Das größte Problem ist, dass sich Jack manchmal beim Spazieren gehen, wenn er ohne Leine läuft, scheinbar "Menschen ausguckt", die irgendwie komisch sind (sei es komisch laufen wie Jogger, Walker, Fahrradfahrer oder weil sie vielleicht tatsächlich auch eine Behinderung oder geistige Störung haben oder vom Aussehen her wie auffallende Kleidung tragen) und auf diese zuläuft und sogar hinterherläuft, anbellt und nicht mehr aufhört. Dein Hund merkt sicherlich nicht, ob der betreffende Mensch geistig behindert ist, sondern eher sind ihm dieses Situationen suspekt und er reagiert aus Unsicherheit mit Bellen und Hinterher-Laufen.
Er hört dann auf nichts, was ich sage (und sonst hört er gut) und ich habe das Gefühl, dass ich ihn damit nur noch mehr "aufheizte". Es ist kein aggressives Bellen (zum Glück), sondern eine Mischung aus Spielaufforderung, Ängstlichkeit, aber auch - einem Menschen würde ich zuschreiben - wirkt es auf mich als wenn er sie einfach ärgern möchte. Dein Hund befindet sich in seelischer Not/Stress, weil er nicht weiß, wie er in so einer Situation (Unsicherheit) regieren soll.
Gestern hatte ich den Vorfall, dass ich er einem sehr schnellen Radfahrer, der aus dem Nichts kam, ein ganzes Stück hinterher lief. Ich habe mehrmals "Nein" gerufen, laut und bestimmend. Er kennt das Wort auch. Aber es half nichts. Der Radfahrer hat sich belästigt gefühlt (zu Recht) und rief dann irgendwann sehr genervt und aggressiv, dass er Jack treten würde, wenn ich ihn nicht zurück rufen würde. Es war echt eine für mich furchtbare Situation. Warum lässt Du den Hund immer noch unkontrolliert frei laufen? Ist doch klar, dass Du Dir derzeit damit viel Ärger einhandelst.
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Ein weiteres Problem ist, dass er sehr "misstrauisch" wirkt, wenn ich mit ihm an der Leine irgendwo entlang laufe. Insbesondere Wege zur Hundewiese oder wo auch immer wir dann zum Spazierengehen hingehen. So ziemlich jeder Mensch, der irgendwo zu nahe auftaucht wird von Jack angebellt. Vermutlich ist das ein "Verteidigungsverhalten", weil er mein mich beschützen zu müssen. Er reagiert sicherlich nicht misstrauisch, sondern eher unsicher und in der Voraussicht, dass jetzt gleich wieder der "Stress" klos geht.
Das hat ja meistens mit Rollenverteilung zu tun, dass er denk, er ist der Anführer und müsste mich bzw. uns beschützen. IDas denkt er sicherlich nicht. Er handelt aus purer Unsicherheit - geht bellend nach Vorne.
Ich habe diesbezüglich schon viel gemacht: er schläft alleine im Flur, er bekommt nach mir Essen, ich gehe immer als erstes aus der Tür, etc. Das Gedönse vergiss mal ganz schnell - davon lernt der Hund nichts und schon gar keine Sicherheit durch Dich.
Gleiches Problem auch, wenn er im Treppenhaus einen Nachbarn begegnet. Das finde ich fast noch unangenehmer als wenn er irgendwelche Menschen auf der Straße anbellt. Auch hier Unsicherheit, weil er die Situation nicht einschätzen kann und nicht weiß, wie er richtig handeln soll.
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Jack bellt, wenn die Türklingel läutet. Was ich hinsichtlich meiner Nachbarn auch für problematisch halte. Das ist ein Erziehungsproblem!