Beiträge von Grinsekatze1

    Ich sehe das so, dass der Hund aufgrund der vielen Stunden die er alleine ist, sehr auf seine Besitzer fixiert ist, aber eher wohl nicht auf fremde Besucher.
    Er kennt solche Verhältnisse wahrscheinlich wenig, bis gar nicht!

    Ich würde mit den Besitzern da nichts regeln wollen; allerdings vielleicht anbieten, dass er öfters zu Euch kommt damit er nicht so lange alleine sein muss.

    Ich habe das Voraus so aufgebaut:

    erst einmal zuhause, Hund bei Fuß gerufen, Kommando bleib, alleine losgelaufen und Leckerchen sichtbar für den Hund abgelegt (anfangs kurze Entfernungen), zurück zum Hund, 1-2 Schritte bei Fuß laufen, dann Kommando Voraus mit Hand zeigen in die Richtung. Das lässt sich in allen Richtungen so kombinieren.

    Anfangs wusste der Hund nicht, was er machen sollte, also bin ich mit gesprungen und habe ihm gezeigt, er nahm das Leckerli auf, wurde gelobt. Spätestens beim 3. Mal hat er verstanden und ist losgerannt. Dann wurde die Entfernung eingeübt und öfters mal kein Leckerli abgelegt, Hund aus der Ferne loben.

    Das Voraus wurde auch beim Spaziergang verwendet, wenn der Hund an der Schleppleine war und los laufen durfte. Die Entfernung habe ich dann immer mehr mit Voraus verlängert und dann erst wieder gelobt, wenn der Hund weit weg war.

    Darauf aufbauend habe ich dann das Platz beim Lospreschen oder Herankommen eingeübt. Das sollte man jedoch nicht zuoft machen, sonst verliert der Hund die Lust!

    Es macht doch jetzt keinen Sinn darüber nachzudenken, was Du in ein paar Jahren an Flugbox etc. benötigst. Bis dahin haben sich die Bestimmungen sicherlich irgendwie verändert. Reicht doch völlig, wenn Du Dir ein halbes Jahr vorher Gedanken machst!

    Die Charaktereigenschaft fällt ja nicht einfach so auf einmal weg. Wenn, dann hatte so ein Hund/Welpe bereits einen merkbaren Mangel: ein Kenner/Züchter der Rasse behält bei bester Schönheits-Veranlagung keinen wesensschwachen Welpen und führt ihn zur Zucht ran, oder nimmt so was in die Zucht auf.

    Ein Züchter sollte so viel Sachkenntnis haben, dass er seinen Welpen zielsicher aussuchen kann und im Alter von 12 Wochen Mängel erkennen sollte.

    Züchter, die ihre Würfe tagtäglich verfolgen, sich mit den Welpen beschäftigen, sind durchaus urteilsfähig.

    Leute, es liegt doch alles in der Hand des Züchters. Baue ich mir eine Zucht auf und habe 3 zuchtfähige Hündinnen, dann werde ich in 7 Jahren 3 Rentnerinnen habe und die zuchtfähigen Hündinnen, die ich mir nachziehe.

    Also, ist doch der Züchter in der Verantwortung Sorge zu tragen, dass sein Bestand in geregelten Grenzen bleibt.

    Althunde abzuschaffen, weil man Platz braucht für neue Zuchthunde und dann das Argument zu bringen, "man will die Rasse nach vorne bringen" ist für mich ein Scheinargument.

    Hier entledigt sich der Züchter von seinem Kostenfaktor, mehr nicht!

    Bevor ich falsch verstanden werde: ein Abstrich am Tierschutzgedanken bedeutet natürlich nicht immer gleich Tierquälerei, eine "ausgediente" Hündin abzugeben zählt für mich zumindest nicht zur Tierquälerei.

    Ich finde, wenn ein Hund jahrelang im Rudel gelebt hat, es ihm dort gut ging, dann hat er auch sein Recht dort verbleiben zu dürfen.

    Natürlich kann man so einen Hund auch in den Prinzessinen/Prinzenstatus erheben. Er wird es notgedrungen über sich ergehen lassen.

    Aber, vielleicht wäre er im Hunderudel unter seinesgleichen doch glücklicher.
    Gut, dass Hunde nicht reden können!

    Ich habe auch jahrelang im Schichtdienst gearbeitet: Früh- Spätdienst und die Wochenende/Feiertage. Klar, bleib da das Sozialleben und Familie auf der Strecke.

    Seit 5 Jahren arbeite ich als Dauernachtwache im Altenheim und habe mir meinen Dienst, 3-4 Nächte in der Woche, ausgehandelt.

    Laut WHO sind 3-4 Nächte vom Körper noch akzeptal und wird nicht als gesundheitsschädlich eingestuft.

    Suche Dir so eine Stelle. Gute Fachkräfte kommen immer unter - egal, wie alt!

    Mal ein ganz anderer und für mich auch sehr wichtiger Aspekt. Ausgediente Zuchthunde können immer noch als souveräne Erzieher/innen für die angefallenen Welpen in einer Zucht dienen und ich finde, zu einer ordentlichen Sozialisierung der Welpen sollte auch ein gewisser Rahmen an guten Althunden da sein.

    Einige hier im Forum raten immer wieder den neuen Welpenbesitzern zur Welpenschule, dabei fängt "Welpenschule" bereits beim Züchter an: beginnend ab der 3. Lebenswoche, wenn die lieben Kleinen die Wurfkiste verlassen.

    Der Züchter kann hier den besten Beitrag zu hundlichen Kommunikation liefern und aufbauen, wenn seine Welpen im Altrudel von Anfang an Kontakte aufnehmen können und ab der 5. - 6. Woche im Rudel mitlaufen.

    Und zum Thema "am Ende hat der Züchter viele Hunde ..." auch das muss er nicht zwingend haben. Man achtet auf dan Altersabstand. Wird Zuchthündin 1, 5 Jahre alt, dann zieht man sich Hündin 2 heran, die dann zuchtfähig sein wird, wenn Hündin 1 ausscheidet.

    Natürlich könnte es schlecht laufen, so dass der besagte Welpenhund hinter seiner Entwicklung bleibt. In der Regel ist es aber so, dass der Züchter die Qualität seiner Nachwuchshunde aus bereits vorangegangenen Verpaarungen kennt und das Risiko der Entwicklung nicht gänzlich ausgeschlossen ist, aber planbar ist.

    .Das mag den einen oder anderen zwar erschüttern und er würde niemals bei solch einem Züchter kaufen, aber meist sind es diese, die mit mehreren Hündinnen züchten, mehrere Deckrüden zur Verfügung haben, die die Zucht nach vorn bringen. Da gehört auch das "aussortieren" halt dazu.

    "Aussortieren", was für ein Begriff! Hört sich nach Mangelware an!

    Es sind die kleinen Züchter die gezielt ihre Hündinnen verpaaren, nach Deckrüden suchen und jeden weiten Weg auf sich nehmen.

    Der Großzüchter mit seinen mehreren Deckrüden - Warum hält er die wohl? - wird doch eher seine eigenen Rüden einsetzen, als dass er irgendwo weiter weg decken lässt. Vielleicht kauft er bestenfalls noch irgendwo ein! Das war es dann aber auch.