
    Der Hund hatte meinem Eindruck folgend bislang keine Erziehung genossen, der durfte ganz einfach draußen sein Ding machen. Und die beiden Mädels haben sich fürs Fernseh aufgehübscht, aber wenig Interesse an der Arbeit mit dem Hund.

    Erst der (öffentliche) Anschiss war Anlaß etwas zu ändern.Kann man sich doch nicht nach sagen lassen. Dann sollte es schnell gehen.

    Ja, warum lässt man einen Hund einfach draußen im ungezäunten Garten laufen, wenn man weiß, dass er "Besucher" verfolgt?

    Meiner Meinung nach hätte der Dackel artgerechtes Training auf Dauer gebraucht. Es dauert nicht lange und er fällt in sein altes Muster zurück. Der Postbote weiß jetzt, wie er sich den Hund vom Leibe halten kann. Besucher und Nachbarn jetzt auch, wenn sie denn die Sendung verfolgt haben.

    Die Rechnung zahlt der Dackel. Der wird immer mehr eingeschüchtert, beißt vielleicht irgendwann und die Null-Bock-Family gibt ihn dann ab.

    Ein Dackel im falschen Zuhause!

    Dackel sind keine Schoßhündchen; das sind Arbeitshunde (nicht umsonst gehören sie der Jagdhundegruppe an) und die wollen beschäftigt werden.

    Na ja, es könnte ja sein, dass Paul den Zwinger als sein Revier ansieht und es unter Umständen Zoff geben wird. Die Hunde spüren das ja auch.

    Verstehen sich die Rüden so gut, dass Du sie bedenkenlos zusammen in einen Zwinger tun kannst? Mir wäre dass ein zu großes Risiko.

    Auf jedem Fall gehört in Dein Zwinger eine 2. Hundehütte, damit die Hunde, wenn sie es möchten getrennt schlafen können.

    Aus Erfahrung in meinem Bekanntenkreis: bitte schreibe Dir alle Zeugen auf, der Hundehalter wird sich gegen die kommenden Vorwürfe und Beschränkungen für seine Hunde kräftig wehren.

    Es tut mir unsagbar leid. Ich wünsche Dir viel Kraft und, dass Du die Bilder ganz schnell vergessen kannst!