Liebe Threadstellerin,
die Vorgeschichte zum Erwerb des Zweithundes will ich gar nicht bewerten. Du hast Dich für diesen Hund als Zweithund entschieden. Das ist Fakt!
Dein Ersthund konnte sich dazu nicht wirklich äußern. Er hat das gemacht, was alle Hunde bei Erst-Hundebegegnungen machen, nämlich: er hat sich arrangiert. Der Alltag sieht leider immer anders aus!
Nach nur 1 Tag erahnst Du die Probleme, bist sauer auf den Vorbesitzer, der nie wirkliches Interesse an seinem Hund hatte und ihn erst recht nicht mehr zurück haben möchte.
Versetze Dich doch mal in die Lage dieses Hundes: Nie wirklich erwünscht, nie wirklich richtig gefördert, nur einfach da zu sein, zwangsläufig eine Last darstellen zu müssen............ Hätte dieser Hund eine Wahl gehabt, er hätte sich einen anderen Hundehalter gesucht!
Hunde können leider nicht einfach so weg; sind abhängig. Sie fügen sich zwangsläufig in ihr Los und ........................... lassen alles über sich ergehen. Sie sind dann so, wie sie sind!
Dann kommst Du. Zu Dir war man sicherlich nicht ganz ehrlich. Doch der Hund war ja eigentlich recht nett, zugänglich ---------------
Er spürt genau wie bei seinem Erstbesitzer Deine Zerrissenheit, das Nicht-Gewohlt-Sein und dennoch kann er aus seiner Haut nicht raus. Wie auch? Er hat ja nie gelernt, wie es anders herum wirklich ist.
Es gibt jetzt die Möglichkeit diesen Hund abzugeben in weitere, hoffentlich verständnisvollere Hände, oder vielleicht wird er ja auch zum Wanderpokal, weil so was ängstliches, unsauberes, pflege- und erziehungsproblematische - ja, wer will das?
Du hast die Möglichkeit aus dem Hund das zu machen was er gerne werden würde. Alleine schafft er das aber nicht. ER braucht Deine Hilfe und sehr viel Zeit und noch mehr Verständnis. Wenn Du das hast, dann könnt Ihr Beiden (auch mit Ersthund) das gemeinsam schaffen.
Fehlt Dir dieses Verständnis, dann gib den Hund in liebevolle Hände ab, wo er Einzelhund und das nötige Verständnis hat. Tierheim wäre auch nicht falsch. Die suchen die richtigen Menschen!