Beiträge von Grinsekatze1

    Ich verstehe nicht, warum der Dachverband die Mitgliedsvereine, die groß gegen alle Regeln verstossen, nicht mal eben einfach rauswirft.
    Kann er bestimmt nicht, oder ist nicht seine Aufgabe, oder so. Es ist immer ein anderer schuld.

    Er könnte schon Verbände rausschmeißen. Nur, hinter dem VDH verbirgt sich eine große Lobby und keiner der eine so große Macht hat, beschneidet die sich selbst.

    Erst einmal müsste für die ZZL für jede Rasse das Bestehen eines körperlichen Fitnesstests vorgeschrieben sein. Auch ein "nur" Familienhund muss zu all dem in der Lage sein, was ein gesunder Hund eben können sollte: laufen, spielen, springen. Auch ein sehr kleiner oder sehr großer, schwerer Hund muss einen Kilometer am Stück in einem für einen Caniden normalen Tempo rennen können, ohne danach nennenswert aus der Puste zu sein.

    Auf diese Weise würde man schon mal alle züchterischen Extreme (zu platte Schnauzen, Hunde, die aufgrund ihrer Masse in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, zu lange Ohren, zu kurze Beine etc.) ausmerzen. Und zusätzlich muss natürlich auch das Wesen geprüft werden.

    Ängstliche, nervöse, aggressive oder allgemein gesagt wesensschwache Hunde gehören nicht in die Zucht. Egal welche Rasse es betrifft.

    Ich bezweifele stark, dass 1000m Laufleistung als Fitnesstest wirklich eine Alternative sind. Da wäre eine Voruntersuchung auf eventuelle Herzerkrankungen wesentlich sinnvoller.

    Beim Mops wurde ja so ein Lauftest in die ZZL aufgenommen. Nur, wenn ich lange genug mit einem atemeingeschränkten Hund trainiere, schafft er auch die geforderte Leistung.

    Zum letzten Abschnitt "wesensschwache Hunde", da würde z.B. eine Überprüfung, wie sie in der Begleithundeprüfung im öffentlichen Straßenteil stattfindet bereits eine gute Aussage machen. Überprüfung am fremden Ort wird den unsicheren Hund schnell selektieren.


    Man darf auch mit nicht Ausstellungshunde züchten? Und die Hunde können dann auch z.B. hellers Fell haben, helleres Auge, Knick Ohr? Ich dachte mit denen darf nicht gezüchtet werdern?

    Ja, man darf auch mit nicht preisgekrönten Ausstellungshunden züchten. Ausschlaggebend für die Zuchtzulassung ist der "Formwert", nicht die Titel. (Zumindest bei den meisten Rassen).

    Auch mit einem "Gut" darf noch gezüchtet werden. Ob das Sinn macht muss im Einzelfall geprüft werden.

    Es gibt gut veranlagte Hunde, die eben kein "V" bekommen und somit auch keine Berechtigung auf einen Siegertitel haben. Dennoch dürfen sie in die Zucht und können ganz tolle Vererber sein. Hier ist eben Fingerspitzengefühl des Züchters und das Kennen von der Blutlinie gefragt.

    Jetzt an den Beispiel von dem Mops oder dem Dackel ( mit den kurzen krummen Beinen), die können doch nicht vernünftig leben. Ich meine nicht mit vernünftig die Haltung, Fütterung usw.

    Laut Zuchtstandard ist beim Dackel ein Verhältnis von 1/3 Bodenabstand zur Brusthöhe anzustreben, das ergibt ausreichend Bodenabstand. Ebenso sind krumme Beine als fehlerhaft zu bewerten. Das Ziel ist ein gerader Stand.

    In beiden Fällen ist der Züchter mit seiner Verpaarung der formgebende Teil. Er muss darauf achten, dass er die Hunde entsprechend verpaart, bzw. muss auch wissen, dass der Zuchtpartner die Fehler des jeweiligen anderen Zuchtpartner ausgleichen kann.

    Kleiner Nachtrag:

    Ein Rassehund ist häufig so nah mit den übrigen Vertretern seiner Rasse verwandt, dass es überhaupt keine Rolle spielt, ob man jetzt einen hochdotierten Ausstellungshund oder der (reingezüchtete) Waldi vom Glücklichen Familienhund als Deckrüden nimmt. Es spielt aus demselben Grund häufig auch keine Rolle, ob man den (reinrassigen) Rüden des Nachbars oder - aus Prestigezwecken? - einen aus Neuseeland wählt. Ist der Hund tatsächlich rasserein, wird er häufig sowieso um irgend eine Ecke herum mit der Hündin verwandt sein. Das ist bei 'reinrassig ohne Papiere' im Übrigen nicht anders - nur dass da die Verwandtschaftsverhältnisse durch fehlende Abstammungsnachweise noch nicht einmal mehr zugeordnet werden können.

    O, mein Gott!
    Deine Aussage hier zeigt ganz deutlich ein "Halbwissen" oder eher "keine Ahnung von der Zuchtmaterie".

    Erschreckend, welch eine Ansicht!

    Also der IRJGV ist ja nun echt kein Beispiel für seriöse Dissidenz - evtl. vielleicht bei den Dackeln noch, weil die vermutlich eher da drin waren als im VDH selber, aber die betreuen ja auch noch nen Haufen anderer Rassen... und die Deckanzeigen in deren Vereinszeitung ist eben auch nicht voller untersuchter Rüden, sondern meistens geht es da nur um Ausstellungsergebnisse von Show XYZ aus Hintertupfingen...

    Das kann man so nicht stehen lassen.

    Der IRJGV hat sehr voll eine HD/ED-Pflicht und wer seinen Rüden anbietet ohne Untersuchungsergebnisse (Weiß man denn, ob er die nicht doch hat?), der wird sich schwer tun einen geeigneten Züchter zu finden.

    Darüber hinaus lässt der Verein dem Züchter die Freiheit weitere Untersuchungsergebnisse durchführen zu lassen und die werden sogar in den Ahnentafeln vermerkt.

    PRA ist eine Augenerkrankung, die bereits in jungen Jahren auftritt und zur Erblindung führt. Meist im Alter von 3 Jahren. Diese Erkrankung ist erblich bedingt und kann in der Zucht durch Vorsorgeuntersuchungen der Zuchttiere weitgehend ausgeschlossen werden.

    Dennoch gibt es eine Vielzahl an Netzhautdegenerationen und ein Teil davon tritt z.B. als Grauer Star auf, meist im Alter. Diese Erkrankung ist operabel und tut dem Hund nicht weg.

    Dagegen geht der GrüneStar mit Augenhochdruck einher, ist nicht operabel, sehr schmerzhaft. Eine Zeitlang kann mittels Augentropfen der Augendruck unter Kontrolle gehalten werden. Das bedarf jedoch der ständigen tierärztlichen Kontrolle.